Freitag, 31. Juli 2015
„Sultanat von Oman“ im Zweikampf um Rang 2 in Kiel
Gesamtführende der Bullitt GC32 Racing Tour, „Sultanat von Oman“, ist nach dem ersten Renntag in Kiel Dritter knapp hinter der „Spindrift“. „Alinghi“ führt überlegen.
© Sander van der Borch
Die ersten achten Wettfahrten beim dritten von fünf Events zur Bullitt GC32 Racing Tour 2015 begeisterten am Freitag (31. Juli) rund 15.000 Zuschauer in Kiel. Der Spitzenreiter der Gesamtwertung, die „Sultanat von Oman“ unter ihrem britischen Skipper Leigh McMillan, kam mit den wechselhaften Bedingungen auf der Innenförde nicht optimal zurecht, beendete den ersten Wettfahrttag aber dennoch auf dem dritten Rang, nur einen Punkt hinter der „Spindrift“ des französischen Skippers Yann Guichard. Team des Tages war die Schweizer Alinghi mit sechs von acht möglichen Tagessiegen.
„Die enge Regattabahn war eine große Herausforderung für alle fünf Teams“, sagte McMillan zurück an Land. Der westliche Wind schwankte zwischen Stärke zwei und gut fünf Beaufort in den Böen. Hinzu kamen Winddrehungen von bis zu 30 Grad, die eine hohe Flexibilität und schnelle Reaktionen bei den taktischen Entscheidungen verlangten. „Oft war es eine Frage von wenigen Sekunden, ob du vorne mitfährst, oder das Feld von hinten aufrollen musst“, so der Skipper.
Der Steuermann vermisste vor allem seinen langjährigen Weggefährten Pete Greenhalgh schmerzlich. Der Segeltrimmer und Mitdenker ist kurzfristig erkrankt und wird beim Event in Kiel von Paul Campell-James ersetzt, der extra aus England eingeflogen wurde. „Paul ist ein Profi, der in jedes Team passt“, so Leigh McMillan, „aber die Routine in allen Abläufen, die ich und wir mit Pete haben, kann niemand von einen auf den anderen Tag ersetzen“, erklärte Leigh McMillan.
Etliche Mittelplätze und nur zwei Zweite waren weit unter den eigenen Erwartungen. In der letzten Tageswettfahrt verlor die „Sultanat von Oman“ nicht nur den Kampf um den letzten Tagessieg gegen die „Spindrift“, sondern auch um den zweiten Rang im Zwischenklassement. „Aber morgen ist ein neuer Tag, und da wollen und werden wir wieder angreifen“, versprach der Skipper. Vorhergesagt sind leichtere Winde – zumindest taktisch nicht minder herausfordernd.
Zwischenstand des GC32 Sailing Cup Kiel
Alinghi (Schweiz) - 11 Punkte
Spindrift (Frankreich) - 23
Sultanat von Oman - 24
ENGIE (Frankreich) - 28
Armin Strom (Schweiz) - 35
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