Star Sailors League 2014

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Nassau (Bahamas), 07-11-2014
Griechen Papathanasiou und Tsotras starten erstmals
bei den Star Sailors League Finals in Nassau

Auch Griechenland wird bei den 2014 Star Sailors League Finals vertreten sein, die vom 2. bis 7. Dezember im Nassau Yacht Club auf den Bahamas ausgetragen werden. Ähnlich wie die Karibik-Inseln ist auch Griechenland eines der schönsten und bekanntesten Wassersport- und Segelreviere der Welt. Dieses Land mit seiner einzigartigen Inselwelt lebt am und vom Meer. Der von der Kultur und Geschichte lebende Griechenland-Tourismus zeichnet für ein Fünftel des Bruttosozialprodukts verantwortlich. Und das Land hat natürlich profilierte Segler wie Emilios Papathanasiou und Antonis Tsotras hervorgebracht.

Der griechische Skipper, der in der SSL-Rangliste derzeit Platz elf innehat, hat an fünf Olympischen Spielen teilgenommen. Viermal startete er dort im Finn und holte als bestes Ergebnis Platz fünf in Athen. In der gleichen Klasse wurde er dreimal Vizeweltmeister und einmal Europameister. Im Starboot nahm er an Olympia 2012 von London teil. In diesem Zweimannboot triumphierte er mehrfach bei Distrikts-Meisterschaften und gewann mit einer Reihe guter Ergebnisse viele Ranglistenpunkte. Dazu zählte sein zweiter Platz in der Eastern Hemisphere Championship, sein sechster Platz bei den Europameisterschaften und Rang sieben bei der Weltmeisterschaft in diesem Jahr.

Antonis Tsotras (Ranglistenplatz acht der Vorschoter) berichtet über das gemeinsame Engagement im Starboot seit die Star Sailors League begann. Dank ihre großen Einsatzes und gemeinsam erzielter Fortschritte konnten sich die beiden als eine der Top-Zwölf-Mannschaften direkt für die Finals auf den Bahamas qualifizieren:
„Nach den Olympischen Spielen von London 2012 hatten wir uns beide für anderthalb Jahre aus dem Starboot verabschiedet. Emilios konzentrierte sich auf sein Unternehmen und ich fokussierte mich auf den Abschluss meines Studiums der Wirtschaftswissenschaften an der Universität von Piräus. Ende 2013 entschlossen wir uns dann, in die internationale Szene zurückzukehren und die SSL Finals auf den Bahamas anzustreben. Bei der Weihnachtsregatta in Nizza holten wir dann schon die Silbermedaille, obwohl wir zuvor nur wenig trainieren konnten. Nach dieser Veranstaltung trainierten wir im Winter beide viel im Finn, denn wir fahren unser Kampagne zweigleisig mit dem Starboot und dem Finn. Außerdem nahmen wir an einigen Drachen- und Dickschiff-Regatten teil.

Ab Mai bereiteten wir uns dann auf einen großartigen Sommer in der Starbootklasse vor. Erste Station war der Balaton, wo es um die Europameisterschaften ging. Wir wurden dort Fünfte. Das hat uns ein bisschen frustriert, aber andererseits konnten wir viele wichtige Punkte sammeln. Danach ging es weiter zur WM in Malcesine, wo wir unser Punktekonto weiter aufbessern wollten. Nach einer soliden Leistung wurden wir dort gegen einige der besten Starbootsegler überhaupt Siebte und schrammten dabei an einer Medaille nur knapp vorbei. Wir konnten unsere seglerische Leistung dadurch jedenfalls weiter steigern. Unsere Bestform erreichten wir bei der Brunnen Urnersee Star Trophy, wo wir Gold gewannen, und bei der Eastern Hemisphere Championship, wo wir auf den zweiten Platz segelten. Insgesamt sind wir zwar nur wenige Regatten gesegelt, konnten uns aber wegen konstant guter Ergebnisse unter den Top Sieben in der SSL-Rangliste unter den zwölf besten Teams etablieren. Damit hatten wir unser großes Ziel erreicht und waren für das größte Event des Jahres qualifiziert.

Zu dieser Gruppe talentierter und berühmter Segler dazuzugehören, ist für uns eine große Ehre. Aber diesmal wollen wir nicht nur dabei sein. Wir sollten ehrlich sein! Jeder will diese Regatta prägen und gewinnen. Einige Konkurrenten kennen das wunderschöne Revier der Bahamas besser als wir, und das ist sicherlich ein Vorteil für sie. Aber wir befinden uns in einem Prozess, dieses Revier besser zu verstehen. Wir analysieren so viel es nur geht. Wir werden uns auf unsere Stärken konzentrieren, zum Beispiel die Starts und die Vorwindkurse. Ein Vorteil des innovativen SSL-Reglements für uns könnte sein, dass das Pumpen durchgängig erlaubt ist. Als Finn-Segler sollte uns das in die Karten spielen.

Aber der größte Vorteil aus meiner Sicht ist das einzigartig hohe Niveau der Star Sailors League Finals. Das gibt es nicht einmal bei Olympia. Uns spornt es sehr stark an, gegen die besten der Welt zu segeln. Das ist eine Gelegenheit, die sich nicht jeden Tag bietet. Wir werden alles tun, um unsere Konkurrenten unglücklich zu machen. Wir werden sehr enge Rennen erleben und einen großartigen Kampf bis zum großen Finale. Wir hoffen, dass die Liga in den kommenden Jahren weiter wächst, inklusive der Gran Slams!“


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