Wegweisendes Test-Event für deutsche Segel-Nationalmannschaft in Vorbereitung auf Rio 2016
Zwölf Deutsche vom 15. bis 22. August in sieben olympischen Klassen in Rio zum Test-Event
Philipp Buhl geht mit zwei Silbermedaillen als Favorit ins Rennen
Hamburg/Rio de Janeiro, 14. August 2015 – Noch ein Jahr, dann erfüllen sich die deutschen Seglerinnen und Segler der Nationalmannschaft, dem Audi Sailing Team Germany, ihren großen Traum von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Ein Jahr zuvor stellen sich die zwölf deutschen Segler dem Test-Event unter olympischen Bedingungen, um ihre Position in der internationalen Weltspitze auch im Olympiarevier zu bestätigen.
Den Traum von der Teilnahme an den Olympischen Spielen wollen sich die besten deutschen Seglerinnen und Segler nächstes Jahr erfüllen. Jahrelange, wenn nicht sogar Jahrzehnte lange Arbeit würde dann ihren Höhepunkt in Rio de Janeiro im Kampf um die begehrten Olympiamedaillen finden.
Das Olympiaticket schon fest eingeplant hat Lasersegler Philipp Buhl (Sonthofen) als größte Medaillenhoffnung in der Nationalmannschaft. Dieses Jahr mit WM- und EM-Silber gekrönt, will der 25-Jährige auch jetzt bei der olympischen Generalprobe zeigen, wo seine Reise enden soll: 2016 auf dem Podium.
Auch Surfer Toni Wilhelm (Dogern) kann als einziger deutscher Top-Surfer schon inoffiziell für Rio 2016 planen. Für den 32-Jährigen sind die Spiele in Rio seine dritten und wahrscheinlich letzten, bei denen er seine Karriere mit einer Medaille krönen will.
So offen wie nie ist der Kampf bei den 49er-Skiffs der Männer mit zwei deutschen Teams auf Top-Niveau, die bis Mai 2016 um das eine Ticket für Rio kämpfen. Erik Heil und Thomas Plößel (Berlin), die Europameister von 2014, galten lange als Favoriten. Seit der Leistungsexplosion ihrer Sparringspartner Justus Schmidt (Schönwalde) und Max Boehme (Kiel) in diesem Jahr und dem EM-Titel vor einem Monat führen Schmidt/Boehme die nationale Olympiaqualifikation an. Den Startplatz für das Test-Event sicherten sich aber Erik Heil und Thomas Plößel.
Nicht nur bei den Skiff-Männern, auch bei den Frauen im 49erFX wird es ein Kopf-an-Kopf-Rennen von vier Teams. Die nationale Qualifikation führen Victoria Jurczok und Anika Lorenz (Berlin) an. Für das Test-Event qualifizierten sich allerdings Tina Lutz (Holzhausen) und Susann Beucke (Strande).
Im 470er der Männer treten die amtierenden Europameister Ferdinand Gerz (München) und Oliver Szymanski (Berlin) an und wollen ihre Leistung der letzten Regatten auch in Rio abrufen. Für Ferdinand Gerz wären es die zweiten Olympischen Spiele nach London 2012.
Bei den Frauen im 470er treten die beiden Berlinerinnen Annika Bochmann und Marlene Steinherr an. Mit Platz vier bei der EM haben auch sie sich zuletzt in Top-Form präsentiert.
In der gemischten Katamaran-Klasse sind für Deutschland bei der olympischen Generalprobe mit Paul Kohlhoff und Carolina Werner die Überflieger aus Kiel dabei. Für die Junioren-Weltmeister und WM-Fünften ist es die erste Regatta im Olympiarevier, aber auch ein Jahr vor den Spielen wollen die Senkrechtstarter das Teilnehmerfeld der „alten Hasen“ aufmischen.
Die deutschen Seglerinnen und Segler für das olympische Test-Event im Überblick:
- 470er Frauen: Annika Bochmann/Marlene Steinherr (Verein Seglerhaus am Wannsee)
- 470er Männer: Ferdinand Gerz/Oliver Szymanski (Segler-Verein Wörthsee/Joersfelder Segel-Club)
- 49er: Erik Heil/Thomas Plößel (Norddeutscher Regatta Verein)
- 49erFX: Tina Lutz/Susann Beucke (Chiemsee Yacht Club/Hannoverscher Yacht-Club)
- Laser Standard: Philipp Buhl (Segelclub Alpsee-Immenstadt)
- Nacra17: Paul Kohlhoff/Carolina Werner (Kieler Yacht-Club)
- RS:X Surfboard: Toni Wilhelm (Württembergischer Yacht-Club)
Über das olympische Test-Event der Segler in Rio de Janeiro:
Bei der „Aquece Rio – International Sailing Regatta 2015“ starten vom 15. bis 22. August 2015 339 Segler aus 52 Nationen. Das zweite und letzte Test-Event der Segler fungierte vor den letzten Olympischen Spielen äußerst zuverlässig als Gradmesser für das Podium ein Jahr später. In der kommenden Woche ist in den zehn olympischen Klassen nur die Anzahl der Boote am Start – nur ein Teilnehmer pro Nation – wie auch 2016 bei den Olympischen Spielen selbst.
Weitere Informationen zur „Road to Rio“ der deutschen Segler unter:
rio.sailing-team-germany.de
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