8.Extreme 40 Sailing Series 2014 - Singapur

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23/2/14
Alinghi krönt in Singapur eine Woche voller Segel-Action mit eindrucksvollem Sieg

- Spannung bis zum letzten Augenblick im Kampf um die Plätze zwei und drei. Ein Penalty im letzten Rennen beraubt Emirates Team New Zealand aller Chancen auf einen Podestplatz.
- Drei Mannschaften, die schon 2013 dabei waren, segeln an die Spitze: Alinghi, The Wave, Muscat und Realstone – obwohl Realstone die Rennen des vorletzten Tages verpasst.
- Singapur erlebt mit Unterstützung durch Aberdeen Asset Management als Local Main Partner einen der actionreichsten Acts in der achtjährigen Geschichte dieser Stadionrennserie auf Spitzenniveau. 30.000 Fans erleben das Geschehen live aus der ersten Reihe mit. Sieh dir hier einen Film mit den Höhepunkten an.
- Die entscheidenden Rennen dieses Act kannst du hier noch einmal anschauen.
Die Eröffnungsveranstaltung der diesjährigen Extreme Sailing Series™ übertraf alle Erwartungen. Mehrere neue Mannschaften präsentierten sich im Segelstadion von Singapur, doch zumindest vorerst konnten die etablierten Teams ihre Vormachtstellung behaupten. Drei Rückkehrer aus der Saison 2013 standen schließlich auf dem Siegerpodest. Dem Schweizer team Alinghi gelang vor rund 30.000 Zuschauern über vier Tage eine nahezu perfekte Vorstellung: Morgan Larson, Stuart Pollard, Pierre Yves Jorand, Nils Frei und Yves Detrey dominierten das ‚Geschehen auf dem Wasser und landeten in mehr als 50 Prozent der 29 Rennen unter den ersten Drei. Schon vor der letzten Wettfahrt, bei der die doppelt Punktezahl vergeben wurde, stand Alinghi damit als Sieger fest – eine absolute Ausnahme in dieser Rennserie. „Einen besseren Start hätten wir uns nicht erträumen können. Die Rennen waren anspruchsvoll und die Konkurrenz diesmal noch härter. Wir haben da angeknüpft, wo wir letztes Jahr aufgehört haben, und sind das einzige Team, das mit der selben Mannschaftsaufstellung wie im Vorjahr an den Start gegangen ist. Wir wollen weiter auf dem aufbauen, was wir im vorigen Jahr geschaffen haben. Aber jetzt wollen wir erst einmal unseren Sieg genießen!“, freute sich Larson nach den Wettfahrten.

Weniger klar war lange Zeit, wer am Ende rechts und links neben dem Schweizer Team auf dem Siegerpodest stehen würde. Emirates Team New Zealand, The Wave, Muscat und Realstone liefert sich einen harten Kampf. Im letzten Rennen gelang den Kiwis ein guter Start, aber kurz darauf ging für Dean Barker und sein Team alles gründlich schief. Wegen eines Penaltys nach einer Wegerechtssituation mit The Wave, Muscat mussten die zuvor auf dem zweiten Platz liegenden Neuseeländer schon auf der ersten Kreuz nicht nur das Boot aus dem Oman sondern auch das Schweizer Realstone Team vorbeiziehen lassen. Barker sagte später: „Wir sind hier erstmals seit fünf Monaten zusammen gesegelt, und es war unser erstes Auftreten in dieser Rennserie seit 2011. Klar wollten wir auf das Podest, aber wir haben es leider nicht gepackt. Wir sind noch ein bisschen eingerostet und müssen uns besser fokussieren. Aber das kriegen wir hin. In jedem Fall waren es großartige Tage hier in Singapur.“

Titelverteidiger The Wave, Muscat tritt in diesem Jahr mit neuen Crewmitgliedern an, darunter die Olympische Goldmedaillengewinnerin Sarah Ayton – eine von fünf Seglerinnen in Singapur. Skipper Leigh McMillan, der die Extreme 40 Klasse in den vergangenen beiden Jahren dominierte, wagte einen Ausblick auf eine Saison, die weitere großartige Wettkämpfe verspricht: „Es ist beeindruckend, dass wir schon die letzten zwei Jahre beobachten konnten, wie hochwertig und wettbewerbsfähig das Feld ist. Wir werden bei den nächsten Events alle Hände voll zu tun haben. Wir sind sehr glücklich mit unserem zweiten Platz hier. Das war ein gelungener Saisonauftakt mit einem tollen Ergebnis.“

