22.05.2005
Nordseewoche 2005 – Helgoland-Edinburgh-Regatta
„Alles OK für OKKE“
Die Langstrecke der diesjährigen Nordseewoche hatte von Starkwind bis Flaute
wieder alles zu bieten, was das Blauwasserherz begehrt. Die „NV Hamburg“ kam
als „First Ship Home“ ins Ziel, und „Okke“ gewann berechnet über alles.
Alle bis auf vier der 29 Yachten die in diesem Jahr zur Helgoland-Edinburgh
Regatta gestartet waren, konnten die 400 Seemeilen-Wettfahrt bis zum
Wochenende beenden. Und es war einer der erfahrensten Segler, Harm
Müller-Röhlck mit seiner „Okke“ der berechnet den Flottensieg davon trug.
Die Crew der „NV Hamburg“ war die erste, die bereits nach einem 2 Tage, 11
Stunden und 48 Minuten dauernden Ritt über die Nordsee die Schottische
Metropole erreichte.
Aber der Sieg ging an das Team der „Drabant 33 „Okke“ aus Bremen, das mit
seinem kleinen Schiff 3 Tage, 8 Stunden und 8 Minuten unterwegs war.
“Es ist eine große Ehre, dieses tolle Rennen zu gewinnen und ich verdanke
den Sieg meiner Crew, das sind alle sehr gute Segler mit einiger
Whitbread-Erfahrung. Die Regatta ist ein guter Test, was Seemannschaft
betrifft, und das wichtigste dafür ist eine besonders gute Crew“, so Skipper
Müller-Röhlck. „Es ist fantastisch die Helgoland-Edinburgh-Wettfahrt nach
so vielen Anläufen endlich einmal zu gewinnen und ich will den Titel beim
nächsten Mal auf jeden Fall verteidigen“, sagte der Segler, der sonst als
Kapitän der Handelsmarine deutlich größere Schiffe als seine kleine Drabant
33 befehligt. „Ich bin es eher gewohnt 860,000 Tonnen zu fahren als mein
kleines ¾-Tonner-Baby“.
Auch Wettfahrtleiter Jens Kohfahl aus Cuxhaven, der zwar mit seiner
“Tramontane” weiter unten auf der Ergebnisliste zu finden ist, freute sich
über das Gelingen der Wettfahrt. Sein Vater Meinhard rief 1986 die Regatta
Helgoland-Edinburgh offiziell ins Leben und umso mehr ist es ihm als neuem
Wettfahrtleiter ein Anliegen, die Tradition dieser Regatta fortzusetzen und
für die kommende, 20. Jubiläumsausgabe eine ganz große Feier zu planen.
„Helgoland-Edinburgh ist ein ganz besonderes Rennen mit einer großen
Tradition und wir wollen beim nächsten Mal etwas herausragendes organisieren
“, so Kohfahl, der ergänzt: “Die Überquerung der Nordsee ist einer der
besten Segeltests und alle Crews haben sich in diesem Jahr extrem gut
bewährt“.
Einheitlich war auch die Meinung der Segler: „Diese Wettfahrt hatte alles zu
bieten!“.
Hartmut Herrmann berichtete von Bord der „Atlantis“ über die letzten Meilen
vor dem Ziel: „Kurz vor Bass Rock, einem großen hohen Vogelfelsen im Firth
of Forth fiel der stetige Südsüdwest Wind schlagartig aus. Wir hatten gerade
noch die Yacht "Alcyone" dicht passiert. Anschließende Bemühungen mit dem
Spinnaker und die einsetzende Flut brachten uns nur langsam weiter, bis
endlich der Wind wieder umsprang und uns noch einmal für 10 Seemeilen in den
Firth of Forth schob“.
“Nirvana”, die X412 von Jens Harms schlug in der ORC Klasse 1 berechnet
noch die “NV Hamburg”, gesegelt von Georg Christiansen und Rainer Persch
konnte mit der „Wappen von Bremen“ die Klasse ORC 2 für sich entscheiden. In
ORC 3 gewann „Silica“ von Horst Lüntzmann.
Auf der Feier in Edinburghs Royal Forth Yacht Club begrüßte Commodore George
C. Brown die Segler und sagte: „Die Verbindung zwischen Schottland und
Deutschland- zwischen Edinburgh und Helgoland war schon immer sehr stark.
Der RFYC freut sich immer seine Segelkameraden zu begrüßen“.
Ergebnisse:
Klasse 1 ORCC 1
1 Nirvana Ger 4441 Jens Harms WSC/WSCH X421
2 NV Hamburg Ger 5500 Georg Christiansen NRV/FSC Andrews 56
3 Mamelie Ger 4735 J H Leverkus BSC/NRV Lütje 48
Klasse 2 ORCC 2
1. Wappen Ger 3084 Rainer Persch SKWB One-off von Bremen
2. Avanti Ger 5440 Norbert Hössermann SVFH First 36.7
3 Sir Henry Ger 2872 Henry Kohlstruk SVBg Faurby 396
Klasse 3 ORCC 3
1 Silica XAI 1 Horst Lüntzmann WCD One-off
2 Zenit Ger 4891 Werner Müller SVL Hanseat A37
3 Atlantis Ger 5636 Hartmut Herrmann SVA HR 42F
KLasse 4 ORCC 4
1 Okke Ger 3083 Harm Müller-Röhlck BYG Drabant 33
2 Windmühle ORC 33 Jens Wilkens SVST Carter 33
3 Sinus Ger 5112 Michael Athmer BSC KS Today
Die kompletten Ergebnisse sind unter www.nordseewoche.org zu finden.
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Mareike Guhr Günther Losse
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