117.Travemünder Woche 2005

21.-30.07.2006
www.Travemuender-Woche.net - Regatta Deutschland


Aktuelle Regatta-Ergebnisse

30. Juli 2006
Abschlusspressemitteilung von der 117. Travemünder Woche
Meisterhafte Travemünder Woche beendet
Levine Eyal/Amir Yam (Israel) Junioren-Weltmeister der 470er

Travemünde. Mit dem Finale der 470er-Juniorenweltmeisterschaft und sechs weiteren Gesamtsiegern ging am Sonntagnachmittag (30. Juli) nach zehn Tagen hochklassigem Segelsport die 117. Travemünder Woche (TW) zu Ende. Den WM-Titel gewannen die Israelis Levine Eyal und Amir Yam in einem fulminanten Endspurt punktgleich vor den Kroaten Fantela Sime und Igor Marenic. Beste Deutsche wurden Christopher Lorenz und Friedrich Gebert aus Berlin als Fünfte. Insgesamt feierten 2.600 Aktive aus 37 Nationen – so international war die TW noch nie – bei hochsommerlichen Temperaturen auch an Land ein maritimes Festival der Extraklasse.

Finale der 470er
Fotos: Nils Bergmann/Yachting-Photos.com

Auf den zehn Regattabahnen der Travemünder Woche wurden rund 350 Wettfahrten in 32 Bootsklassen absolviert. Höhepunkt der 14 Titelkämpfe war die Europameisterschaft der olympischen Tornado-Klasse mit einem Sieg der überragenden Österreicher Roman Hagara und Hans Peter Steinacher. Die deutschen Mitfavoriten Roland Gäbler und Gunnar Struckmann (Tinglev/Kiel) als Zehnte sowie Johannes Polgar und Florian Spalteholz (Dänisch-Nienhof/Kiel) als 13. blieben hinter den eigenen Erwartungen zurück.

Die Gesamtbilanz der Großveranstaltung fiel überhaus positiv aus. „Wir haben von den Teilnehmern sehr viel Lob bekommen“, so Karin Böge und Claus-Dieter Stolze, „und zwar für die fairen Wettfahrten und die enge Verknüpfung des Segelsports mit dem aufgewerteten Landprogramm.“ Das TW-Führungsduo will den guten Ruf der zweitgrößten Segelregatta der Welt als Meisterschaftsrevier mit dem besonderen Flair in Zukunft weiter ausbauen.
„Es war die hochklassigste Travemünde Woche seitdem ich dabei bin“, resümierte auch der oberste Wettfahrtleiter Walter Mielke, „aber auch die schwierigsten Windbedingungen seit 1980.“ Nicht einen Tag habe ein „normaler Wind“ (Gradient) geweht. Rund 350 Wettfahrten wurden ausschließlich mit thermischer Seebrise gestartet, die nachmittags aufgrund der Hitze über Land an der Küste der Lübecker Bucht einsetzte. Der Rekordsommer mit dem wärmsten Juli in Lübeck und Travemünde seit Beginn der Wetteraufzeichnungen Anfang des vorigen Jahrhunderts hatte somit immerhin den Vorteil, dass letztlich doch nur knapp zehn Prozent der geplanten Wettfahrten wegen Flaute ausfielen.

Auch das mit Spannung erwartete „Medal Race“ der zehn besten 470er-Junioren zwischen Nordermole und Strand wurde ein Leichtwindrennen, nachdem sich pünktlich um 14 Uhr eine schwache Seebrise aufgebaut hatte. Die vor dem Rennen führenden Kroaten Sime/Marenic erwischten einen schlechten Start und fuhren auf der Startkreuz auch noch auf die benachteiligte Bahnseite. Die Israelis Eyal/Yam packten die Gelegenheit beim Schopf und lagen gleich auf Rang zwei. Am Ende war es ein Herzschlag-Finale, in dem die Kroaten als Vierte über die Ziellinie gingen. Den Ausschlag für den WM-Titel gab bei Punktgleichheit das bessere Abschneiden im Medal Race zugunsten der Israelis.
„Wir haben bis zum Schluss an unsere Chance geglaubt und sind überglücklich, dass es noch mit ‚Gold’ geklappt hat“, so Levine Eyal aus Haifa. Wegen des militärischen Konflikts in seiner Heimat habe er große Mühe gehabt, den Kopf frei zu bekommen für die WM. Eyal: „Ich habe oft mit meinen Eltern telefoniert und war beruhigt, wenn es ihnen gut ging.“

Die Berliner Lorenz/Gebert hatten vor dem Finale noch eine theoretische Chance auf „Bronze“. Die Junioren-EM-Dritten aus dem Vorjahr legten einen Super-Start hin und hätten ihren Medaillentraum realisieren können, als die vor dem Finale drittplazierten Briten Patience/Grube plötzlich auf dem zehnten und letzten Rang lagen. Das Podium war zum Greifen nahe, doch dann leisteten die Deutschen sich einen taktischen Fehler. Am Ende blieb es beim fünften Rang in der Gesamtwertung. „Wir sind natürlich enttäuscht, denn wir hatten uns mehr vorgenommen“, so die 470er-Segler unisono.

Am letzten Wettfahrttag wurden noch weitere Titel in Travemünde vergeben. Internationaler deutscher Meister der A-Cats ist Bob Baier aus Pfronten vor dem Franzosen Jean Louis le Coqu. Der Hamburger Andreas John gewann mit Susanne Hahn aus Lübeck die deutsche Bestenermittlung der Formula 18-Katamarane.

Am Sonntagabend feierten die Seglerinnen und Segler noch einmal mit den zahlreichen Gäste bis Mitternacht das maritime Festival der Superlative. Das Abschlussfeuerwerk mit einer einzigartigen Lasershow war der absolute Höhepunkt der „dritten Halbzeit“. Insgesamt besuchten mehr als eine Million Menschen die Travemünder Woche. Und die 118. Ausgabe wird vom 20. bis 29. Juli 2007 stattfinden.

Weitere Informationen; Ergebnisse und aktuelle Fotos:
Andreas Kling
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Ergebnisse v. 30.07.

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