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SSL City Grand Slam 2016
May 3. – 7.2016, Hamburg
- Übersicht Syndikate 2015

07.05.2016
Finale des SSL City Grand Slam
Französischer Sieg in Hamburg
Xavier Rohart und Pierre-Alexis Ponsot heißen die Sieger des SSL City Grand Slam, die als Siegprämie 3.000 Punkte im SSL Ranking und US$ 25.000 (etwa € 22.000) mit nach Hause nehmen dürfen. Über fünf Tage lieferten sich 86 Starboot-Teams in 14 Wettfahrten einen heißen Kampf und am Ende war es lediglich eine Bootslänge, die über den Sieg entschied. Einige hundert Menschen konnten heute auf einem eng gesteckten Kurs auf der Hamburger Außenalster Regattasegeln in seiner schönsten und intensivsten Form beobachten. Zusätzlich zu den vielen Zuschauern auf den Wiesen und Brücken rund um die Alster, verfolgten über 80.000 Menschen rund um den Globus das Segelspektakel live im Internet. Optimale Bedingungen und ein hochprofessionelles Regattamanagement im Norddeutschen Regatta Verein ermöglichten einen tollen Wettkampf und die 172 teilnehmenden Starboot-Segler erweckten dabei sowohl die rohe, wilde Seite des Segelns, als auch den eleganten Gentlemen-Sport zum Leben.
„Es ist besonders toll, weil es so hart erarbeitet ist“, sagte Xavier Rohart im Anschluss. „In diesem Feld musste man damit rechnen, sowohl Erster als auch Letzter zu werden und nach einem guten Start habe ich gedacht, das ist jetzt unsere Chance. Wir haben hart gekämpft am Start und sind als Erste weggekommen. Wir hatten dann freie Fahrt und konnten unsere Führung ausbauen. Aber ganz am Ende kamen die Anderen dank einer Brise wieder ran und wir konnten nichts dagegen tun, außer weiter einen guten Winkel zu fahren und zu warten. Zum Glück haben wir ganz zum Schluss eine frische Brise erwischt. Gemeinsam mit Pierre-Alexis (Ponsot) zu gewinnen, ist etwas ganz Besonderes für mich. Wir haben vier Jahre lang für die Olympischen Spiele in London zusammen trainiert und obwohl wir einige passable Ergebnisse einfahren konnten, haben sich das richtige Gefühl und der große Erfolg nicht eingestellt. Wir hatten da noch eine Rechnung offen. Mit dem neuen Format der Star Sailors League haben wir jetzt die Möglichkeit, etwas Neues aufzubauen und damit erfolgreich zu sein. Es ist wunderbar, das wieder zusammen tun zu können.“
Eivind Melleby aus Norwegen und Josh Revkin aus den USA wurden Zweite und dürfen 2.764 SSL Ranking-Punkte sowie US$15.000 (etwa € 13.000) Preisgeld ihr eigen nennen. Mateusz Kusznierewicz und Dominik Zycki nehmen für den dritten Platz 2.528 SSL Ranking-Punkte und US$10.000 (knapp € 9.000) mit nach Hause. Negri und Lambertenghi folgen auf den vierten Platz mit 2.292 Punkten und US$8.000 (etwa € 7.000) Preisgeld. Das SSL Ranking wird in der kommenden Woche aktualisiert und die Segler mit den meisten Punkten dürfen sich auf einen Platz im SSL Finale in Nassau auf den Bahamas am Ende des Jahres freuen.
Stück für Stück – Der letzte Tag des SSL City Grand Slam in Hamburg
Den heutigen Tag eröffneten 30 Starboot-Teams mit der letzten Wettfahrt der zweiten Qualifikationsrunde, in der darüber entschieden wurde, welche zehn Boote in die K.O.-Runde einziehen durften. An der Spitze des Feldes entwickelte sich ebenso ein kleines Drama, wie weiter hinten, wo drei Boote verbissen um den wertvollen zehnten Platz und damit um ein Ticket in die nächste Runde kämpften.
