Maxi Yacht Rolex Cup, Cervo

04.-09.09.2006, Cervo
Segelfotos 2006 - www.yccsmaxi.it - Regatta 2006


Fotogalerie

3. September 2006 SEGELNDE GIGANTEN

Das kristallklare Gewässer der Costa Smeralda, weltweit bekannt als das Paradies der Segler, steht bereit für eine der eindruckvollsten Zusammenkünfte von Segelyachten bisher überhaupt. Die 17. Ausgabe des Maxi Yacht Rolex Cup hat ein Rekordfeld von 46 Teams aus 15 Nationen angezogen. Die Teilnehmerzahl dieses Jahres pulverisiert den Rekord von 2005 mit 37 Yachten und bringt einmal mehr die Elite der internationalen Segel- und Wirtschaftswelt nach Porto Cervo.

Der Maxi Yacht Rolex Cup 2006 wird Schauplatz für einen wirklich hochdramatischen Wettbewerb zwischen Giganten zur See werden, darunter einige starke Neubauten und zahlreiche Veteranen dieses Höhepunkts der Mittelmeersaison. Zwei neue Supermaxis, Bob Oatleys „Wild Oats XI“ (Australien) und ihr Schwerschiff, Neville Crichtons „Alfa Romeo“ (Neuseeland), sind die Blickfänge in diesem Jahr. Beide ein Design von Reichel/Pugh und Teilnehmer in der Racing Division, sind sie 98 Fuß lang und mit Schwenkkieltechnologie sowie weiteren Hightechinnovationen ausgestattet. „Wild Oats XI“ obsiegte auf breiter Front im vorigen Rolex Sydney Hobart: Sie gewann das seltene Double, war Erster im Ziel und nach berechneter Zeit. Darüber hinaus markierte sie einen neuen Streckenrekord. „Alfa Romeo“ war schwer zu schlagen und wurde Zweiter ebenfalls im Ziel und berechnet; im weiteren Verlauf des Jahres war sie „First Ship Home“ in einem anderen Hochseeklassiker, dem Giraglia Rolex Cup 2006.

Nach dem katastrophalen Ausscheiden im vorigen Jahr durch einen Mastbruch am zweiten Tag kehrt die 98 Fuß lange „Maximus“ nach Porto Cervo zurück. Unter der Eignergemeinschaft der beiden neuseeländischen Geschäftsleute Charles St Clair Brown und Bill Buckley wurde sie jüngst Round-the-Island-Rekordhalter (Isle of Wight). Ein weiterer illustrer Name in der Racing Division ist der von Hasso Plattner und seiner maxZ86, „Morning Glory“, eine Schwingkiel-Maxiyacht mit Turbo, ebenfalls ein Design von Reichel/Pugh mit einer größeren Segelfläche als ein America's Cupper hat.

Die Durchschnittsgeschwindigkeit des Felds könnte dieses Jahr erneut einen großen Schritt nach vorn machen, auch weil ein Volvo Open 70 bei den Supermaxis teilnimmt, nämlich die gefeierte „ABN AMRO One“, Siegerin des im Sommer zuende gegangenen Volvo Ocean Race 2005-2006. Für den neuseeländischen Skipper Mike Sanderson wird es sein zweiter Maxi Yacht Rolex Cup, nachdem er 1999 an Bord von Larry Ellisons „Sayonara“ war. Er hofft auf möglichst viel des traditionell guten Wind Sardiniens: „Wir wollen uns teuer verkaufen und nach IRC gegen die Maxis bestehen, wenn wir ein paar Starkwindtage haben. Wir freuen uns wirklich sehr auf diese Regatta. Ich glaube, wenn wir anständig Wind bekommen, müssten die Kurse unserem Boot besonders liegen.“ Die legendären „New Zealand Endeavour“ und „Steinlager 2“, zwei frühere Gewinner des Round the World Race, werden ebenfalls in dieser Division teilnehmen.

Die neu formierte Mini Maxi Division wird mit elf Meldungen schon eine der größeren Klassen sein. Die italienische Farr 70 „Atalanta II“ wird hier besonders hoch eingeschätzt. Im Besitz von Carlo Puri Negri, Boss von Pirelli Real Estate, räumte die „Atalanta II“ beim Rolex Middle Sea Race 2005 als Gesamtsiegerin das Silber ab. Damit gewannen Puri Negri und die Crew der „Atalanta II“ auch die Mittelmeerhochseemeisterschaften, eine neue Serie aus vier Events. Ein weiterer starker Teilnehmer in dieser Division ist Ernesto Gismondi mit seiner „Edimetra VI“ aus Italien, Sieger in 2001 und in diesem Jahr Erster im Gesamtklassement der kombinierten Wertung aus Hochsee- und Kurzrennen des Giraglia Rolex Cup.