Das Schweizer Team Realstone hatte nach dem ersten Tag das Feld noch angeführt. Selbst eine eintägige Rennpause nach einem Zusammenstoß konnte Jerome Clerc und seine Männer nicht davon abhalten, sich mit Platz drei im letzten Rennen wenigstens Platz drei im Gesamtklassement zu sichern. „Dies ist unser bestes Ergebnis, seit wir in der Extreme 40 Klasse dabei sind. Es war nicht gerade leicht, und wir haben in dieser Woche alle möglichen Emotionen durchlebt. Wir hatten dann aber ein sehr starkes Finish. Es hat sich gezeigt, dass wir an den richtigen Stellschrauben drehen, obwohl es natürlich noch viel Raum für Verbesserungen gibt. Unser Glückwunsch geht an Alinghi, die dieses Event dominiert haben.“

Die alte Garde behielt in Singapur zwar noch die Nase vorn. Die neuen Teams setzten diese aber schon kräftig unter Druck. Acht der zwölf Boote am Start konnte an den vier Tagen einzelne Wettfahrten gewinnen. Einigen der Neulinge fehlt es noch an Beständigkeit, alle ließen aber ihr Können zumindest aufblitzen. Der Kampf im Mittelfeld war ausgesprochen hart. Das Groupama Segelteam mit dem Multihull-Spezialisten Franck Cammas als Skipper, der zuletzt 2010 in der Series dabei gewesen war, entriss den erfahrenen Seglern von Red Bull Sailing noch mit vier Punkten Vorsprung Platz fünf. Das Team von Ben Ainslie, J.P. Morgan BAR, bei dem einige der besten britischen Segeltalente an Bord sind, schloss den Wettkampf mit einem Erfolgserlebnis ab. Der Sieg in der letzten Wettfahrt bescherte die doppelte Punktzahl und Platz sieben im Gesamtklassement. Die Plätze acht und neun gingen bei gleicher Punktzahl an zwei Steuermänner, die die Series jeweils schon einmal gewonnen hatten: Der zweifache Champion Paul Campbell-James steuerte Gazprom Team Russia, mit dem Russen Igor Lisovenko als Skipper. Rob Greenhalgh, der die allererste Series gewonnen hatte, stand am Steuer von Oman Air. Zehnter wurde das dänische SAP Extreme Sailing Team.

Die Heimmannschaft Team Aberdeen Singapore, die vom Host Venue Partner Aberdeen Asset Management unterstützt wurde, überzeugte am Sonntag mit einem tollen Comeback nach dem Zusammenstoß mit dem Groupama Sailing Team am Vortag. Sie schaffte es nicht nur, die Rennen wieder aufzunehmen, sondern verbesserte sich sogar noch auf den elften Rang, vor GAC Pindar. Skipper Moloney fasste die Atmosphäre und die Stimmung im Feld so zusammen: „Wir hatten eine eindrucksvolle und spektakuläre Zeit hier in Singapur. Dieser Austragungsort, mit seinem Wind, seinen Böen und all den gefährlichen Situationen, ist wie geschaffen für das Segeln im Stadionformat. Es ist aufregend für die Zuschauer und mit seinen um die hohen Gebäude wehenden Winden wirklich anspruchsvoll für uns Segler. An keinem anderen Ort der Welt ist das Segeln vergleichbar. Für die Segler war es wirklich gnadenlos."

Der Act in Singapur wird als einer der actionreichsten Acts in der achtjährigen Geschichte dieser Stadionrennserie auf Spitzenniveau in Erinnerung belieben. Der nächste Halt ist jetzt Maskat, Oman – in wenig mehr als drei Wochen geht es dort weiter.

