Sonntag, 2. August 2015
„Sultanat von Oman“ verteidigt Führung in der Bullitt GC32 Racing Tour als Tagesbeste und Gesamtdritte in Kiel
Das Top-Team der fünfteiligen Regattaserie glänzte am Schlusstag vor rekordverdächtiger Kulisse mit drei Podiumsplätzen und wurde 20 Punkte hinter dem Schweizer Sieger „Alinghi“ Gesamtdritter des GC32 Sailing Cup Kiel.
Sehr leichte und stark drehende Winde auf der Kieler Innenförde machten am Finaltag des dritten Acts der Bullitt GC32 Racing Tour allen fünf Segelteams zu schaffen. Die Gesamtführende der fünfteiligen Regattaserie, „Sultanat von Oman“ unter ihrem britischen Skipper Leigh McMillan, kam mit den trickreichen Bedingungen am besten zurecht, und schloss die 17 Rennen insgesamt mit einen glorreichen Tagessieg ab. Das sicherte nach dem Auftakttriumpf am Traunsee in Österreich und Platz zwei in Cowes/Südengland „Bronze“ in Kiel und einen knappen Vorsprung von einem Punkt vor „Alinghi“ mit Morgan Larson am Steuer.
„Das war ein versöhnlicher Abschluss für uns“, sagte McMillan, der kurz vor Beginn des Events in letzter Minute seinen Segeltrimmer und Taktiker Pete Greenhalgh krankheitsbedingt ersetzen musste. An Bord kam Landsmann Paul Campbell James, der schon in England für ihn selbst eingesprungen war, als sich der Steuermann eine Hand gebrochen hatte. „Wir haben uns von dem Crewwechsel nicht auf dem Konzept bringen lassen und sind die Herausforderungen von Tag zu Tag angegangen“, so McMillan.
Der Skipper hätte gerne noch ein paar mehr Rennen absolviert, doch die leichte Sommerbrise ließ am Ende in Kiel nur noch drei Wettfahrten zu. Leigh McMillan: „Der Abstand zu Rang zwei war ohnehin schon recht groß. Aber wir sind froh, die Regatta immerhin auf einem Hoch beendet zu haben. Das war ein Verdienst des gesamten Teams in neuer Besetzung. Die Kommunikation klappte viel besser als zuvor. So haben wir die guten Starts auch mal über den Parcours ins Ziel gebracht.“
Das gesamte Teilnehmerfeld war von den Zuschauermassen an der Kieler Innenförde schlicht überwältigt. „Die Menschen haben uns Szenenapplaus gespendet“, berichtete Nasser Al Mashari, Vorschiffsmann auf der „Sultanat von Oman“, „das hat uns zusätzlich motiviert. Ein wirklich großartiges Publikum.“ Das freute das Team der Kampagne Oman Sail besonders, denn Deutschland ist der zweitwichtigste Markt für den Tourismus des Sultanats. „Die Unterstützung war spürbar“, so Nasser Al Mashari, „wir hätten den Kielerinnen und Kielern gerne noch den einen oder anderen Sieg gezeigt.“ Unterm Strich sei er mit dem dritten Platz auf dem Podium, der Leigh McMillan & Co. eine Trophäe sicherte, durchaus zufrieden.
Nach dem Sieg beim fünften Akt der Extreme Sailing Series in Hamburg eine Woche zuvor bleibt der Mannschaft aus dem Sultanat von Oman wenig Zeit zum Ausruhen. Zunächst geht es mit dem Extreme 40 „The Wave, Muscat“ im russischen St. Petersburg weiter, ehe ab 27. August der vierte Event der Bullitt GC32 Racing Tour in der italienischen Hauptstadt Rom ansteht.
Endstand des GC32 Sailing Cup Kiel
Alinghi (Schweiz) - 32 Punkte
Spindrift (Frankreich) - 46
Sultanat von Oman - 52
ENGIE (Frankreich) - 62
Armin Strom (Schweiz) - 65
Zwischenstand der GC32 Racing Tour 2015
Sultanat von Oman - 6 Punkte
Alinghi (Schweiz) - 7
Spindrift (Frankreich) - 10
Armin Strom (Schweiz) - 11
ENGIE (Frankreich) - 12
|