Presse Mitteilung vom 10. September 2004
Das Team Alinghi verliert wegen einer zerrissenen Genua
Trotz eines einfachen Sieges gegen das südafrikanische Team ist die
Bilanz des heutigen Tages für die Schweizer unbefriedigend. Wegen einer
zerrissenen Genua musste sich das Team Alinghi seinem Gegner aus dem
letzten America's Cup geschlagen geben. Aufgrund dieser Niederlage ist
die Chance für die Schweizer, den Louis Vuitton Akt 1 gewinnen zu können
nun gleich Null. Davon profitieren können BMW ORACLE Racing, die den
Sieg damit bereits auf sicher haben. Der Kampf zwischen SUI 64 und NZL
82 um den zweiten Platz im Gesamtklassement wird eng werden. Um sich
diesen Platz sichern zu können, werden die Schweizer morgen gegen den
Leader im Gesamtklassement gewinnen müssen.
Marseille, 10. September 2004:
Heute wehte ein Lüftchen der Revanche
über die Gewässer vor Marseille. Das erste Match Race am heutigen Tag
fand zwischen den beiden Finalisten des letzten America's Cup statt, der
im Jahr 2003 mit 5:0 zu Gunsten von Alinghi ausgegangen war.
Nach einem Vorstartmanöver mit einem langen Dial-up ging das
Schweizerboot beim Startschuss auf die rechte Seite und verteidigte
diese Seite. Brad Butterworth, Taktiker auf der Alinghi, hatte zu diesem
Schritt geraten. Falls der Wind nach rechts drehen würde, könnte Alinghi
so einen Vorsprung heraussegeln, sollte er, wie die Tage zuvor nach
links drehen, wäre NZL 82 im Vorteil. Doch Butterworth hatte eine gute
Nase. Der Wind drehte, wie von ihm vorhergesehen nach rechts und Alinghi
übernahm auf der ersten Amwindstrecke mit zwanzig Metern Vorsprung auf
die Kiwis die Führung.
Doch neun Minuten nach dem Start riss Alinghi's Genua auf der Höhe der
untersten Saling. Das Teflontape, welches über das Eckstück der Saling
geklebt worden war, um das Segel zu schützen, löste sich, als die beiden
Boote beim Dial-up mit killenden Segeln im Wind lagen. Nachdem diese
Schutzvorrichtung einmal weg war, hielt die empfindliche Genua der
ständigen Reibung an diesem groben Ende der Saling nicht mehr stand und
riss. Das war ein unglaublich harter Schlag für Alinghi und eine grosse
Chance für die Neuseeländer, die sofort aufholten und die Führung
übernahmen. Die Schweizer verloren nicht einmal 20 Sekunden, um die
zerrissene Genua zu bergen, eine neue zu setzen und wieder Fahrt
aufzunehmen. Doch trotz dieser zwanzig verlorenen Sekunden holte die SUI
64 auf dem ersten Vorwindkurs noch einmal auf, bedrängte den Gegner und
übernahm kurzfristig sogar noch einmal ganz kurz die Führung.
Auf dem zweiten Amwindkurs gingen die Kiwis auf die linke Seite der
Regattabahn und verteidigten diese. Alinghi, mit den schlechteren
Karten, wurde nach rechts gezwungen und konnte die verlorene Zeit nicht
mehr gut machen. Der Wind drehte abermals nach links und blies dort
konstant stark während des restlichen Rennens. NZL 82 segelte
ungefährdet ihrem Sieg entgegen. Alinghi überquerte die Ziellinie
schliesslich mit 13 Sekunden Rückstand auf Emirates Team New Zealand.
"Die zerrissene Genua hat uns den Sieg gekostet", erklärt Jochen
Schümann, Stratege an Bord von Alinghi. "Wir lagen mit einem guten
Vorsprung in Führung, die uns ohne diese Panne den Sieg gebracht hätte."
Was das französische Duell zwischen le Défi und K-Challenge anbelangt,
so gelang le Défi ein sehr guter Start und ein fehlerfreies Rennen. Das
rote Boot holte sich damit den ersten Sieg in dieser Regatta mit 30
Sekunden Vorsprung auf seinen Gegner und verbesserte sich damit auf den
fünften Platz im Gesamtklassement. Die Amerikaner siegten ohne grosse
Überraschung gegen das Team Shosholoza.