In der Cruising Division ist der Hamburger Wirtschaftsmagnat Günter Herz mit seiner unter britischer Flagge segelnden „Allsmoke“ der Gejagte, nachdem er 2005 das kombinierte Cruising-Gesamtklassement gewonnen hatte. In seiner Anwartschaft auf die Titelverteidigung sieht sich Herz starker Konkurrenz ausgesetzt, darunter den vorjährigen Gewinner der Cruising B Division, Filippo Faruffini aus Italien mit seiner eleganten „Roma“ - ein Fahrtenschiff, das sich als pure Rennyacht entpuppt mit abnehmbaren Grindern, sechs Kabinen, fünf separaten Badezimmern und Aircondition in allen Räumen. Die 34 Meter lange „Unfurled“ von Immobilienmogul Harry Macklowe aus New York, ein weiterer Gewinner des Vorjahres (Cruising A), wird dieses Jahr auch wieder an der Startklinie sein, genauso wie die prächtige, 37 Meter lange „Ghost“, im Besitz des Neulings vom vorigen Jahr, dem amerikanischen Filmproduzenten und Gründer einer Kunstgalerie, Arne Glimcher. Auch das legendäre J Class-Boot „Velsheda“, ein Design von Camper & Nicholson aus 1933, wird bei dieser atemberaubenden Segelparade dabei sein.

Das Feld beim Maxi Yacht Rolex Cup sieht außerdem fünf Yachten in der Division Spirit of Tradition starten, darunter der weltbekannte famose Schoner „Adela“ des amerikanischen Gas- und Medientycoons, George Lindemann. Mit einer Gesamtlänge von 55 Meters ist die „Adela“ mit einem Abstand von 15 Meter die größte Yacht im Teilnehmerfeld und stiehlt der Konkurrenz allein deswegen meist schon die Schau.

Neun Yachten werden in der W-Division erwartet. Der Hamburger Reeder und Vorjahressieger Claus Peter Offen tritt mit seiner „Y3K“ dieses Mal jedoch genauso in der Racing Division an, wir der Zweitplazierte 2005, Alberto Roemmers aus Argentinien mit seiner „Alexia“. Der Gesamtsieg scheint vor diesem Hintergrund offener denn je. Eine Serie neuer W80 - „Aori“, „Dangerous but Fun“, „Indio“ und „Tango“ - werden neben der italienischen „Tiketitan“, Dritte in 2005, und Großbritanniens „Magic Carpet Squared“ von Sir Lindsay Owen-Jones, Vorstandsvorsitzender von L'Oreal, dabei sein, die im Vorjahr ebenfalls einen Riggschaden hatte.

„Wir sind hocherfreut, ein derart spektakuläres Feld zum Maxi Yacht Rolex Cup 2006 willkommen zu heißen“, kommentierte YCCS-Kommodore Gianfranco Alberini. „Der Event verkörpert Seesegeln auf höchstem Niveau. Mit einer Teilnehmerliste von dieser Qualität und unseren Weltklasserevier sind wir sicher, eine Woche hart umkämpften Wettbewerb zu sehen.“

Der Maxi Yacht Rolex Cup wird vom Yacht Club Costa Smeralda zusammen mit der internationalen Vereinigung der Maxis (IMA) organisiert und läuft vom 3. bis zum 9. September. Die Rennen beginnen am Montag (4. September). Am Donnerstag (7. September) ist ein Ruhe- oder Reservetag vorgesehen. Von den luxuriösesten über die traditionellsten bis zu den schnellsten Einrumpfbooten der Welt ist das Stelldichein der Maxis schlichtweg umwerfend.

Traditionell führen die verschiedenen Kurse der Woche entlang der Küstenlinie im Nordosten Sardiniens und durch das Archipel La Maddalena mit seinen engen Durchfahrten, schroffen Felsvorsprüngen und drehenden Winden. Die Strecken werden täglich auf die aktuelle Wettervorhersage abgestimmt und ausgelegt. Im September reicht die Bandbreite von leichter, thermisch bedingter Seebrise bis hin zum berühmten Mistral, der mit bis zu 45 Knoten aus Nordwest blasen kann. Major Filippo Petrucci, der offizielle Meteorologe des Events, erwartet in der Woche „überwiegend leichte, thermisch bedingte Winde aus Nordost. Ein Hochdruckgebiet liegt über Sardinien. Deshalb werden die Rennen aller Voraussicht nach in acht bis zehn Knoten Wind mit wenig Wellen stattfinden. Von Donnerstag an könnte es ein paar Wolken geben, was die generelle Vorhersage aber nicht wesentlich verändert.“

Dieses Jahr ist das Feld beim Maxi Yacht Rolex Cup in fünf Divisionen unterteilt:
Racing:Hier segeln Hochleistungsrennyachten mit einer Mindestlänge von 24 Metern nach IRC-Handicap. Wegen ihres Geschwindigkeitspotentials dürfen die zwei Volvo Ocean Racer (ein 70er und ein 60er) in dieser Division starten, allerdings mit separater Wertung.

