Regattabericht KW 2000 - Übersicht
25 Disziplinen, davon 9 olympische Klassen, segelten bei allen denkbaren Wetterbedingungen um Platz und Sieg. Es fing mit tropischen Temperaturen und Windflaute an, sodaß einige Wettfahrten erst am späten Nachmittag absolviert werden konnten. So ging das bis Dienstag 20.06., als 12 Uhr mittags bei brütender Hitze der internationale Regattapart abgeschossen werden mußte - fäür die Führenden vom Montag ein vorzeitiger Sieg. Die Siegerlisten der 14 internationalen Klassen wurden z.T. von schon bekannten Namen angeführt - wie Gerd Eiermann (14 Siege/KZV), Wolgang Hunger(505),Detlef Mohr(Hobie), Frank Schönfeldt(Pirat) und Malte Philipp(Drachen). Die Segelnachbarn aus Dänemark standen bei den FD, H-Boot und Contender auf dem "Siegertreppchen".
Dabei ergab sich z.T. eine interessante Tabellenmathematik:
Bei den FDs bestritt Bojsen-Moller(DEN) alle 6 Wettfahrten als Sieger- aber bei den Contendern wurde Claus Staffe(DEN) Gesamtsieger, ohne eine Wettfahrt gewonnen zu haben!
Tabelle der Wettfahrtsieger

Am 20.06. kippte dann das Wetter um - man könnte lästern - pünktlich zum Beginn der Wettfahrten der olympischen Klassen. So erlebten wir auf einem alten Fischerkahn hautnah draußen auf der Regattabahn Bravo die Wettfahrten der Solings und Tornados. Hier bei 5-6 Bft aus 220-230 Grad und 1 m Welle kämpften die alten Hasen Jochen Schümann im Soling und Roland Gäbler im Tornado um die Plätze. Es war ein ideales Regattawetter für diese Bootsklassen, wenn auch ein Tornado in der Nähe mit zerissenem Segel kenterte.

Die tägliche Presse diskutierte natürlich eifrig die Siegesaussichten der einzelen Spitzensegler, wobei sich die Berichterstattung vor allem konzentrierte auf: Crew Jochen Schümann als dreifacher Olympiasieger im Soling, das Team Roman Gäbler/Rene Schwall im Tornado und Marc Pickel/Thomas Auracher im Starboot.
Während der Sieger der WM und EM 2000 -Roman Gäbler- seinen 2. Platz bis zum Schluß gegen Roman Hagara/AUT) behaupten konnte, schafften M.Pickel/Th.Auracher einen 4. Platz auf dem Starbot und fahren ebenfalls nach Sydney. Die beiden Europameister Marcus Baur/Philip Barth vom KYC sind im 49er mit dem 3.Platz auf einen Medaliilenrang vorgefahren. Kalt erwischt hat es dagegen Jochen Schümann, der sonst seine Gegener im abschließenden Matchrace der 12 besten Boote schlägt. Er landete auf Platz sieben, wird aber in Sydney noch einmal alles zeigen, bevor er sich aus dem olympischen Regattasport zurückzieht und sich vielleicht 2003 seinen Traum von einem deutschen Americas-Cup-Team erfüllen kann.
Kieler Woche 2000
Kieler Woche 2000

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Kieler Woche 2000

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Segeln blindes gif
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