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Kieler Woche im Zeichen der Ringe
Die Kieler Woche 2004 (19. bis 27. Juni) steht ganz im Zeichen der olympischen Ringe. Das größte Segelsportereignis der Welt ist der letzte große Test, bevor es nach Athen zu den Olympischen Spielen geht. "Wir hoffen, dass möglichst viele Olympioniken Kiel als Generalprobe im Kampf um die Medaillen nutzen", so Organisationsleiter Dieter Rümmeli (Kieler Yacht-Club), der auch im 122. Jahr über 5000 Segler und Seglerinnen aus rund 50 Nationen erwartet.
Von der Nachwuchsseglerin in der Europe bis zum routinierten Seesegler im Dickschiff, ob Behindertensegel-Weltmeister oder Olympiasieger, ob Skiff- oder Kielbootsegler - zur Kieler Woche drängt die Weltelite des Segelsports zum Stelldichein in die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt, die mit der Initiative Sailing Kids (alle Kieler Schüler sollen zumindest einmal in einem Boot gesessen haben) dafür sorgen wird, dass es in Zukunft nirgends in der Welt fachkundigere Zuschauer geben wird als in Kiel.Sailing City.
Die erste Hälfte der Kieler Woche (19. bis 22. Juni) gehört seit Jahren den internationalen Klassen (insgesamt 15). Rotationsklasse ist in diesem Jahr die Bénéteau 25, ein Tummelplatz einst erfolgreicher Jollensegler. Hier treten unter anderen auch die ehemaligen Tornadoweltmeister Oliver und Renè Schwall (Bronzemedaillengewinner von Sydney) gegeneinander an.
Vom 23. bis 27. Juni kommt es dann zum Stelldichein der Weltelite. An keiner Veranstaltung nehmen mehr amtierende Welt- und Europameister teil. Wer hier besteht, hat auch vor Athen seine Chancen. Ob Ben Ainslie (England), der nach Silber und Gold im Laser seit 2002 die Finnklasse mit zwei EM- und WM-Titeln dominiert, Robert Scheidt (Brasilien/fünffacher Laser-Weltmeister), die amerikanischen Starboot-Asse Marc Reynolds/Magnus Liljedahl ("Natürlich sind wir in Kiel am Start") oder die gesamte deutsche Nationalmannschaft mit Silbermedaillengewinnerin Amelie Lux (Kiel/Surfen) und Bronzemedaillengewinner Roland Gäbler (Tinglev/Tornado) - sie alle nutzen die Kieler Woche zum internationalen Kräftemessen.
Auf den Seebahnen (19. bis 27. Juni) werden rund 260 Boote erwartet. Dabei wird an vier Tagen um den Kiel-Cup (Montag bis Mittwoch) und am Freitag um den Senatspreis gesegelt. Die Langstrecke Fehmarn-Rund bildet den Abschluss.
Aufgewertet werden die Seebahn-Regatten durch die Europameisterschaft der IMS 600. Werften und Konstrukteure haben sich auf diese attraktive Klasse eingestellt und bauten in den letzten Jahren erfolgreiche Schiffe deren IMS Rennwert (GPH) um den Wert 600 liegt. Bootstypen (rund 12 Meter lang) wie IMX 40, Beneteau 40.7 und Rodman 42 sind nur einige Beispiele für die Vielfalt in dieser Klasse.
Ein Wiedersehen gibt es auch mit der "illbruck" (Round the world race-Sieger 2002) und der "SEB". Die V.O.60-Yachten machen von Mittwoch bis Freitag in Kiel Zwischenstation, bevor es zurück nach Sandhamn vor Stockholm (Schweden) geht.
27.Juni 2004
Im 122. Jahr ihres Bestehens machte die Kieler Woche einmal mehr
Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt zum Mittelpunkt der Segel- und
Volksfestwelt. Weit mehr als zweieinhalb Millionen Besucherinnen und
Besucher feierten zehn Tage lang ein weltoffenes, internationales und
fröhliches Fest. "Das war eine prima Kieler Woche, auch wenn das Wetter
nicht immer mitspielte. Aber die Kielerinnen und Kieler sowie deren Gäste
haben sich davon ihre Laune nicht verderben lassen", freute sich
Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz am Abschlusstag, der mit dem HSH
NORDBANK Höhenfeuerwerk glanzvoll zu Ende ging.
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Fotos: www.sommerwerck.de

Amelie Lux

Laser

IMS

Windjammerparade

das Olympiateam
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