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Nordseewoche 2015
Hamburg, 22.Mai 2015
www.nordseewoche.org - Übersicht
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26.5.2015. Helgoland.
Start in den Sturm
Nordseewoche Edinburgh Regatta soll extrem hart werden
Gestern um 16.30 Uhr starten die ersten Yachten von Helgoland gen Edinburgh bei leichtem Wind zwischen 3-4 Beaufort. Der Start der "Gut´s n Glory" verzögerte sich aufgrund technischer Probleme mit dem Grossegelfall, aber trotz verspätetem Start befindet sich die DK48 in der Spitzentruppe, in der südlichsten Position im Feld. Vermutlich will das Team mit dem prognostiziertem Linksdreher umlegen und unter der englischen Küste nach Norden segeln.
Meeno Schrader, bekannter Meteorologe und Wetterexperte der Nordseewoche sieht die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor einer sehr kalten Regatta. „99% der Zeit werden die Yachten hoch am Wind segeln oder Kreuzen“, so Schrader. Ein Sturmtief zieht aus Richtung Schottland über die nördliche Nordsee und auf seiner Rückseite kann es Böen der Stärke 8 mit der Gefahr von Böen mit Stärke 9 geben. Die Teilnehmer müssen wohl rund 12 Stunden diese sehr kalten Bedingungen aushalten, denn die gefühlte Temperatur fällt dann auf etwa 2-3 °C.
Nachdem sich bereits die Yachten „Natascha“, „Jennifer“ und „Morran“ entschieden hatten nicht nach Edinburgh zu segeln, haben die Bedingungen auf der Nordsee nun noch weitere Yachten zur Aufgabe der Wettfahrt gezwungen bzw. bewegt.
„Bloody Marry“ ist bereits auf dem Weg nach Hause, „Logoff“ mit technischem Defekt zurück auf Helgoland und auch „Chosi 6“ und "One Step Ahead" scheinen laut Tracker auf dem Rückweg zu sein.
„Die Crew der Bank von Bremen hat eine kalte und regnerische Nacht hinter sich. Seglerisch sind die Amwindkurse nach Westen für Steuermann und Trimmer "demanding", da der Wind zwischen 13 und 22 kn hin und her pendelt und wir mit einer kurzen steilen Welle konfrontiert sind." schreibt Johannes Flume, Navigator der „Bank von Bremen“ von Bord. "Bei nordwestlichen Winden segeln wir mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 8,5 kn parallel zu unseren Hamburger Freunden (Haspa Hamburg und Broader View Hamburg) Richtung Doggerbank (noch ca. 80 sm). Alle sind wohlauf!“
Nicht umsonst wurden die Sicherheit-Anforderungen in diesem Jahr an internationale Standards angepasst: den Ausrüstungsvorschriften der ISAF Offshore Special Regulations für Wettfahrten der Kategorie 2. Die Erfüllung dieser Anforderungen prüft die Wettfahrtleitung genau, jede teilnehmende Yacht wird inspiziert, zusätzlich müssen die Teilnehmer am sog. „Gate“ vor Helgoland ihre angeschlagenen Sturmsegel und ihr aktives AIS-System vorführen. "Das Ausrüstungs-Niveau wird immer besser." lobt Ralf Hoppe, einer der Kontrolleure aus dem Nordseewoche-Team. "Der Standard gerade bei den Rettungsmitteln wie Rettungswesten, -inseln und z.B. EPIRB-Bojen hat sich in diesem Jahr noch einmal verbessert." Wettfahrtleiter Marcus Boehlich hatte im Vorwege die Edinburgh-Regattateilnehmer aufgefordert, auch ein Mann über Bord Manöver zu üben. Viele der Mannschaften bewiesen durch Handifotos, dass Sie die Aufforderung sehr ernst genommen haben.
Race-Tracker, weitere Informationen und detaillierte Ergebnisse zur Nordseewoche:
http://www.nordseewoche.org
High-Res-Bilder für freie redaktionelle Verwendung:
Ein sonniger Start in die kalte Nacht. Foto: Silvan Dahl
http://ftp.stockmaritime.de/nordseewoche2014/edinburgh_15/sd_edinburgh1.jpg
Helgoland Adé. Foto: Silvan Dahl
http://ftp.stockmaritime.de/nordseewoche2014/edinburgh_15/sd_edinburgh2.jpg
Jens Kohfahl & Crew üben für den Notfall. Foto: Jens Kohfahl
http://ftp.stockmaritime.de/nordseewoche2014/edinburgh_15/jk_stm15_mob05.jpg
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