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Kieler Woche 2001
www.kieler-woche.de - Regatta 2001

Nach den Olympischen Spielen ist vor den Olympischen Spielen:
Deutsche Kaderflotte holt sieben Medaillen bei Kieler Woche!
Hamburg, 25. Juni 2001. Ein knappes Jahr nach ihrem erfolgreichen Einsatz bei
den Olympischen Sommerspielen von Sydney hat die deutsche Kaderflotte bei der
Kieler Woche eindrucksvoll das Motto ihres Sportdirektors Hans Sendes
(Hamburg) unterstrichen: "Nach den Olympischen Spielen ist vor den
Olympischen Spielen". Bei der 107. Auflage der weltgrößten Segelregatta waren
die DSV-Starter erfolgreich wie lange nicht mehr: Auch ohne die Top-Segler
Jochen Schümann (Penzberg) und Roland Gäbler (Tinglev/Dänemark) haben sich
die Kadersegler beim ersten Härtetest im nacholympischen Jahr auf Anhieb
sieben der 33 erstmals vergebenen Kieler-Woche-Medaillen geangelt. Bei
«Kaiserwetter» stürmte Gebirgsjäger Michael Fellmann (Sulzberg) am Sonntag
souverän auf den Gipfel. Nach dem ersten Triumph eines deutschen Seglers im
Finn-Dinghy seit 28 Jahren bei der Kieler Woche hat der werdende Vater aus
dem bayerischen Sulzberg nur einen Wunsch: "Nun brauche ich endlich einen
Trainer." Die Suche läuft auf Hochtouren.
Eine Premiere der besonderen Art gelang Christiane Petzke (Neumünster) und
Wiebke
Schröder (Berlin) mit ihrem Doppel-Sieg in der Europe, dessen Gewinnerin erst
nach der letzten von insgesamt 15 Wettfahrten feststand: Seit die
Einhandjolle den Olympia-Status besitzt, hatte noch nie eine DSV-Akteurin im
Wimbledon der Segler gewonnen. "Kieler-Woche-Siege sind Kieler-Woche-Siege,
auch wenn einige Weltklasse-Segler nicht am Start waren", freute sich Hans
Sendes mit seinen Aktiven vor Ort. Christiane Petzke genoss den
überraschenden Sieg in vollen Zügen: "Davon habe ich schon als Kind geträumt.
Ganz sicher wird mir dieser Sieg auch Auftrieb für die WM in Vilamoura in der
übernächsten Woche geben."
Das erste Heimspiel endete für Surfstar Amelie Lux (Kiel) nach einem
Fahrradunfall im Weltklassefeld der Mistral-Klasse ebenso auf Platz sechs wie
der Einsatz von Olympiastarter Alexander Baronjan (Berlin). Mit
Silber-Plätzen überzeugten in der Zweihand-Frauenklasse 470er das Duo Frauen
Stefanie Rothweiler/Monika Leu(Immenstaad) und in der Yngling die Crew von
Vize-Europameisterin Ulrike Schümann (Berlin).
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Quelle: www.kieler-woche.de
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Die 470er-Männer Lucas
Zellmer/Felix Krabbe (Berlin) sowie die rasanten Tornado-Segler Helge und
Christian Sach (Zarnekau) ersegelten sich Bronze. Dagegen segelten
49er-Vize-Weltmeister Marcus Baur und sein neuer Vorschoter Andreas John
(Kiel/Hamburg) auf dem vierten Platz der Gesamtwertung knapp am Kieler
Edelmetall vorbei.
In der zuletzt eher mäßig erfolgreichen Einhandklasse Laser ließ der junge
Kieler Lokalmatador Mathias Rieck mit erstklassigen Einzelergebnissen
aufhorchen. Eine Reihe von Frühstarts jedoch ließ den C-Kadersegler im
Gesamtklassement nach 15 Rennen nicht über Platz 22 hinaussegeln. "Trotzdem
ein eindrucksvoller Auftritt", lächelt Hans Sendes, "Mathias hat sein
Potential gezeigt und muss nun vor allem an seiner Beständigkeit arbeiten und
möglichst viel Erfahrung sammeln."
Die Bilanz des Sportdirektors nach fünf spannungsgeladenen und erfolgreichen
Regattatagen auf der Kieler Außenförde: "Wir dachten zuletzt, dass die
Einhandklassen ein bisschen unsere Sorgenkinder seien, doch das haben die
Seglerinnen und Segler hier eindrucksvoll widerlegt. Ich bin froh, dass
unsere Aktiven schon im nacholympischen Jahr wieder mit soviel Einsatzwillen
und Konzentration am Start sind. Darauf können wir in den kommenden drei
Jahren aufbauen.
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