Extreme Sailing Series™ 2014, Act 1, Singapur, Gesamtwertung nach Tag 4, 29 Rennen (23.02.14)
Rang / Team / Punkte
1. Alinghi (SUI) Morgan Larson, Stuart Pollard, Pierre-Yves Jorand, Nils Frei, Yves Detrey 217 Punkte. 2. The Wave, Muscat (OMA) Leigh McMillan, Sarah Ayton, Pete Greenhalgh, Kinley Fowler, Nasser Al Mashari 193 Punkte. 3. Realstone (SUI) Jérôme Clerc, Arnaud Psarofaghis, Bruno Barbarin, Thierry Wassem, Sebastien Stephant 178 Punkte. 4. Emirates Team New Zealand (NZL) Dean Barker, Glenn Ashby, James Dagg, Jeremy Lomas, Edwin Delaat 168 Punkte. 5th Groupama sailing team (FRA) Franck Cammas, Sophie de Turckheim, Pierre Leclainche, Thierry Fouchier, Devan Le Bihan 160 Punkte. 6. Red Bull Sailing Team (AUT) Roman Hagara, Hans-Peter Steinacher, Mark Bulkeley, Nick Blackman, Haylee Outteridge 156 Punkte. 7. J.P. Morgan BAR (GBR) Ben Ainslie, Nick Hutton, Paul Goodison, Pippa Wilson, Matt Cornwell 152 Punkte. 8. Gazprom Team Russia (RUS) Igor Lisovenko, Paul Campbell-James, Alister Richardson, Pete Cumming, Aleksey Kulakov 128 Punkte. 9. Oman Air (OMA) Rob Greenhalgh, Tom Johnson, Will Howden, Hashim Al Rashdi, Musab Al Hadi 128 Punkte. 10. SAP Extreme Sailing Team (DEN) Jes Gram-Hansen, Rasmus Køstner, Thierry Douillard, Peter Wibroe, Nicolai Sehested 126 Punkte. 11. Team Aberdeen Singapore (SIN) Nick Moloney, Adam Beashel, Scott Glen Sydney, Tom Dawson, Justin Wong 82 Punkte. 12. GAC Pindar (AUS) Seve Jarvin, Troy Tindill, Ed Smyth, Sam Newton, Alexandra South 59 Punkte.

Act 1, Singapore 2014 - Day 4 - Groupama sailing team Groupama sailing team were back out on the water to race amongst a 12-boat fleet on the final day of racing in Singapore. © Lloyd Images

Act 1, Singapore 2014 - Day 4 - Start The 12-boat Extreme 40 fleet lined up at the start ahead of Singapore's Marina Bay Sands hotel on the final day of racing. © Lloyd Images

Act 1, Singapore 2014 - Day 4 - Alinghi The winning Act crew Alinghi with Yves Detrey, Stuart Pollard, Nils Frei, Pierre Yves-Jorand and acting skipper Morgan Larson. © Lloyd Images

Act 1, Singapore 2014 - Day 4 - Prize giving The official Act 1, Singapore prize giving, with Alinghi taking first position, The Wave, Muscat second and Realstone third. © Lloyd Images

Act 1, Singapore 2014 - Day 4 - Groupama sailing team Groupama sailing team were back in action on the racecourse on the final day in Singapore. © Lloyd Images

Act 1, Singapore 2014 - Day 4 - Fleet The fleet race downwind past Singapore's ArtScience Museum on the final day of racing in Marina Bay. © Lloyd Images

Act 1, Singapore 2014 - Day 4 - GAC Pindar GAC Pindar in action in the Singapore stadium on the final day of racing in Marina Bay. © Lloyd Images

Act 1, Singapore 2014 - Day 4 - Spectators An estimated 30,000 spectators took to Marina Bay to watch the Extreme 40s in action for Act 1, Singapore. © Lloyd Images

Act 1, Singapore 2014 - Day 4 - Franck Cammas Franck Cammas receives a warm welcome by fans in Marina Bay, Singapore. © Lloyd Images

Act 1, Singapore 2014 - Day 4 - Red Bull Sailing Team Red Bull Sailing Team fly a hull in the Singapore stadium during the final day. © Lloyd Images

Act 1, Singapore 2014 - Day 4 - J.P. Morgan BAR J.P. Morgan BAR charge across the racecourse in Singapore on the final day. © Lloyd Images

Act 1, Singapore 2014 - Day 4 - Alinghi Act winners Alinghi in action on the final day of racing in Singapore. © Lloyd Images

Act 1, Singapore 2014 - Day 4 - Alinghi Act winners Alinghi fly a hull past Singapore's Art Science Museum on the final day of racing. © Lloyd Images

Act 1, Singapore 2014 - Day 4 - Fleet The Extreme 40 fleet on race day four, in Singapore. © Lloyd Images

Act 1, Singapore 2014 - Day 4 - Emirates Team New Zealand Emirates Team New Zealand narrowly missed out on the podium, in the final race of the day © Lloyd Images

Act 1, Singapore 2014 - Day 4 - The Wave, Muscat Reigning champions The Wave, Muscat took second place in second, in a battle that went down to the wire © Lloyd Images

Act 1, Singapore 2014 - Day 4 - Realstone & The Wave, Muscat The Wave, Muscat & Realstone took one-two respectively at the opening Act in Singapore © Lloyd Images

Act 1, Singapore 2014 - Day 4 - Spectators Red Bull Sailing Team race past local fans watching the racing from the shore. © Mark Teo for Red Bull Content Pool


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