HSH Nordbank blue championship 2006
www.hsh-nordbank-blue-race.com - Regatta 2006


26.05.2006
HSH Nordbank pre blue race: 20. – 27. Mai 2006
Die Seemannschaft hat gesiegt

Zieleinlauf in Hamburg und Kiel. „Tutima“ segelte den regulären Kurs zu Ende, und in der Ostsee lieferten sich die Segler der Rückregatta spannende Kämpfe.

Hamburg, 26. Mai 2005 – Heute Morgen kam die "Tutima" als zweite Yacht auf dem regulären Kurs des HSH Nordbank pre blue race über die Nordsee ins Ziel nach Hamburg. Bereits gestern erreichte die „UCA“ von Klaus Murmann unter Skipper Jörn Bock die Ziellinie in Hamburg/Blankenese und ersegelte sich so den Sieg im HSH Nordbank pre blue race. Die „Tutima“-Crew um Skipper Tom Ebert aus Frankfurt fuhr die Wettfahrt nach einem Zwischenstopp in Hanstholm zwar außer Konkurrenz zu Ende, aber auf das Konto der passionierten Crew geht ein großer Extrapunkt fürs Durchhalten.

Kurz vor Mitternacht passierte die „Tutima“ Cuxhaven. Nachdem die Wasserschutzpolizei der Crew um Skipper Tom Ebert eine Pause aufzwang, erreichte die Yacht gegen 10.00 Uhr heute Morgen Blankenese und liegt nun gegenüber der „UCA“ im City Sporthafen.

„In der letzten Nacht ging es auf der Nordsee noch einmal richtig zur Sache, wir hatten 40 Knoten Wind von vorne, und ständig brachen die Wellen übers Deck. Es war nur noch das Trysegel und die kleine Genua oben, aber ich wollte das Rennen auf jeden Fall zu Ende bringen“, berichtet Ebert. Die „Tutima“ sah aus wie ein gerupftes Huhn, da nur noch wenige Segel einsatzfähig waren. „Das war genau das Training, das ich mir im Hinblick auf die Nordatlantik-Regatta im kommenden Jahr vorgestellt habe, auch wenn ich in den vergangenen zwei Tagen gerade mal fünf Stunden geschlafen habe“, so der Uhrmachermeister, der bereits im Transatlantikrennen 2003 am Start war.

Als erste Yacht der wetterbedingt kurzfristig angesetzten Rückregatta von Skagen nach Kiel erreichte heute Morgen um 5.12 Uhr die "World of TUI Hamburg", gesegelt von der Frauencrew um Skipper Heiko Preuss das Ziel in Kiel.
Von Bord der „World of TUI“ berichtet Heike Huppertz: „Mit westlichen Winden von 4-6 Beaufort und steigendem Barometer gab es außer diversen Reffmanövern, einem einzigen Vorsegelwechsel und dem greifbar nahen Leitfeuer Langelandsbelt-S keine weiteren Ereignisse. Um 5.11 Uhr, also knapp 24 Stunden nach dem Start, überquerten wir als „First ship home“ bereits die Ziellinie. Kurz darauf waren wir in Düsternbrook, wo wir von der Wettfahrtleitung erwartet wurden. Perfekt! Für uns alle war das HSH Nordbank Pre Blue Race ein echtes Highlight“.









Nacheinander liefen Jens Kellinghusen (Hamburg) mit „Varuna", Boris Broszio (Kiel) mit "Josephine" und kurz darauf Heiko Tornow (Buxtehude) mit "Luv" ein. Dabei lieferten sich die Crews der „Luv“ und der „Josephine“ über den gesamten Parcours von Skagen nach Kiel ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, das die Josephine nach 230 Meilen erst kurz vor dem Ziel für sich entscheiden konnte.

„Die Idee mit der Rückregatta war gut – das hat unseren Ehrgeiz noch einmal angespornt. Leider hat das raue Wetter aber seine Spuren an unseren Segeln hinterlassen. Auf der Rückregatta mussten wir daher das zweite Reff nehmen. Obwohl wir deswegen mit zu wenig Tuch fahren mussten, haben wir es aber geschafft, in 24 Stunden 230 Meilen zu segeln“, berichtet Heiko Tornow. „Uns ging es beim HSH Nordbank pre blue race gar nicht so sehr darum, einen guten Platz zu ersegeln. Für uns war diese Regatta eine gute Gelegenheit, für das HSH Nordbank blue race im nächsten Jahr zu trainieren“, so Tornow. Nach und nach kamen die Teilnehmer mit zufriedenen Mienen in Kiel an und trafen sich erneut zum gemütlichen Frühstück auf dem Regatta-Begeleitschiff, der MS „Merkur“.

„Anke-Sophie" (Horst Maus) ist nach Rostock gelaufen, und die Frauencrew der „Albatros" mit Skipper Helge Schinzel hat sich entschlossen, nach Glücksburg abzubiegen, um das Schiff in den Stall zu bringen.
Allein die „Outsider“ von Tilmar Hansen aus Kiel liegt noch in Skagen – mit kaputtem Großsegel und zerbrochener Gennakerbaum-Halterung. Beides hat schon kurz nach dem Start in Kopenhagen erheblich Fahrt gekostet und die Crew in der Jammerbucht letztlich zur Umkehr gezwungen. „Wir wollten eigentlich – ähnlich wie die UCA – schon weiter südlich sein, um dem Trog zu entkommen. Die Welle und der Wind, der stärker war als vorhergesagt, haben aber ihren Tribut gefordert. Es war sehr nass und wir haben extrem gefroren“, berichtet Ole Satori von der „Outsider“-Crew.

„Ich bin froh, dass alle Segler verantwortungsbewusste Entscheidungen getroffen und auf dem einen oder anderen Weg ihr Ziel erreicht haben. Die Seemannschaft hat gesiegt und den Weg für das HSH Nordbank blue race im kommenden Jahr aufgezeigt. Ich gratuliere allen Teilnehmern zu den hervorragenden Leistungen in diesem Härtetest und freue mich auf eine tolle Abschlussparty“, sagt Ulrich W. Ellerbeck, Vorstand der HSH Nordbank und Mitglied des Steering Committees des HSH Nordbank blue race.

Die Abschlussparty mit Siegerehrung findet am Sonnabend den 27. Mai ab 19.30 Uhr auf der „Cap San Diego“ in Hamburg statt. Die Presse ist herzlich eingeladen mitzufeiern und die Gelegenheit zu nutzen mit den Teilnehmern persönlich zu sprechen.

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Segeln blindes gif
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