Das zweite Match Race für Alinghi an diesem Tag gegen die Südafrikaner
war wesentlich einfacher. Während des Vorstarts machten die Schweizer
zwei klassische Match Racing Manöver, ein Dial-up und Kreisen. Doch das
Team Shosholoza schien bei diesem Spiel nicht mitmachen zu wollen. Der
SUI 64 gelang ein problemloser Start und die Schweizer gingen sofort auf
die linke Seite der Bahn, beschleunigten und deckten das gegnerische
Boot aus der Generation 2000 und liessen es alsbald hinter sich. Alinghi
überquerte die Ziellinie mit einem Vorsprung von 3 Minuten 33 Sekunden.
Bei den anderen Match Races des Tages ereignete sich ungefähr das
Gleiche. Die beiden anderen Teams der Top 3, BMW ORACLE Racing und
Emirates Team New Zealand gewannen ihre beiden Duelle gegen die beiden
schwächsten Teams dieses Anlasses, K-Challenge und le Défi.
Morgen wird Alinghi gegen BMW ORACLE Racing, den Leader des
Gesamtklassements, antreten müssen. Falls es den Schwiezern gelingt,
dieses Duell für sich zu entscheiden, beenden sie den Wettkampf auf dem
zweiten Platz vor den Kiwis. Falls sie verlieren, werden sie den Louis
Vuitton Akt 1 auf dem dritten Platz beenden. Sie finden alle Resultate
auf www.alinghi.com.
Gesamtklassement
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1. Platz BMW ORACLE Racing, 46 Punkte
2. Platz Team Alinghi, 38 Punkte
3. Platz Emirates Team New Zealand, 36 Punkte
4. Platz K-Challenge, 17 Punkte
5. Platz Le Défi, 11 Punkte
6. Platz Team Shosholoza, 8 Punkte
Zitate des Tages
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Jochen Schümann, Stratege von Team Alinghi: "Wir hätten heute gewinnen
müssen. Wir haben alles dafür gemacht und sind vorne gelegen. Doch dann
ist unsere Genua gerissen und wir konnten Emirates Team New Zealand
nicht mehr folgen. Wir mussten zuerst die alte Genua bergen und dann
eine neue setzen. Das hat uns viel Zeit gekostet. Es gelang uns, auf dem
ersten Vorwindkurs wieder aufzuholen. Wenn wir nicht diesen Ausfall
gehabt hätten, wäre dies eines unserer besten Match Races hier geworden.
So haben wir schlussendlich wegen der Genua verloren. Das ist uns zuvor
während des ganzen America's Cup nie passiert."
Christian Karcher, Grinder bei Team Alinghi und heute aussenstehender
Beobachter: "Während des Dial-ups hat das Achterliek der Genua gegen die
Saling geschlagen und dies hat das Teflontape kaputt gemacht, welches
die rauen Stellen an der Kante der Saling abdeckt. Diese Halbzentimeter
dicke, ungeschützte Stelle hat dann das Mylar der brandneuen Genua
zerfetzt. Das ist der Grund, weshalb wir verloren."
Rolf Vrolijk, leitender Schiffsarchitekt beim Team Alinghi: "Das ist das
erste Mal, dass sich die beiden Finalisten aus dem letzten America's Cup
anlässlich eines neuen Wettkampfes begegneten. Das ist aussergewöhnlich.
Die Neuseeländer und die Schweizer kennen sich gut. Sie haben mehrmals
während der Trainings im Vorfeld zu diesem Anlass gegeneinander
gesegelt. Gewöhnlicherweise segeln sie nie gegeneinander. Das ist
interessant, dass sie jetzt gegeneinander angetreten sind, auch wenn man
das nicht wirklich mit dem Cup vergleichen kann. Während eines Cups sind
alle Teams erstklassig vorbereitet. Die Boote und die Segel sind bis zum
Maximum optimiert. Das ist hier nicht der Fall, ausser bei BMW ORACLE
Racing, die seit einem Jahr trainieren und Testfahrten machen."
Für Informationen wenden Sie sich bitte an:
PRESSE BÜRO:
Bernard Schopfer
Team Alinghi
EPFL, Parc Scientifique (PSE)
1015 Lausanne
Tel + 41 21 693 02 63
Mobile : + 41 79 332 11 76
E-Mail: media@alinghi.com
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US Presse Büro
Michelle Slade
Tel +1 541 387 4345
Mobile: +1 541 490 6877
E-Mail: media@alinghi.com
Das Team Alinghi segelt unter Schweizer Flagge und trägt die Farben der
Société Nautique de Genève. Seine Partner für die Kampagne 2007 sind UBS
und Infonet (Hauptpartner), sowie Audemars Piguet, SGS, Nespresso, MSC
Cruises und North Sails (Co-Sponsoren).
Besuchen Sie unsere Website auf: www.alinghi.com
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