15. August 2004
Glanzvolle Rolex Baltic Week beendet
"Sinjale" und "Diamant" Bavaria-Sieger / J/24: Kähler schlägt Hölzer
Neustadt. Nach 49 Einzelwettfahrten in fünf Wettbewerben und neun Klassen
ging am Sonntag Nachmittag (15. August) bei fast ausschließlich idealen
Bedingungen mit viel Sonne und genug Wind in Neustadt/Holstein die erste
Rolex Baltic Week der Seesegler zuende. Mit einer Rolex-Armbanduhr, Modell
Submariner in Edelstahl, wurden die Gewinner des Internationalen Bavaria
Cups belohnt.
Gunter Persiehl, Präsident des Veranstalters Norddeutscher
Regatta Verein (NRV), überreichte diese an Jochen Waldschmidt aus Flensburg
von der "Sinjale" aus der Gruppe mit Spinnaker und den Stockelsdorfer Lothar
Maaß, der mit seiner "Diamant" ohne Spi siegte. In einem Herzschlag-Finale
gewann der Hamburger Jan Kähler die German Open der J/24-Klasse und
verdrängte den Schweden Max Hölzer noch auf Rang zwei.
"Das war eine Klasse-Serie mit anspruchsvollen Kursen - eine Werbung für den
Segelsport." Jochen Waldschmidt sprach aus, was wohl die meisten Teilnehmer
der Premiere dachten. Der 57-Jährige hatte zudem gut Lachen, denn er siegte
in allen sechs Rennen unangefochten jeweils vor der "Schickilacki" von
Christian Heinritz aus Heiligenhafen. Bei der Internationalen Deutschen
Meisterschaft nach IMS war die "Sinjale" noch nicht so gut zurecht gekommen
und nur Zehnter der Klasse IMS 2 geworden. Waldschmidt: "Wir werden noch an
dem Kiel arbeiten und den Gesamttrimm verbessern. Dann wollen wir nächstes
Jahr auch bei der Deutschen höher hinaus."
Bei den Bavarias ohne Spinnaker musste der Sieger mit seiner 33er härter
kämpfen. Im letzten Rennen unterlag Maaß der "Albaran" von Ralf Seeland aus
Köln, für die es aber nach einen Streicher nur zum zweiten Platz reichte.
Die "Diamant" hatte sich einen Frühstart geleistet, der nun aus der Wertung
fiel.
Drei packende Rennen bei frischen westlichen Winden gab es am Finaltag der
J/24-German Open. Mit drei überzeugenden Starts und den Einzelplätzen zwei,
eins und nochmals zwei schnappte der Hamburger Jan Kähler dem Schweden Max
Hölzer den Titel quasi auf der Zielgeraden noch weg. "Wir hatten nach
unserem Tagessieg zum Auftakt der Regatta zwei schlechte Rennen mit einer
Disqualifikation", erklärte Kähler, "jetzt sind wir natürlich froh, dass es
noch so viele Wettfahrten gab, damit wir beide Ausrutscher streichen
konnten." Sein Dank ging deshalb auch an NRV-Wettfahrtleiter Hans-Herbert
Hoffmann: "Das waren straffe, sehr professionelle Rahmenbedingungen."
Ein bisschen traurig waren die Schweden um Max Hölzer schon, dass ihnen am
Ende zwei Punkte fehlten, um "endlich einmal die starke deutsche Phalanx zu
schlagen". Mit überlegener Führung war die "Sailing Planet" aus Malmö in den
Schlusstag gestartet, hatte aber keine Fortune. Auch Manfred König (Hamburg)
fiel mit der "Vitesse" von drei auf fünf zurück. "Bronze" ging an Stefan
Karsunke (ebenfalls Hamburg) mit der "Gronau".
"Wir sind vom Wetter, aber vor allem auch von der Seglern belohnt worden",
resümierte Gunter Persiehl die "neun tollen Tage" in der ancora Marina von
Neustadt. Er hatte die Regattawoche für Seesegler im Herbst vergangenen
Jahre als NRV Baltic Week ins Leben gerufen und mit Rolex einen der
renommiertesten Regattapartner der Welt als Titelsponsor gewonnen. "Es wird
mit Sicherheit eine zweite und auch eine dritte Rolex Baltic Week geben",
versprach der NRV-Vorsitzende, "im nächsten Jahr haben wir als ein Highlight
die Weltmeisterschaft der internationalen Drachen-Klasse." Der Termin wird
wieder im August liegen, wahrscheinlich in der zweiten Monatshälfte. Für
2006 hat Persiehl schon die Europameisterschaft der olympischen Starboote an
der Angel.
Ergebnisse vom neunten und letzten Tag der Rolex Baltic Week
Internationaler Bavaria Cup
Endstand nach fünf Wettfahrten
Gruppe 1 (mit Spi)
1. Sinjale, Jochen Waldschmidt (Flensburg) 6 Punkte
2. Schikilacki, Christian Heinritz (Heiligenhafen) 12
3. Mon Cherié, Philipp Moetetindt (Buchholz) 16
Gruppe 2 (ohne Spi)
1. Diamant, Lothar Maaß (Stockelsdorf) 6
2. Albaran, Ralf Seeland (Köln) 9
3. Isibisi, Jürgen Köpp (Scharbeutz) 12
German Open der J/24
Endstand nach acht Wettfahrten (zwei Streicher):
1. United 5, Jan Kähler (Hamburg) 10 Punkte
2. Sailing Planet, Max Hölzer (Schweden) 12
3. Gronau, Stefan Karsunke (Hamburg) 17
4. Rotoman, Hauke Krüss (Helgoland) 18
5. Vitesse, Manfred König (Hamburg) 23
6. Quick foot, Peer Kock (Hamburg) 31
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Fotos: Daniel Forster/Rolex
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