SSL City Grand Slam 2016

May 3. – 7.2016, Hamburg
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04.05.2016
Tag zwei des SSL City Grand Slam

Es war ein ständiges Auf und Ab am zweiten Tag der Qualifikationsrunde für den Star Sailors League City Grand Slam auf der Alster im Herzen von Hamburg. Ein schwacher Gradient-Wind aus nördlicher Richtung machte den Teilnehmern das Leben schwer und durch die konstante Nähe zum Ufer hielt die Alster heute zahlreiche Fallen für die Segler bereit. Morgen ist der letzte Tag der Qualifikationsserie des SSL City Grand Slam. Nur die besten 30 Boote kommen eine Runde weiter. Für die übrigen 56 Teams ist der Wettbewerb morgen Abend vorbei.

Nach fünf Wettfahrten führt das polnische Team Mateusz Kuznierewicz und Dominik Zycki mit nur einem halben Punkt vor dem Norweger Eivind Melleby und seinem amerikanischen Vorschoter Joshua Revkin. Die jungen US-Amerikaner Luke Lawrence und Ian Coleman können einen weiteren erfolgreichen Tag verbuchen und liegen derzeit auf Platz drei. Die größte Aufholjagd gelang heute George Szabo aus den USA mit seinem Schweizer Teamkollegen Patrick Ducommun. Die Sieger des SSL Lake Grand Slam gewannen heute beide ihrer Wettfahrten und klettern damit im Gesamtranking auf Platz vier, genug, um ihnen einen Platz in der zweiten Qualifikationsrunde zu sichern.
„Ich glaube, es liegt daran, dass ich meine Französischkenntnisse aufpoliert habe“, grinste George Szabo. „Nein, im Ernst: Unsere Kommunikation an Bord läuft hervorragend, was bei Leichtwind von großem Vorteil ist. Patrick und ich müssen zusammen arbeiten, unsere Choreografie muss auf den Punkt stimmen. Wenn man erst darüber diskutiert, ist es schon zu spät.“

Bestes der 50 deutschen Teams, die am SSL City Grand Slam teilnehmen, sind zurzeit Johannes Polgar und Markus Koy vom gastgebenden Norddeutschen Regatta Verein. Sie belegen Rang fünf, dicht gefolgt von Robert Stanjek und Frithjof Kleen, ebenfalls vom NRV, auf dem sechsten Platz.
„Wir sind happy, den Tag mit Platz fünf zu beenden“, so Markus Koy. „Im letzten Rennen sind wir nur auf Position 16 um die erste Leetonne gegangen, was nicht ideal war, aber wir sind dran geblieben und haben uns darauf konzentriert, ein Boot nach dem anderen zu überholen. An der nächsten Tonne waren wir dann schon Sechste. Auf der letzten Kreuz lief dann alles richtig für uns und wir haben das Rennen noch gewonnen – ein ganz schönes Comeback mitten aus dem Feld heraus.“
„Konzentration war heute das A und O“, erzählt der Starboot-Weltmeister von 2014, Robert Stanjek. „Normalerweise achten wir 30% der Zeit auf das Segel, 30% aufs Wasser und 30% gucken wir nach vorne, wohin wir fahren. Heute haben wir 90% der Zeit nach vorne Ausschau gehalten, um die beste Position zu finden und den Druck optimal zu nutzen. Die Vorhersage für den Rest der Regatta ist, dass der Wind zunehmen wird, also werden wir ab morgen den Modus ändern und uns auf mittleren bis stärkeren Wind einstellen.“

Für die kroatischen Brüder Marin und Dan Lovrovic hielt der heutige Tag sowohl Freude als auch Schmerz bereit. In der ersten Tageswettfahrt gelang ihnen ein grandioser Start am Pin End, der sie zu ihrem ersten Wettfahrt-Sieg in der Regatta führte. Ein identischer Start in der zweiten Tageswettfahrt ermöglichte zunächst einen erheblichen Vorsprung, aber dann schlug das Pech gleich zweimal zu und ein enttäuschter Marin konnte seinen Frust mit einem Schlag auf das Deck nicht verbergen. Als sie gerade das westliche Ufer für ihren Kurs auf dem letzten Leg auserkoren hatten, lies der Wind dort nach und fünf Boote zogen auf der östlichen Seite vorbei. Die nächste schlechte Nachricht folgte dann mit einem Frühstart nach Black Flag. Die beiden Kroaten haben Protest eingereicht, der morgen verhandelt wird. Einige weitere Teams wurden heute ebenfalls nach Black Flag disqualifiziert, unter ihnen die Top-Favoriten Torben Grael und Stefano Lillia und Hubert Merkelbach mit Gerrit Bartel.

Morgen geht es beim SSL City Grand Slam weiter mit einem letzten Rennen in jeder der drei Gruppen. Nur die besten 30 Teams qualifizieren sich anschließend für die zweite Runde. Das erste Rennen startet morgen um 12.00 Uhr. Der Live-Stream mit Expertenkommentar wird schon ab 11.45 Uhr zu sehen sein. Auf dem Wasser kommen hochmoderne Kameratechnik und Virtual Eye 3D-Grafik zum Einsatz, die ein ganz besonderes Zuschauererlebnis ermöglichen. Außerdem kann man den Kurs in einer „Virtual Regatta“ nachsegeln.

Alle Ergebnisse, Fotos und Videos gibt es hier: http://city.starsailors.com/
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Segeln blindes gif