German Sailing Grand Prix in Kiel
www.german-sailing-grand-prix.com - 3. bis 6. August 2006
Regatta 2006 - Übersicht Americas Cup - Segelfotos 2006
6. August 2006
Mehr als 150.000 begeisterte Besucher beim German Sailing Grand Prix in Kiel
BMW ORACLE Racing (USA) gewinnt vor den Deutschen

KIEL. Das US-amerikanische America’s Cup-Team BMW ORACLE Racing hat den ersten German Sailing Grand Prix in Kiel gewonnen. Ein Vorstagbruch im alles entscheidenden Matchrace am Sonntag (6. August) beendete die Träume des United Internet Team Germany, das Heimspiel vor insgesamt mehr als 150.000 Besuchern an vier Tagen für sich zu entscheiden. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen als Schirmherr der Veranstaltung und Kiels Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz überreichten dem siegreichen Skipper Chris Dickson die Trophäe. Platz zwei ging an die deutsche Mannschaft unter Skipper Jesper Bank vor dem Team Shosholoza mit Skipper Mark Sadler aus Südafrika.

Tosender Applaus brauste auf, als Chris Dickson mit seiner Mannschaft zur Siegerehrung auf die Aktionsbühne im Racevillage marschierte. In eindrucksvoller Manier hatte sein Team BMW ORACLE Racing die Regatta mit 65 Punkten für sich entschieden. Die Gastgeber retteten den zweiten Rang mit 28 Zählern vor Shosholoza (25). „Wir haben unglaublich spannende Rennen erlebt, die oft viel knapper waren, als der Endstand ausdrückt“, so Dickson. „Es war eine perfekte Werbung für den Segelsport. Kiel hat den Titel Sailing City wirklich verdient. Wir kommen gerne wieder.“

Auch Bruno Troublé, Repräsentant von Louis Vuitton, dem Hauptsponsor des 32. America’s Cups, dankte dem Kieler Yacht-Yacht als Ausrichter und der gastgebenden Landeshauptstadt Kiel sowie der gesamten Region auch im Namen des America’s Cup Managements (ACM). „Vier Tage Sonne, vier Tage Wind, viele Besucher und packender Segelsport. Es war ein großartiges Event, das unbedingt wiederholt werden sollte“, so der Franzose. Troublé lud die zahlreichen Segelfans ein, im kommenden Jahr im spanischen Valencia den Louis Vuitton Cup der Cup-Herausforderer zu besuchen, wo die drei Teams des German Sailing Grand Prix das nächste Mal antreten werden.

Vier Jahre nach seinem sagenhaften Triumph bei der Weltumseglung war es dem einzigen Deutschen an Bord der USA 71 vorbehalten, mit einer Magnumflasche „Moët & Chandon“-Champagner die eigene Crew genauso zu duschen wie die Gegner und das Publikum. Tony Kolb aus München hatte seine persönliche Bilanz bereits gezogen: „Die Begeisterungsfähigkeit der Menschen hier ist enorm. Wenn das Format bleibt, muss Kiel beim 33. America’s Cup einen Louis Vuitton Act bekommen.“

Herrlicher Sonnenschein und eine frische Brise sorgten in Kiel am Sonntag erneut für ideale Segelbedingungen. Bereits um 10 Uhr starteten die drei imposanten America’s Cupper, 26 Meter lang und vier Meter rank, alle gleichzeitig zum ersten Fleetrace. Mit hoher Geschwindigkeit zog das Dreierfeld vor der Reventlouwiese an der Kiellinie entlang. Aus einem Hubschrauber unterstützte Tornado-Segler Johannes Polgar (Kiel) vom T-Systems Team 2008 die Moderatoren Christoph Schumann und Stefan Brasse auf der Aktionsbühne mit Livekommentaren zum Renngeschehen.


Während die GER 72 vorzeitig ihren Heimathafen verließ, demonstrierten BMW ORACLE Racing und Team Shosholoza noch mal Segelsport der Extraklasse. Enge Manöver faszinierten das fachkundige wie staunende Publikum. Sportlich hatte die südafrikanische Mannschaft, die von T-Systems unterstützt wird, jedoch einen schweren Stand. Die Geschwindigkeitsnachteile der „alten Dame“ RSA 48 waren nicht wettzumachen.

Endergebnis German Sailing Grand Prix Kiel
Fleetrace 1/doppelte Wertung
1. USA 71 6 Punkte
2. GER 72 (0:42 Min) 4 Punkte
3. RSA 48 (1:58Min) 2 Punkte

Matchraces/doppelte Wertung
USA 71 – GER 72 Sieger USA 71 (GER 72 aufgegeben) 12 Punkte
USA 71 – RSA 48 Sieger USA 71 (0:31 Min) 12 Punkte
RSA 48 – GER 72 Sieger RSA 48 (GER 72 nicht angetreten) 12 Punkte

Fleetrace 2
1. USA 71 6 Punkte
2. RSA 48 (0:41 Min) 4 Punkte
3. GER 72 nicht angetreten 0 Punkte

Endstand nach 15 Rennen:
1. BMW ORACLE Racing (USA) 65 Punkte
2. United Internet Team Germany 28 Punkte
3. Team Shosholoza (Südafrika) 25 Punkte
Foto vergrößern ...
OB Volkartz eröffnet den Grand Prix

Foto vergrößern ...
Regattastrecke direkt vor dem Ufer

Foto vergrößern ...
A-Cup-Feeling in Kiel

Foto vergrößern ...
Das hat Kiel noch nicht gesehen

Foto vergrößern ...
Autogrammstunde am Ufer

Foto vergrößern ...
Ein Kringel wird zum Herz
Copyright © 1996-2016 - SEGEL.DE

Segeln blindes gif
Segeln blindes gif