September 27th, 2005
www.alinghi.com
Alinghi Feature:
Bühne frei für Ed Baird
Geben Sie “Ed Baird“ in eine Suchmaschine ein und Sie werden schnell fündig: "Champion. Nummer 1. Matchracing." Wenn Sie die Suche erweitern, kommen zusätzlich die Begriffe “Alinghi“ und “America's-Cup-Steuermann“. Damit ist wohl jedem klar, womit dieser oft unterschätzte Amerikaner seinen Lebensunterhalt verdient: Matchracing, Matchracing und noch einmal Matchracing.
Ed wird diese Woche das Steuer von Alinghi für die Acts 8 und 9 übernehmen – und damit Alinghi erstmals bei einer America's-Cup-Regatta steuern. Jetzt, wo er schon fast ein Jahr zum Team gehört, erhält er die Chance, seine wahren Stärken zu zeigen. Doch bescheiden wie der Champion eben ist, kommentiert er die Ausgangslage so: "Es ist eine Ehre, mit diesem Team zu segeln. Ich geniesse jede Minute, die ich auf dem Boot verbringen darf und freue mich vor allem darauf, das Steuer zu übernehmen."
Der 47-Jährige hat unlängst wieder die Spitze der ISAF-Matchracing-Weltrangliste von seinem Erzrivalen Peter Gilmour zurückerobert. Ed Baird ist eine typische Nummer 1, sowohl auf der Rennstrecke ebenso wie für sein Land. Er ist der einzige Amerikaner, der je die ISAF-Weltrangliste angeführt hat und der einzige amerikanische Gewinner der Weltmeisterschaft im Matchracing. Dieses Bravourstück vollbrachte er gleich dreimal: 1995, 2003 und 2004. Obwohl das Matchracing seine Lieblingsdisziplin ist, hat er auch an Weltumsegelungen teilgenommen. 1998 absolvierte er die Whitbread-Regatta mit Innovation Kvaerner und später das Volvo Ocean Race mit der 2001/02-Kampagne "Djuice Dragon" als Stratege/Taktiker.
Ed begründet, weshalb seine Vorlieben beim Matchracing liegen: "Es ist einfach zu erklären, wieso ich Matchracing mehr mag als um die Welt zu segeln. Ich bin viel zu ungeduldig, um drei bis vier Wochen auf ein Resultat zu warten. Ich will das Resultat schon nach zehn Minuten haben und dafür ist das Matchracing perfekt." Dass die Weltumsegelungen eine gute Schule sind, kann aber auch Ed nicht abstreiten: "Weltumsegelungen haben mir ein besseres Verständnis dafür gegeben, was auf dem Wasser alles passieren kann, was zum Beispiel die Wolken oder das Wetter bewirken können. Über diese Dinge habe ich bei langen Regatten viel mehr gelernt, weil man da über einen grösseren Zeitraum gefordert ist und die nächsten Schritte genau planen muss."
Baird lancierte seine America's-Cup-Karriere 1995 als Sparringpartner für Team New Zealand in San Diego und erhielt von der neuseeländischen Regierung eine Medaille für seine Verdienste um das Land als die "Kiwis" den Cup gewannen! 1995 war ohnehin ein gutes Jahr für Ed; er wurde auch zum "Yachtsman of the Year" gewählt. Er segelte auf der Erfolgswelle und vertrat in der nächsten Kampagne den New York Yacht Club mit der "Young America". Das Team war vom Pech verfolgt – während der zweiten Round Robin zum Louis Vuitton Cup wäre das Boot beinahe gesunken. 2003 präsentierte sich Baird von einer anderen Seite: Neben seinem unbestrittenen Talent auf dem Wasser verstand er es hervorragend, dem interessierten Laien das Matchracing näherzubringen, indem er als kompetenter Kommentator die Wettkämpfe für "Television NZ One Sport" begleitete.
Im November 2004 stiess Ed als einer von drei Steuermännern zu Alinghi. Der Titelverteidiger übt auch auf den achtfachen Matchracing-Weltmeister eine spezielle Faszination aus: "Jeden Tag wenn ich durch die «Alinghi-Türe» komme, sehe ich viele Leute, die versuchen, alles noch besser zu machen als am Vortag. Sie waren bisher schon grossartig, aber das reicht ihnen noch nicht. Für mich ist das schlicht fantastisch."
Das Internet mag eine hervorragende Informationsquelle sein, doch die persönlichen Ansichten von Baird findet man dort nicht. Fragt man Ed Baird, welches das beste Jahr seiner Karriere gewesen sei, lacht er und sagt: "Dieses Jahr ist mein bestes Jahr, weil ich immer noch segle und es ein grossartiger Sport ist!"
Ed Bairds Karrierehöhepunkte
America's Cup:
2003 "Stars & Stripes", Steuermann-Sparringpartner während der Round-Robin-Pausen
2000 Louis Vuitton Cup, "Young America", Skipper
1995 Sieger, "Team New Zealand", Steuermann-Sparringpartner
Matchracing:
2004/05 1. Platz der ISAF-Weltrangliste
1995/96 1. Platz de ISAF-Weltrangliste
1995, 2003, 2004 Sieger, Weltmeisterschaft
Whitbread Round The World:
2001 "D Juice Dragons", Testmanager und Trainings-Steuermann
1998 "Innovation Kvaerner", Steuermann und Taktiker
Weitere:
2004 Sieger, ISAF Offshore Team Race, Weltmeisterschaften, Taktiker
1995 Rolex Yachtsman of the Year
1992 Sieger, Internationale 50-Füsser Klasse, Weltmeisterschaften, Taktiker
1983 Sieger, J/24 Weltmeisterschaften
1980 Sieger, Laser Weltmeisterschaften
Ed Baird
(Photo credit: Ivo Rovira/Alinghi)
Ed Baird
(Photo credit: Ivo Rovira/Alinghi)
(Photo credit: Steve Tee)
Janine Geigele
Alinghi
Real Club Náutico de Valencia
Camino Canal 91
46024 Valencia, Spanien
Tel: +34 678 659 315
janine.geigele@alinghi.com
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Alinghi trägt die Farben der Société Nautique de Genève, Schweiz. Die Kampagne 2007 unterstützen die Hauptpartner UBS und BT Infonet sowie die Co-Sponsoren Audemars Piguet, SGS, Nespresso, MSC Cruises und North Sails.
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