Kieler Woche 2014

21. bis 29. Juni 2014
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25.06.2014
Fünfmal Gold für Deutschland – Buhl schafft den Hattrick

Starker Endspurt der deutschen Segel-Nationalmannschaft. Nachdem die ersten fünf Goldmedaillen der Kieler Woche an die internationale Konkurrenz gingen, schlug die deutsche Flotte im 470er Frauen, 49er und Laser zu. Dazu kamen die zwei Goldmedaillen in den paralympischen Klassen.

Im Laser gelang Philipp Buhl (Sonthofen) der Hattrick, im 49er ließen Erik Heil/Thomas Plössel (Kiel) einem dritten (2012) und zweiten Platz (2013) den Sieg 2014 folgen. Im 470er sicherten sich Annina Wagner/Elisabeth Panuschka (Berlin) im Finale den Gesamtsieg. Den Führenden in den paralympischen Klassen 2.4mR und Sonar und Silbermedaillengewinnern von London, Heiko Kröger und Jens Kroker/Robert Prem/Siggi Mainka, war der Kieler-Woche-Sieg schon vor dem letzten Tag kaum zu nehmen. In den ersten fünf Entscheidungen des Tages zuvor gingen die Goldmedaillen nach Estland, Griechenland, Italien, Spanien und Weißrussland, dann kam die starke Phase der deutschen Segler/innen.

Mit dem zweiten Rang im Medal Race sicherte sich Philipp Buhl die Goldmedaille. „Es war schon ein ruhigeres Rennen, ohne viel zu hängen“, so Buhl zur Schwachwindregatta, die der Italiener Alessio Spadoni für sich entschied. „Ich hatte mir den Hattrick vorgenommen und auch geschafft“, strahlte der Sonthofener Lasersegler. Hinter dem Esten Karl-Martin Rammo verteidigte Tobias Schadewaldt den dritten Platz.

Im 470 lieferten sich die Berlinerinnen Annina Wagner/Elisabeth Panuschka mit den bis zum Finale Führenden Lara Vadlau/Jolanta Ogar (Österreich) ein spannendes Bug-an-Bug-Rennen, mit dem glücklicheren Ende für die Deutschen. Bronze geht an die bayerische Crew Nadine Böhm/Ann-Christin Goliaß. Fast parallel kröhnten Heil/Plößel ihre gute Leistung mit dem ersten Kieler-Woche-Sieg. „Es war unser angesagtes Ziel nach den Plätzen drei und zwei die Serie fortzusetzen“, so Heil. Die Briten David Evans/Ed Powys gewannen Silber vor Jacopo Plazzi/Umberto Molineris (Italien).

Im Laser Radial verpasste die bis dahin führende Lisa Fasselt (Essen) den Sieg durch ein verpatztes Final-Rennen. Der letzte Platz im Finale hieß für die 25-Jährige in der Gesamtwertung Rang zwei. Die Weißrussin Tatiana Drozdovskaya sichert sich mit dem Sieg im Medal Race den Gesamtsieg (12 Punkte) vor Fasselt (30 Punkte) und Pauline Liebig aus dem Audi Sailing Team Germany sicherte sich die Bronzemedaille in Kiel (31 Punkte).

Im Nacra 17 entrissen die Italiener Vittorio Bissaro/Silvia Sicouri (20 Punkte) mit dem Sieg im Finale den bis dahin führenden Dänen Allan Noerregard/Line Just (25) die Goldmedaille. Rang drei verteidigten Lorenzo Bressani/Giovanna Micol (Italien/29) mit dem dritten Platz im doppelt gewerteten Medal Race. Paul Kohlhoff/Carolina Werner (Kiel) wurden mit Rang acht im Finale Gesamt-Siebenter.

Extrem eng ging es im Finn zu. Der Este Deniss Karpak sicherte sich mit dem Sieg im Medal Race die Goldmedaille. Punktgleich (20 Punkte) folgt der Schwede Björn Allasson auf Rang zwei. Die beiden lieferten sich ein spannendes Finale, das doppelt gewertet wird. Die Bronzemedaille geht nach Italien an Giorgio Poggi (26 Punkte). Phillip Kasüske (VSaW Berlin) hatte als bestplatzierter deutscher Finnsegler mit Platz elf das Medal Race der Topten knapp verpasst.

Im 49er FX setzten sich die Spanierinnen Tamara Echegayen/Berta Betanzos gegen die Däninen Jena Hansen/Katja Salskov-Iversen durch. Die Vorjahres-Vierten Victoria Jurczok/Anika Lorenz (Kiel) sicherten sich Bronze. Die Skiffs segeln je drei Medal Races, in denen sich Leonie Meyer/Elena Stoffers (Osnabrück/Kiel) mit den Plätzen 1,8,2 auf Rang sechs schoben. Die Vorjahressiegerinnen der Kieler Woche, Tina Lutz/Susann Beucke rutschten auf Platz acht ab.

Im 470er ließen sich die Griechen Panagiotis Mantis/Pavlos Kagialis Gold nicht mehr entreißen. Doch die Berliner Jasper Wagner/Dustin Baldewein schoben sich mit einem Sieg im Medal Race noch auf Rang zwei vor und verwiesen damit den viermaligen Weltmeister und Olympiasieger Mathew Belcher mit Vorschoter Will Ryan auf den Bronze-Platz. Die weiteren deutschen Crews im Finale der besten Zehn belegten Rang fünf (Ferdinand Gerz/Oliver Szymanski) und acht (Julian und Philipp Autenrieth).

Ab morgen starten die internationalen Klassen, die bis Sonntag um die Kieler-Woche-Siege kämpfen.

Im Laser ließ sich Philipp Buhl Gold nicht mehr entreißen Foto: Kieler Woche / www.segel-bilder.de

Seebahnen, 21. – 28. Juni: 21. – 22. Juni: Welcome Race*: (ORC-Club I –III, ORC-Int. I-III, Albin Ballad, X-79, Multihull) 21. – 24. Juni: Kiel-Cup Foxtrott (Melges 24, J/70, Platu 25, J/80, SB 20, Albin Express) 23. – 25. Juni: Kiel-Cup Alpha (ORC-Int. I-III)* 26. – 27. Juni: Silbernes Band (ORC-Club I-III) 28. Juni: Senatspreis (ORC-Club I-III) * IDM Seesegeln, 21. – 25. Juni: IDM Seesegeln ORC-Int. I-III

Hermann Hell

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