Ganz vorne lieferten sich die Polen Kusznierewicz und Zycki einen Konkurrenzkampf mit den Italienern Negri und Lambertenghi um den Sieg und damit den Freipass ins Finale. Kusznierewicz und Zycki beendeten die Wettfahrt letztendlich zwar nur auf dem sechsten Platz, lagen damit aber in der Gesamtwertung auf Platz zwei, was immerhin die Qualifikation für das Halbfinale bedeutete. Negri und Lambertenghi gewannen das letzte Rennen der zweiten Runde und damit das Ticket fürs SSL City Grand Slam Finale.
Im Kampf um den so wertvollen Platz zehn entwickelte sich ein grandioser Wettstreit. Robert Stanjek und Frithjof Kleen vom Norddeutschen Regatta Verein legten einen fulminanten Start hin und eroberten sogleich die Führung. Diese verloren sie jedoch, als sie sich später für die westliche, schlechtere Seite des Kurses entschieden. Eric Doyle und Payson Infelise fingen sich eine Strafe der Jury ein, konnten sich davon aber schnell wieder erholen und gerade eben noch unter die Top 10 segeln – leider auf Kosten des jungen US-Amerikanischen Duos Lawrence und Coleman.
Acht Teams bestritten im Anschluss das Viertelfinale des SSL City Grand Slam, von denen die besten fünf weiter in Halbfinale kommen sollten. Grael und Lillia entschieden sich, die Linie dicht am Startschiff zu überqueren und allein auf der westlichen Seite des Kurses zu segeln. Die mutige Entscheidung wurde mit einem großen Vorsprung und dem Sieg der Wettfahrt belohnt. Eivind Melleby und Josh Revkin belegten Platz zwei vor Rohart und Ponsot auf Rang drei. Die SSL Lake Grand Slam-Sieger George Szabo und Patrick Ducommon schieden aus, ebenso, wie die Lokalmatadoren aus Hamburg, Michael Koch und Carsten Witt vom NRV. Auch Eric Doyle und Payson Infelise mussten den Weg an Land antreten, nachdem sie aufgrund eines Strafkringels wertvollen Boden verloren hatten.
Im Halbfinale trafen dann Kusznierewicz und Zycki wieder hinzu. Hart umkämpfte Positionswechsel auf beinahe jedem Leg waren zu beobachten. Grael und Lillia konnten nach einem schlechten ersten Leg ein Comeback feiern, wurden dann aber auf dem Weg zum Leegate von der Jury für ein Foul an Rohart und Ponsot bestraft. Die Weltmeister Diaz und Prada fielen zurück, kämpften sich aber wieder nach vorn, ebenso wie Johannes Polgar und Markus Koy, die auch Strafkringel drehen mussten. Leider verpassten die NRVer den Cut fürs Finale knapp um wenige Zentimeter. Kusznierewicz und Zycki gewannen das Halbfinale, gefolgt von Rohart und Ponsot, sowie Melleby und Revkin, die sich das letzte verbleibende Ticket fürs Finale sicherten.
Im großen Finale der besten vier gelang Rohart und Ponsot der beste Start nah am Pin End, während Negri und Lambertenghi, die nun auch wieder mit dabei waren, sich mit Kusznierewicz und Zycki eher zur Mitte hin orientierten. Melleby und Revkin entschieden sich, auf der anderen Seite am Boot der Wettfahrtleitung mit hoher Geschwindigkeit über die Startlinie zu gehen. Plötzlich packte die vier Boote aus dem Nichts eine Böe mit 20 Knoten. Rohart und Ponsot behielten die Kontrolle, aber Negri und Lambertenghi, vielleicht von ihrer kurzen Pause etwas aus dem Rhythmus, wurden komplett überrascht und drehten sich um die eigene Achse. Rohart und Ponsot konnten die Führung des Feldes für sich behaupten und mithilfe der von hinten ankommenden Brise auch ins Ziel und zum Sieg des ersten SSL City Grand Slam retten.
Zur nächsten Star Sailors League-Regatta, dem großen Finale in Nassau auf den Bahamas Ende November 2016 treffen die Besten der Besten im Kampf um den Titel aufeinander.
Alle Ergebnisse, News, Fotos und Videos des SSL City Grand Slam gibt es auf: http://city.starsailors.com
Stella Merck
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
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