Tagesberichte siehe Menu unten
14/12/14
Alinghi gewinnt Act in Sydney und triumphiert in der Gesamtwertung 2014
- Alinghi gewinnt Act 8 in Sydney presented by Land Rover und sichert sich damit nach insgesamt 231 Rennen in diesem Jahr auch den Sieg in der Gesamtwertung der Extreme Sailing Series™ 2014. Sieh dir hier in 90 Sekunden die Höhepunkte aus Sydney an.
- The Wave, Muscat wird Zweiter; Realteam mit Platz drei in Sydney und in der Saisonwertung
- GAC Pindar kentert nach einer Kollision mit Realteam – hier noch einmal zu sehen.
- Nicht verpassen: Sieh dir die extrem spannenden Rennen von heute noch einmal an!
- In wenig mehr als sieben Wochen, am 5. Februa. beginnt die Welttour 2015 in Singapur. Wieder wird ein internationales Spitzen-Feld an den Start gehen!
Ernesto Bertarellis Schweizer Team Alinghi hat es geschafft: Bei Act 8 in Sydney presented by Land Rover sicherten Skipper Morgan Larson und seine Mannschaft sich am Sonntag den Sieg – und holten damit auch den Gesamtsieg der 2014 Extreme Sailing Series™. Larsons äußerte sich überwältigt: „Wir hatten eine großartige Saison mit eine großartigen Team. Am letzten Tag der Saison den Sieg bei Act 8 zu holen und damit zugleich den Sieg in der Gesamtwertung ist ein sehr spezielles Erlebnis. Es wird etwas dauern, bis wir wirklich begreifen, was wir geleistet haben. Die Bedingungen in Sydney waren hervorragend, es ist das beste Segelrevier der Welt. Wir haben großes Vertrauen in unser Boot, und ich habe das Gefühl, dass ich mit diesen Jungs einfach alles gewinnen kann. So gut habe ich mich das ganze Jahr über noch nicht gefühlt, und wahrscheinlich in meiner ganzen Karriere noch nicht. Dieses Gefühl werde ich jetzt auskosten.“
15 Knoten Wind und der berühmten blaue Himmel Australiens bildeten am Sonntag den Rahmen für einen herausragenden letzten Renntag. Tausende Zuschauer genossen die Wettfahrten und wurden Zeugen, als GAC Pindar in Rennen sechs kenterte. Bei einer Kollision mit Realteam waren zuvor die Ruderblätter beschädigt worden, sodass die Mannschaft die Kontrolle über ihre Extreme 40 verlor.
Alinghis Morgan Larson, Stuart Pollard, Pierre-Yves Jorand, Nils Frei und Anna Tunnicliffe waren als Favoriten für den Gesamtsieg in den letzten Act des Jahres gegangen. Zuvor hatte das Team schon vier Acts für sich entschieden und war nie schlechter als Dritter gewesen. In Sydney konnten das Team also auf Nummer sicher gehen und musste lediglich Platz sechs oder besser erreichen. Angesichts der komfortablen Führung von Alinghi in der Gesamtwertung, wollten Leigh McMillan und seine Mannschaft von The Wave, Muscat zumindest den letzten Act gewinnen. Sie ließen von Anfang an die Muskeln spielen und gaben alles. Dank ihrer guten Vorstellung am letzten Tag war die Mannschaft schon ganz nah dran am Act-Erfolg. Doch in der letzten Wettfahrt, bei der die doppelte Anzahl Punkte zu holen war, lief es für den zweimaligen Series-Gesamtsieger McMillan nicht mehr rund: „Es hat nicht so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt hatten. Trotzdem war es eine tolle Saison und eine großartige Leistung der Mannschaft an Bord, des Shore Teams, unseres Coachs und aller Beteiligter. Es war nicht einfach in diesem Jahr, wir mussten uns manchmal sehr strecken, und letztendlich war Alinghi einfach besser. Die segeln einfach gnadenlos und zudem sehr konstant. Wir haben uns auf dieses Event konzentriert, und es war fantastisch. Es ist großartig, hier dabei zu sein, und viele der besten Jungs in dieser Sportart zu besiegen. Wir werden im kommenden Jahr zurückkommen und alles für den Sieg geben. Alinghi hat es dieses Jahr geschafft, im kommenden wollen wir dran sein.“
Das Schweizer Realteam unterstrich in seinem zweiten Jahr auf dem Circuit, dass mit ihm absolut zu rechnen ist. Am Sonntag lieferte es sich in Sydney eine heiße Schlacht um Platz drei mit J.P. Morgan BAR und Oman Sail. Jerome Clerc und seine Mannschaft gelten eigentlich als Leichtwind-Experten, bewiesen aber mit vier Wettfahrtsiegen und konstant guten Ergebnissen in Sydney, dass sie noch viel mehr draufhaben. Platz drei in Sydney und auch in der Saisonwertung waren die verdiente Belohnung. Clerc sagte: „Es war für uns eine unglaubliche Saison. Was wir in diesem Jahr geschafft haben, ist gigantisch. Wir gehören immer noch zu den Neulingen in dieser Rennserie, und unser Ergebnis beweist, was für ein außergewöhnliches Jahr wir hatten. Hier in Sydney zu segeln, war einfach großartig. Die Bedingungen waren perfekt, und hier auf dem Siegertreppchen zu stehen, ist eine Belohnung für all die harte Arbeit.“
Der australische Quereinsteiger Tom Slingsby war am Sonntag mit Oman Air einfach nicht zu stoppen und wirkte, als sei er schon seit Jahren in dieser Rennserie dabei. Mit seinem Team Oman Air sammelte er am Sonntag 70 von 90 möglichen Punkten und war laut SAP sailing analytics mit der schnellsten Durchschnittsgeschwindigkeit aller Boote auf dem Wasser unterwegs, was schließlich mit Platz vier bei diesem Act belohnt wurde. Seine Leistung sorgte unter den etablierten Teilnehmern für einiges Aufsehen und wurde vom australischen Publikum natürlich am lautesten bejubelt.
