05.07.2015
Ergebnis Schweizermeisterschaft der Lacustre Langenargen
Stephan Frank, Presse Lacustre Bodensee 0049-171-223 21 84
Hitzeschlacht am Bodensee
Die ULTRAMARIN – Internationale Lacustre Schweizermeisterschaft brachte
die Beteiligten an ihre Grenze. Die extreme Hitze mit weit über 30 Grad
belastete die 40 angetretenen Mannschaften kräftig. Insgesamt konnte
Wettfahrtleiter Rudi Magg vom Yacht Club Langenargen sechs Wettfahrten
durchbringen, fünf von ihnen in hitzebedingter Flaute, bei der letzten
brachte der Ausläufer eines Gewitters mittleren Wind. Internationaler
Schweizermeister wurde Markus Bilgeri vom Yachtclub Hard mit Hans Jörg
Grutsch und Markus Schobel. Bilgeri hatte seine ‚tesoro mio‘ erst zwei
Tage vor dem ersten Startschuss eingewassert. „Es ist unglaublich,“
jubelte der Sieger. „Seit 30 Jahren segle ich auf dem Lacustre. Zuerst
als Vorschoter bei Erich Buck. Und jetzt hat es endlich auch als
Steuermann geklappt.“
Auf dem zweiten Platz landeten die Titelverteidiger Jan und Piet Eckert
mit Hans-Peter Kistler vom Zürcher Segel Club. Dritter wurde
Lokalfavorit Erich Buck vom Yacht Club Langenargen.
„Es war eine wunderschöne Schweizermeisterschaft“, fasste
Klassenpräsident Thomas von Gunten die vom 1. – 5. Juli ausgeschriebene
Wettfahrtserie zusammen. Auch wenn uns alle die Hitze sehr geschlaucht
hat. Das Warten auf den Wind in praller Sonne war nicht einfach.“ Das
sah auch Michael Nöltge so, der die ULTRAMARIN – Internationale Lacustre
Schweizermeisterschaft zusammen mit dem Patronatsverein SC Rietli
organisiert hatte. „Aber dafür, dass es so heiß wurde, haben das die
Segler und die Regattahelfer erstaunlich gut überstanden.“
Unter den Extrembedingungen brachte Wettfahrtleiter Rudi Magg insgesamt
sechs Wettfahrten über die Bahn. „Am Donnerstag ging nur eine, aber am
Freitag konnte ich fünf starten. Ich habe mir schon gedacht, dass es am
Samstag wieder zu flau zum segeln würde.“ Vor allem am zweiten
Wettfahrttag starteten die Lacustre-Steuerleute ausgesprochen nervös.
Immer wieder wurde an der Startlinie gedrängelt, Wettfahrtleiter Rudi
Magg zog mehrfach die schwarze Flagge, im vierten Lauf wurden gleich elf
Frühstarter erkannt und disqualifiziert.
Nach den am Freitagabend beendeten Regatten wurde am Samstag die
Steuermannbesprechung erneut auf sieben Uhr morgens angesetzt. Die
Mannschaft hatte aber Ruhe - es herrschte Flaute, die bis zum späten
Nachmittag auch nicht einen Hauch Wind bringen sollte.
„Aber das macht nichts,“ meinte der langjährige Lacustre-Segler Günter
Reisacher. „Dafür habe ich so viel gebadet wie noch nie in meinem Leben.
Das hast du eigentlich nur im Wasser ausgehalten.
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