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Kieler Woche 2015
Kiel, 20.-28.Juni 2015
www.kielerwoche.de- Übersicht
22.06.2015
Großleinwände, Top-Segler und Partystimmung
Mit Segelsport auf der Großleinwand, einem Großaufgebot an deutschen Top-Seglern auf dem Wasser und Party-Stimmung an Land lässt sich perfekt über die deutsche Olympiabewerbung, deren Chancen und die Zustimmung in der Bevölkerung diskutieren. Zum traditionellen Journalisten-Frühstück der Schleswig-Holsteinischen Sportjournalisten zur Kieler Woche gaben sich Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, Hamburgs Innensenator Michael Neumann, SH-Innenminister Stefan Studt sowie Andreas Lochbrunner, Präsident des Deutschen Segler-Verbandes, und der Vorsitzende des Kieler YC, Carsten Krage, optimistisch, dass das Konzept von Olympischen Spielen 2024 Begeisterung in Hamburg und Schleswig-Holstein auslösen kann.
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Andreas Kling (SH-Sportjournalisten) moderierte eine hochkarätige Runde: Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, Hamburgs Sportsenator Michael Neumann, Schleswig-Holstein Sportminister Stefan Studt, DSV-Präsident Andi Lochbrunner und der KYC-Vorsitzende Carsten Krage. (v.l.).
Foto: Kieler Woche / www.segel-bilder.de
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In der vollbesetzten Audi-Lounge in Schilksee machte Kiels OB deutlich, dass die Kieler Woche das ideale Transportmittel sei, um die Idee von dritten olympischen Segelwettbewerben in der Landeshauptstadt in die Welt zu tragen: „Wir haben jetzt noch drei Schuss frei, um mit den Kieler Wochen bis zur IOC-Entscheidung im Sommer 2017 für Deutschland zu werben.“ Allerdings geht es für die gemeinsame Bewerbung von Hamburg und den deutschen Norden nicht nur darum, international Stimmen zu sammeln, sondern auch den Rückhalt in ganz Deutschland zu gewinnen: „Ich tingele gerade durch die deutschen Landtage, um das Konzept vorzustellen“, berichtete Neumann und bekannte, dass der Segelstandort dafür ein guter Partner sei: „Kiel wird der Hamburger Bewerbung nützen. Das ist eine starke Visitenkarte, wir agieren auf Augenhöhe.“ Einen Vergleich mit den Olympia-Mitbewerberstädten scheut der Hanseat nicht: „Wir sollten nicht über die anderen reden. Wir wissen, was wir wollen und können. Wer Olympia will, muss alle schlagen“, so Neumann, der eine Hamburger Schlagzeile im Kräfteverhältnis der Bewerber zum Selbstverständnis der deutschen Bewerbung erkor: „Paris tritt gegen Hamburg an“.
Was Schleswig-Holstein kann, betonte Minister Studt, der das Land immer wieder auch als Austragungsort für Golf, Handball oder Fußball ins Spiel bringt. Zudem sieht er einen Vorsprung in Sachen Olympia-Begeisterung in Schleswig-Holstein: „Diese von Kiel nach Hamburg zu tragen, ist das Ziel.“ In den Haushaltsdebatten im Landtag soll im Herbst beraten werden, wie die weitere Unterstützung für die Bewerbung aussehen kann. Millionenbeträge sind von der Landesregierung für 2016 und 2017 bereits avisiert worden.
Die Hamburger, so Neumann, treibt besonders das Thema um, wie der Segelsport besser sichtbar gemacht und auf Formate runtergebrochen werden kann, die sich auch in Hamburg präsentieren lassen. Events auf der Außenalster in Ergänzung zu Kieler Regatten seien das Ziel. Für die süffisante Bemerkung, dass die Segelfans auf einer fertigen A7 schnell von Ort zu Ort kommen, erntete der Innensenator raunende Zustimmung und legte nach: „In Sachen Infrastruktur darf das Geld nicht immer nach Bayern fließen.“ Auch Studt sieht jetzt den Norden am Zug: „Wir müssen feststellen, dass einige Projekte, die für Olympia 1972 angeschoben, jetzt erst fertig gestellt werden. Wir brauchen einen neuen Anschub für die Infrastruktur.“
Das nächste große Etappenziel Richtung 2024 ist die Bürgerbefragung am 29. November. Auf ein Wunschergebnis bei der Bürgerbefragung wollten sich aber weder Neumann noch Kämpfer festlegen lassen: „Dass wir das Risiko eines Referendums eingehen, zeigt, dass wir von der Konzeption und der Strahlkraft Olympias überzeugt sind. Auch Demokratien und Rechtsstaaten und nicht nur Peking und Pjöngjang können Olympia“, legte Neumann vor, und Kämpfer schob nach: „Natürlich wollen wir zur Befragung den Arsch nicht nur knapp über die Latte bringen. Aber wir wollen keine Abnick-Politik mit 98 Prozent Zustimmung. Eine reife Olympia-Diskussion mit all der berechtigten Skepsis und Kritik gehört dazu. Am Ende sollte aber die Aussage stehen: Die Region will es!“
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Kieler Woche 2015 vom 20.-28.06.2015 - Weitere Informationen unter www.kieler-woche.de
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