Cruising: Hier startet eine Bandbreite von schweren Yachten und Leichtbauweisen, von denen einige nach dem gleichen hohen technischen Standard gebaut wurden, wie die Boote der Racing-Division. Der große Unterschied ist, dass die Boote wenn überhaupt nur selten auf Komfort unter Deck verzichten. Das Handicapsystem, nach dem gesegelt wird, ist auch IRC und die Mindestlänge ebenfalls 24 Meter.

W: Diese Division segelt nach ihrem eigenen Handicap-System, das auf der Geschwindigkeitshochrechnung (VPP) des IMS-Handicapsystems basiert.
Maxi Rolex Cup Cervo

Maxi Rolex Cup Cervo
Maxi Yacht Rolex Cup 2006

Maxi Rolex Cup Cervo
Traumrevier vor felsiger Küste

Maxi Rolex Cup Cervo
Alles edel bis ins Detail

Foto vergrößern ...
Die schönsten klassischen Yachten

Foto vergrößern ...
Der erste Renntag
Foto: Kurt Arrigo/Rolex
Foto vergrößern ...
Wild Oats beim Spimanöver
Foto: Carlo Borlenghi

Foto vergrößern ...
Unfurled - fliegt sie ?
Foto: Kurt Arrigo

Foto vergrößern ...
Adela - extreme Perspetiven
Foto: Carlo Borlenghi/Rolex

Foto vergrößern ...
Die Dark Shadow will es wissen
Foto Carlo Borlenghi/Rolex

Foto vergrößern ...
Atalanta - Crew
Foto: Kurt Arrigo

Foto vergrößern ...
ABN AMRO
Foto: Carlo Borlenghi
Spirit of Tradition: Diese Division umfasst moderne Klassiker - Yachten, die nach klassischen Linien nachgebaut wurden wie aus einer längst vergangenen Zeit, die aber unter der Wasserlinie durchaus die modernste Kielkonfiguration haben können, als auch unter Deck mit allen Annehmlichkeiten ausgestattet sein können. Die Yachten werden nach einem sogenannten Tag-für-Tag-Leistungshandicap bewertet. Die Mindestlänge beträgt 24 Meter.

Mini Maxi: Diese neue Division deckt die traditionelleren Maxiyachten ab, die kleiner sind als ihre neueren Schwestern in der Racing-Division. Mini Maxis sind zwischen 18 Meter (60 Fuß) und 23,90 Meter (79 Fuß) lang. Die Mini Maxis müssen den IMS/ORC Club-Regeln und -Regularien entsprechen.

Der Yacht Club Costa Smeralda hat die Teilnehmer am Sonntagabend mit einem Cocktailempfang in seinem großzügigen Clubhaus offiziell begrüßt. Von dort genießen die Gäste einen einmaligen Blick über die Porto Cervo Marina. Die Clubmitglieder können neben 24 Gästesuiten einen modernen Wellenessbereich, eine Bar, ein Restaurant und eine großzügige Terrasse mit eigenem Swimmingpool nutzen. Am Ende jedes Regattatags wird der Yacht Club Costa Smeralda gemeinsam mit dem Titelsponsor Rolex ein Toprahmenprogramm zwanglos anbieten: Montag gibt es Erfrischungen nach dem Segeln, Dienstag die Rolex Crew Party, Donnerstag das Rolex Dinner im weltberühmten Luxusressort Cala di Volpe und am Freitag wieder Erfrischungen nach dem Segeln sowie das YCCS-Dinner. Die Woche endet am Sonnabend mit der finalen Preisverteilungszeremonie und einem Abschlusscocktail, wenn den Gesamtsiegern jeder Division der Maxi Yacht Rolex Cup und Rolex-Armbanduhren überreicht werden. Außerdem gibt es für die Gewinner der IMA-Meisterschaft spezielle Auszeichnungen der IMA sowie weitere Trophäen für die Sieger jeder besonderen Gruppe.

Weitere Informationen über den Maxi Yacht Rolex Cup 2006 einschließlich Teilnehmerlisten und Ergebnissen stehen im Internet unter www.yccsmaxi.it
Copyright © 1996-2016 - SEGEL.DE

Segeln blindes gif
Segeln blindes gif