18. Match Race Germany

20. bis 25. Mai 2015

Alpari World Match Racing Tour Stop Langenargen / Bodensee www.matchrace.de

Langenargen, 20. Mai 2015
18. Match Race Germany: Der Countdown läuft!

Im freien Training zum Match Race Germany genießen die Profis beste Segelbedingungen auf dem Bodensee

Einen Tag vor dem ersten Startschuss zum 18. Match Race Germany prägt der internationale Segelsport das Bild der baden-württembergischen Ortschaft Langenargen. Mehr als 200 Flaggen schmücken die Stadt, die Ufer und den Langenargener Gondelhafen. Während an Land die letzten Stände für das Pfingstfest unter Segeln hübsch gemacht und eingerichtet werden, begrüßte der Bodensee die zwölf Segel-Teams aus zehn Ländern am Mittwoch im freien Training mit idealen Windbedingungen. In der zwölf Knoten frischen Brise genossen die insgesamt 60 Segler ihre ersten Schläge und Manöver-Übungen vor der Kulisse von Schloss Montfort.

In zwei Gruppen nutzten die Duellsegler am Vormittag und am Nachmittag jeweils vier Stunden lang die Chance zur Vorbereitung auf ihren ersten Einsatz im Match Race Germany ab Donnerstagmorgen. Geprobt wurden vor allem das Handling der stattlichen 40-Fuß-Kielboote, die Abstimmung innerhalb der Mannschaften und das Timing für die im Duellsegelsport oftmals vorentscheidende Startphase der Begegnungen Boot gegen Boot.
„Wir sind zum ersten Mal auf diesen 40-Fuß-Yachten und auch zum ersten Mal auf dem Bodensee im Einsatz“, berichtete der britische Skipper Mark Lees (GBR Match Racing), dessen irischer Crew-Kamerad Shane Diviney am Mittwoch seinen 24. Geburtstag feierte, „dafür lief es heute schon sehr gut. Wir hatten Spaß da draußen und sind bereit. Sein Team GBR Match Racing möchte beim deutschen Debüt „so viele Rennen wie möglich gewinnen“. Wie auch andere Mannschaften hatte sich das Quintett aus Poole, mit dem australischen Team Redline Racing um Skipper Matthew Jerwood, einen Sparring-Partner für das Training gewählt, um Start-Duelle für den Ernstfall zu proben.

Nach dem gleichen Muster agierten die Schweizer Mitfavoriten und Weltranglisten-Vierten um Skipper Eric Monnin, die im Trainingsduell mit dem kroatischen TB Race Team um Skipper Tomislav Basic den Schwerpunkt auf Starts und Timing gelegt hatte. Die Eidgenossen kommen gerade aus dem kalifornischen Long Beach, wo sie beim Congressional Cup mit Platz neun nicht ganz zufrieden waren. „Wir waren ein bisschen enttäuscht“, sagte Monnin, „es war ein harter Saisoneinstieg, doch er hat uns gut getan. Wir haben 17 Duelle bestritten und am Ende fehlte wieder einmal der berühmte Punkt zum Weiterkommen. Doch für das Match Race Germany fühlen wir uns jetzt gut gerüstet.“ Zu seinen Erwartungen für den Deutschen Grand Prix sagte der sechsmalige Match-Race-Germany-Teilnehmer Monnin, dessen bestes Ergebnis bislang ein fünfter Platz war: „Im vergangenen Jahr waren wir hier zu früh zufrieden. Das ist uns zum Verhängnis geworden. In diesem Jahr werden wir einfach versuchen, Schritt für Schritt ein Rennen nach dem anderen zu gewinnen und sehen, wie weit uns das bringt.“

Die Konstanzer Lokalmatadoren um Skipper Tino Ellegast konzentrierten sich im Training ohne Sparring-Partner ganz auf die eigenen Aufgaben. „Wir haben top secret trainiert“, sagte Ellegast mit einem Augenzwinkern, „wir wollten auf den großen Booten erst einmal unseren Rhythmus finden und haben die einzelnen Positionen festgelegt. Wir sind tiefenentspannt und freuen uns sehr auf den ersten Startschuss morgen. Es ist etwas sehr Besonderes, bei so einem WM-Lauf der World Match Racing Tour starten zu dürfen.“ Das Recht dazu hatten sich der 35-jährige Bodensee-Kenner und sein Team mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft der Duellsegler erworben. Die zweite deutsche Crew im Match Race Germany mit dem Hamburger Skipper Tim Kröger und dem erst 18 Jahre alten Konstanzer Steuermann Felix Schrimper nutzte den Einsatz am Mittwochnachmittag ebenso intensiv. Der zweimalige Weltumsegler und America’s-Cup-Teilnehmer Kröger sagte nach dem vierstündigen Training: “Wir haben das erste Mal gemeinsam gesegelt. Dafür lief es äußerst geschmeidig. Wie wir die Rennen ab morgen taktisch angehen, das werden wir heute Abend besprechen.”

Einen Tag vor dem Beginn der Langenargener Segelfestspiele war die neue Erdinger Urweisse Hütt’n bereits aufgebaut und für das Pfingst-Wochenende geschmückt. Die hochfrequentierte Herzkammer des vielseitigen Infotainment-Programms an Land erwartet ihre Gäste mit verdoppelter Fläche zu Party- und Tanzvergnügen. Um die Erdinger Urweisse Hütt’n herum und entlang des Bodensee-Bilderbuchufers reihen sich die Stände und Aktionsfelder der Partner und bilden gemeinsam das Regattadorf zur 18. Auflage des Match Race Germany. Der Eintritt ist zu allen Veranstaltungen tagsüber und den Konzerten der Live-Bands am Abend frei. Durch das Programm auf dem Wasser und an Land führt ZDF-Reporter Nils Kaben. Die Wettfahrtleitung für Deutschlands bekanntestes Matchrace und den ersten europäischen WM-Lauf der World Match Racing Tour stellt traditionell der Yacht Club Langenargen mit dem Team um Wettfahrtleiter Rudi Magg. Sportdirektor Eberhard Magg sagte: „Die Generalprobe für das Match Race Germany ist heute fast ideal gelaufen. Es war ein gelungener Segeltag für die Teams und für uns,trotz ein paar Regentropfen bei gutem Wind, der perfekte Auftakt zu fünf Tagen Segel, See- und Sehvergnügen vom Feinsten für die Segler und ihre Fans.“

DIE TEILNEHMER
1. Eric Monnin , 39, Stäfa/Schweiz, Team SailBox 2. Joachim Aschenbrenner, 21, Nivå/Dänemark, Aschenbrenner Racing Team 3. Reuben Corbett, 27, Kerikeri/Neuseeland, Corbett Racing 4. Tomislav Basic, 40, Split/Kroatien, TB Race Team 5. Mark Lees, 23, Poole/Großbritannien, GBR Match Racing 6. Przemyslaw Tarnacki, 37, Danzig/Polen, Energa Yacht Racing Team 7. Matthew Jerwood, 22, Perth/Australien, Redline Racing 8. Dejan Presen, 33, Ljubljana/Slowenien, Lumba Match Race Team 9. Christian Binder, 52, Schwechat/Österreich, Flat Lake Sailing Team 10. Max Trippolt, 24, Bregenz/Österreich, Trippolt Sailing Team 11. Tino Ellegast, 35, Konstanz/Deutschland, Team Ellegast 12. Tim Kröger, 50, Hamburg/Deutschland, New Wave by adidas

ENDE
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