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Der Regattatag auf der Kieler Förde begann am Sonnabend mit einem riesigen Knall: Das für Sonntag geplante Abschlussfeuerwerk der 106. Kieler Woche explodierte bei einem Zusammenstoß von zwei Transport-Fahrzeugen, insgesamt drei Leute wurden verletzt. Und auch sportlich gab es einen Knaller: Der dreifache Olympiasieger Jochen Schümann (Penzberg) schied im Matchrace schon vor den Halbfinalen aus: In einer Serie Jeder gegen Jeden standen in seiner Gruppe zwei Siege zwei Niederlagen gegenüber: Schümann gewann zum Auftakt gegen den Norweger Hermann Johannesen und Georgi Shaiduko (Ukraine), anschließend verlor er gegen den Franzosen Philippe Presti(Frankreich) und Jesper Bank (Dänemark). "Für uns war das ein ganz wichtiges Training, wir fahren voller Selbstbewusstsein zu den olympischen Spielen."
Am Sonnabend herrschten bei der Kieler Woche erstmals in diesem Jahr leichtere Bedingungen mit zwei bis drei Beaufort.
Auf einen Medaillenrang ist das deutsche Duo Marcus Baur/Philip Barth vorgefahren: Die beiden zweifachen Europameister(49er) belegen hinter den Neuseeländern Daniel Slater/Nathan Handley (39 Punkte) und Michael Hestbaek/Jonatan Persson (Dänemark/41) den dritten Rang mit 43 Punkten: "Vom ersten Platz trennen uns bisher nur vier Punkte und es stehen noch drei Rennen aus - wir segeln hier auf Sieg" kündigt Marcus Baur für den letzten Tag an.
Bei den Staren, die in der Kieler Woche noch ihre Olympia-Ausscheidungen segeln, scheint die Entscheidung endgültig gefallen zu sein: Vor den abschließenden Rennen liegt das Kieler Duo Marc-Aurel Pickel/Thomas Auracher auf dem vierten Rang. Die Konkurrenz, der beste ist der Hamburger Alexander Hagen mit seinem Berliner Vorschoter Carsten Witt, haben nur noch eine theoretische Chance, die Fahrkarte nach Sydney zu erobern.
Redaktion Hermann Hell
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