Für Slingsbys Landsmann Nathan Wilmot und GAC Pindar hingegen war die Regatta am Sonntag nach einer Kollision mit Realteam vorzeitig beendet. Der Australier hatte sich bei dem Versuch verrechnet, vor dem Schweizer Boot den Kurs zu kreuzen. Beide Ruderblätter wurden dabei beschädigt. Die Mannschaft konnte nicht mehr steuern, verlor die Kontrolle über ihr Boot und kenterte schließlich. Wilmot, der 2008 im 470er eine olympische Goldmedaille gewonnen hatte, äußerte sich anschließend sehr enttäuscht über den verkürzten Renntag: „Wir wurden voll getroffen. Der Schlag war so hart, dass es Teile der Ruder abriss. Die Kenterung war dann die Folge. Niemand ist verletzt, und wir hoffen, dass das Rigg heilgeblieben ist. Das war natürlich ein enttäuschender Abschluss heute, aber hier im Sydney Harbour zu segeln und von unseren Fans angefeuert zu werden, war toll.“
Sydney komplettierte für 2014 die Liste beeindruckender, weltberühmter Austragungsorte, zu denen im Rahmen der diesjährigen spektakulären Welttour Singapur, Maskat (Oman), Qingdao (China), Sankt Petersburg (Russland), Cardiff (Vereinigtes Königreich), Istanbul (Türkei) und Nizza an der französischen Cote d’Azur gehörten. Elf internationale Spitzenteams haben sich in einer der bislang am härtesten umkämpften Ausgabe der Series einen äußerst spannende Wettkampf geliefert. Fünf von ihnen haben es im Laufe der Saison mindestens einmal aufs Siegertreppchen geschafft.
Die achte Saison der Extreme Sailing Series ist damit nach 231 Wettfahrten beendet. In wenig mehr als sieben Wochen beginnt schon die Welttour 2015 in Singapur – dem ersten von acht Austragungsorten dieser innovativen Rennserie im Stadion-Format, die von Jahr zu Jahr immer besser wird.
Extreme Sailing Series™, Act 8 in Sydney presented by Land Rover, Wertung nach Tag 4, 26 Rennen (14.12.14)
Rang / Team / Punkte
1. Alinghi (SUI) Morgan Larson, Stuart Pollard, Pierre-Yves Jorand, Nils Frei, Yves Detrey 189 Punkte.
2. The Wave, Muscat (OMA) Leigh McMillan, Sarah Ayton, Pete Greenhalgh, Ed Smyth, Nasser Al Mashari 177 Punkte.
3. Realteam by Realstone (SUI) Jérôme Clerc, Arnaud Psarofaghis, Bruno Barbarin, Bryan Mettraux, Thierry Wasem 168 Punkte.
4. Oman Air (OMA) Tom Slingsby, Ted Hackney, Kyle Langford, Joey Newton, Ali Al Balashi 157 Punkte.
5. J.P. Morgan BAR (GBR) Ben Ainslie, Nick Hutton, Paul Campbell-James, Bleddyn Mon, Matt Cornwell 156 Punkte.
6. Red Bull Sailing Team (AUT) Roman Hagara, Hans Peter Steinacher, Mark Bulkeley, Shaun Mason, Stewart Dodson 151 Punkte.
7. SAP Extreme Sailing Team (DEN) Jes Gram-Hansen, Rasmus Køstner, Thierry Douillard, Christian Kamp, Brad Farrand 145 Punkte.
8. Gazprom Team Russia (RUS) Igor Lisovenko, Phil Robertson, Garth Ellingham, Pete Cumming, Aleksey Kulakov 143 Punkte.
9. Groupama sailing team (FRA) Franck Cammas, Tanguy Cariou, Romain Motteau, Thierry Fouchier, Hervé Cunningham 124 Punkte.
10. GAC Pindar (AUS) Nathan Wilmot, Seve Jarvin, Matt Mitchell, Tyson Lamond, James Wierzbowski 90 Punkte.
Extreme Sailing Series™, Gesamtwertung 2014
Rang / Team / Punkte
1. Alinghi (SUI) 85 Punkte.
2. The Wave, Muscat (OMA) 75 Punkte.
3. Realteam by Realstone (SUI) 61 Punkte.
4. Emirates Team New Zealand (NZL) 49 Punkte.
5. J.P. Morgan BAR (GBR) 49 Punkte.
6. Red Bull Sailing Team (AUT) 40 Punkte.
7. Oman Air (OMA) 38 Punkte.
8th SAP Extreme Sailing Team (DEN) 36 Punkte.
9. Gazprom Team Russia (RUS) 30 Punkte.
10. Groupama sailing team (FRA) 26 Punkte.
11. GAC Pindar (AUS) 13 Punkte.
Photos
GAC Pindar capsized their Extreme 40 in race 24 on their home waters in Sydney, Australia.
© Lloyd Images
|