32. Americas Cup 2005/2007
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Die neuen Regeln des America's Cup 2007

So funktioniert das neue Regatta-Format und das Punkte-System Die Herausforderer und Organisatoren haben sich für den 32. America's Cup auf einen neuen Wettkampfmodus geeinigt. Bis zum "Louis Vuitton Cup" der Herausforderer, der am 18. April 2007 im spanischen Valencia beginnt, werden alle Vorregatten - die sogenannten Acts - der Jahre 2005, 2006 und 2007 nach dem neuen Reglement gesegelt. Diese umfassen abwechselnd Matchraces (der Segelzweikampf Boot gegen Boot) und Fleetraces (wenn alle Boote gleichzeitig starten). Bereits bei den Acts 4 & 5 im Juni wurde das neue Bonus-Punkte-System angewandt, das in die Wertung des Louis Vuitton Cups einfließt. Die Wertigkeit der einzelnen Acts steigt von Jahr zu Jahr.

"Dieser Modus ist etwas komplett Neues für den America's Cup", erklärte Michel Bonnefous, Chef des America's Cup-Managements, "die Vorregatten der nächsten zwei Jahre erhalten dadurch eine viel größere Bedeutung, weil sie echte Qualifikationsregatten sind." Der Aufmerksamkeitsgrad in der öffentlichkeit dürfte dadurch erheblich größer werden als bei reinen Testregatten.

Act 4 im Juni diesen Jahres in Valencia bestand aus einer kompletten "Round Robin", in der alle zwölf Syndikate einschließlich Titelverteidiger "Alinghi" einmal jeder gegen jeden gegeneinander angetreten sind. "Team Alinghi" war der Punktbeste nach allen Matchraces und sicherte sich den Sieg bei Act 4. Bei den Fleetraces von Act 5 triumphierte "Luna Rossa Challenge".

Der gleiche Regattaablauf ist für die Acts 6 & 7 im schwedischen Malmö (25. August bis 4. September) und die Acts 8 & 9 im italienischen Trapani (29. September bis 9. Oktober) vorgesehen. Bei allen Acts bekommt der Sieger Punkte entsprechend der teilnehmenden Anzahl an Booten gutgeschrieben. Das heißt: Der Erste bekommt zwölf Punkte, der Zweite elf usw. Aus den Ergebnissen aller Acts eines Jahres entsteht jeweils für 2005 und 2006 eine übersichtliche Rangliste. Der Tabellenerste jeden Jahres wird zum "Saison Champion" gekürt. 2004 sicherte sich das "Emirates Team New Zealand" diesen Titel.

Außerdem haben die Wettkampf-Punkte aus jedem Act für die elf Herausforderer eine weitere Bedeutung: die Ermittlung der neu eingeführten Bonus-Punkte für den Louis Vuitton Cup. Dafür wird nach jeder Vorregatta Cupverteidiger "Alinghi" aus der Wertung genommen. Anschließend werden den Herausforderer-Syndikaten Ranglistenpunkte gegeben: Der Sieger jedes Acts erhält elf Punkte, der Zweite zehn usw. in absteigender Folge. Diese Punkte werden dann mit Hilfe unterschiedlicher Faktoren multipliziert. Die Acts kurz vor dem Louis Vuitton Cup zählen deutlich mehr als die ersten Regatten.
Im Jahr 2005 zählen diese Punkte einfach, im nächsten Jahr bei den Acts 10 (Matchrace mit Halbfinale und Finale) sowie 11 und 12 (wie 2005) doppelt und 2007 beim Act 13, einem Fleetrace mit sieben Rennen direkt vor dem Louis Vuitton Cup, dreifach.

Die Summe aller Punkte nach Act 13 ergibt eine Abschlusstabelle, aus der die Bonus-Punkte berechnet werden, die bereits in den Louis Vuitton Cup einfließen. Der Tabellenerste der Rangliste bekommt vier Bonuspunkte gutgeschrieben, die vier Einzelsiegen in den Matchraces des Louis Vuitton Cups entsprechen. Die Zweit- bis Viertplazierten erhalten je drei Punkte, Platz fünf bis sieben je zwei Zähler sowie Rang acht bis elf nur noch einen Bonus-Punkt.

Im Louis Vuitton Cup selbst werden in zwei Round Robins - der Kampf Boot gegen Boot - die vier punktbesten Halbfinalisten ermittelt, die über Kreuz die Finalteilnehmer ausfahren. Nur der Sieger dieses Zweikampfs hat dann das Recht, Cup-Verteidiger "Alinghi" beim 32. America's Cup herauszufordern, der vom 23. Juni bis 7. Juli 2007 in Valencia stattfindet.

Das erste deutsche AC-Syndikat "United Internet Team Germany" befürwortet trotz kurzer Vorbereitungszeit den neuen Modus: "Für uns sind allein die vielen Aufeinandertreffen mit allen Syndikaten ein Gewinn. Die Erfahrungen, die wir dabei sammeln, sind für uns zunächst wichtiger als die Punkte", so Skipper Jesper Bank.

Die drei Rennphasen des 32. America's Cups im Überblick
Die Louis Vuitton Acts, die bereits 2004 begonnen haben und bis zum 7. April 2007 als Match- und Fleetraces gefahren werden Der offizielle Louis Vuitton Cup als direkte Qualifikation für den America's Cup (18. April bis 12. Juni 2007) mit zweifachem "Round Robin"-Modus sowie Halbfinale und Finale.
Das America's Cup-Finale zwischen Titelverteidiger Alinghi und dem Sieger des Louis Vuitton Cups (23. Juni bis 7. Juli 2007)
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