Presse Mitteilung vom 12. Oktober 2004
Die Neuseeländer gewinnen den Louis Vuitton
Akt 2.
Die heutigen Rennen wurden mangels Wind annulliert.
Die 5. Wettfahrt wurde heute gegen 14 Uhr mangels Wind abgebrochen. Zu
diesem Zeitpunkt wurden gerade vier Matches ausgetragen. Das Rennkomitee
fällte diesen Entscheid aufgrund einer Regel, wonach ein Rennen
abgebrochen werden muss, wenn die Segler mehr als 40 Minuten benötigen,
um einen Streckenabschnitt zu segeln. Da keines der drei Rennen gesegelt
werden konnte, erhielt jedes Team ½ Punkt für jedes dieser Duelle.
Emirates Team New Zealand belegt damit im Gesamtklassement den
wohlverdienten ersten Platz. Dicht dahinter folgt auf Platz zwei Luna
Rossa. BMW ORACLE Racing und Alinghi haben beide die gleiche Punktzahl.
Da die Amerikaner aber die letzte Begegnung gegen die Schweizer gewonnen
hatten, belegen sie Platz drei und Alinghi Platz 4.
Die Einwohner von Valencia sahen ein schönes Bild, als die acht
majestätischen America's Cup Class Yachten früh zum Hafen zurück kehrten
und im Hafenbecken eine Ehrenrunde drehten. Das optimistische
Rennkomitee hatte die 5. Wettfahrt um die Mittagszeit herum bei kaum 5
Knoten Wind und leichter Bewölkung starten lassen. Für die teilnehmenden
Teams war der Tag eine Tortur. Sie drifteten von Rennen zu Rennen. Nach
den ersten Streckenabschnitten fiel der Wind komplett in sich zusammen
und flaute auf 2 Knoten ab. Der Abstand zwischen den vor sich
hindümpelnden Yachten war riesengross, je nachdem, welches Boot beim
Start das Glück hatte noch einen Windhauch zu erwischen. Um 16 Uhr wurde
es klar, dass der nachmittägliche Seewind heute nicht einsetzen würde.
Die Rennen wurden abgebrochen.
Der Akt 2 in Valencia bot an Windbedingungen von kompletter Flaute bis
stürmischem Wind alles. Zusammenfassend kann man über die acht Renntage
sagen, dass die meisten Teams zum ersten Mal vor Ort gesegelt sind und
mit den lokalen Wetterbedingungen noch nicht vertraut waren. Letztere
haben die Rennen in dieser Woche massiv beeinflusst. Das Team Luna
Rossa, welches seit dem Frühjahr in Valencia trainiert, machte
anlässlich dieses Wettbewerbes seinen Einstieg im America's Cup 2007.
Die Italiener mit James Spithill am Steuer zeigten eine solide und
beeindruckende Leistung. Das Training vor Ort hat sich für sie bezahlt
gemacht. Emirates Team New Zealand ist zurück an der Spitze, und das,
obschon es noch vor einigen Wochen unklar war, ob sie in Valencia
überhaupt würden antreten können. Dean Barker bewies, dass er das Zeug
zum Siegen hat und die Kiwis machten keinerlei Fehler und beweisen, dass
sie für Alinghi ein harter Gegner sind. Eine willkommene Bereicherung
für die Flotte der Herausforderer ist das Team Shosholoza. Mit RSA 48,
einem Boot der Generation 2000, und weniger als 60 Stunden Training
zeigten die Südafrikaner eine gute Leistung. Besonders hervorzuheben ist
ihr Match gegen BMW ORACLE Racing, bei welchem die Teammitglieder von
Shosholoza gute taktische Manöver gegen das erfahrene amerikanische Team
fuhren.
Das Gesamtklassement
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Emirates Team New Zealand - 11,5 Punkte
Luna Rossa - 10,5 Punkte
BMW ORACEL Racing - 9,5 Punkte
Team Alinghi - 9,5 Punkte
Le Défi - 5,5 Punkte
K-Challenge - 4,5 Punkte
+39 - 3,5 Punkte
Shosholoza - 1,5 Punkte
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"Photos G.Martin-Raget"





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