GC32 Sailing Cup Kiel

Kiel - 30. Juli bis 2. August
www.sailing-cup-kiel.de - www.gc32racing.com - Übersicht

31. Juli 2015
15.000 sahen „Alinghi“ fliegen und siegen
„Spindrift“ Zweiter hauchdünn vor „Sultanat von Oman“

KIEL. 15.000 begeisterte Zuschauer erlebten am Freitag (31. Juli) einen wahren Segelleckerbissen auf der Kieler Innenförde. Die fünf „fliegenden“ Katamarane der Bullitt GC32 Racing Tour boten beim dritten Saisonevent Spitzensport mit acht hochspannenden Rennen und zahlreichen Führungswechseln. Doch im Ziel überragte ein Team: Die Schweizer „Alinghi“ unter Skipper Morgan Larson (USA) gewann sechs Wettfahrten und führt den GC32 Sailing Cup Kiel zur Halbzeit mit elf Punkten vor der „Spindrift“ von Yann Guichard (Frankreich/23) und Leigh McMillans „Sultanat von Oman“ (23) an.

„Die Taktik war ausschlaggebend“, erklärte Larson seine Siegsträhne, „meine ganze Mannschaft ist taktisch versiert und hält alle Augen offen.“ Auch während der zahlreichen, kräftezehrenden Manöver auf der engen Regattabahn habe immer einer den Überblick, wo der nächste Böenstrich einfällt. Oft vergingen zwischen zwei Wenden oder Halsen nur wenige Sekunden, bis die zehn Meter langen Katamarane mit Tragflächen, den sogenannten Foils, wieder die Fahrtrichtung wechselten, um im nächsten Moment erneut die Tonnen zu runden. Die fachkundigen Kommentatoren auf einem Brückenkopf erklärten den Ablauf präzise.

Auf den Vorwindstrecken Richtung Ostufer der Kieler Förde hoben die Rennmaschinen auf ihren L-förmigen Flügeln immer wieder ab und erreichten atemberaubende Geschwindigkeiten. „Für wenige hundert Meter hat es zum Foilen gereicht, aber das war manches Mal entscheidend“, berichtete McMillan, der mit seiner Leistung allerdings weniger zufrieden war. Als Gesamtführender der GC32 Racing Tour habe er höhere Ansprüche als im Mittelfeld. Allerdings vermisst der Skipper seinen Trimmer und Mitdenker Pete Greenhalgh, der erkrankt aussteigen musste.
Der Renntag begann bereits mit zwei Mittagsläufen, bei denen „Alinghi“ die ersten beiden Ausrufezeichen setzte. Selten war es ein Start-Ziel-Sieg, sondern mehr als eine Aufholjagd mit dem besseren Ende für die Eidgenossen, die unter gleichem Namen 2003 und 2007 den berühmten America’s Cup gewannen. „Wir hatten schon einen richtig guten Lauf“, so der immer ehrgeizige Morgan Larson, „aber es gibt auch bei uns noch Einiges zu verbessern.“

„Alinghi“ hatte am Vortag bei starken bis stürmischen Böen für die Schrecksekunde der gesamten Veranstaltung gesorgt und war kurz vorm Ufer beim Anluven überraschend gekentert. Das scheint die Crew wachgerüttelt zu haben, denn das Fördewasser ist nur noch 16 Grad warm. Umso mehr freuen sich die Aktiven, dass für das Wochenende Temperaturen von mehr als 20 Grad vorhergesagt sind. An beiden Sommertagen sollen von 11 bis 13 Uhr und von 14.45 bis 17.30 Uhr weitere Rennen gesegelt werden.
Weitere Informationen sind auf der Kieler Eventwebsite unter www.sailing-cup-kiel.de und der internationalen für die gesamte Tour unter www.gc32racing.com zu finden.

Zwischenstand des GC32 Sailing Cup Kiel
1. Alinghi (Schweiz) 11 Punkte 2. Spindrift (Frankreich) 23 3. Sultanat von Oman 24 4. ENGIE (Frankreich) 28 5. Armin Strom (Schweiz) 35

Weitere Informationen Andreas Kling
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