Pressemitteilung vom pinta racing team
12. Juli 2007
10. Tag der Segelweltmeisterschaften in Cascais/Portugal
Dramatik pur vor dem letzten 470er-Rennen
CASCAIS. Spannender könnte ein Krimi kaum sein: Vor dem letzten Regattatag
der ISAF-Segelweltmeisterschaften in Cascais/Portugal kämpfen mindestens
vier 470er-Frauenteams fast gleichauf um drei Nationenstartplätze bei den
Olympischen Spielen 2008. Darunter sind auch Steffi Rothweiler und Vivien
Kussatz (München/Berlin) vom pinta racing team, die am Donnerstag (12. Juli)
in den beiden letzten Rennen der Goldflotte im Vergleich zur direkten
Konkurrenz am besten abschnitten. Als 15. und Achte rückten sie auf den 18.
Gesamtrang vor und hätten vor der letzten Wettfahrt die Qualifikation
geschafft.
13 von 18 Fahrkarten nach Qingdao/China vergibt der Weltsegelverband ISAF
bei der WM 2007 an seine Mitgliedsländer. Hintergrund der Beschränkung ist
die auf insgesamt 400 begrenzte Gesamtteilnehmerzahl für den Segelsport. Von
den 13 Tickets sind bereits neun an Teilnehmerinnen des finalen Medalraces
der besten Zehn vergeben – zwei französische Teams sind dabei. Weil hinter
Rang elf im Gesamtklassement einige Zweitplazierte ihrer Nation folgen,
bekämen Rothweiler/Kussatz derzeit den zwölften Nationenstartplatz.
„Von uns aus kann es morgen stürmen. Dann müssten wir gar nicht mehr bangen
“, sagten die Frauen übereinstimmend. Denn neben dem Medalrace sollen auch
die Plätze elf bis 32 noch eine alles entscheidende Wettfahrt segeln. Die
knappe Ausgangsposition: Die Neuseeländerinnen Melinda Henshaw und Olivia
Powrie sind mit 102 Punkten 17. und „belegen“ den elften Startplatz. Es
folgt das pinta racing team einen Zähler zurück. Nur einen weiteren Punkt
zurück liegen Elise Rechichi und Tessa Parkinson aus Australien, die am
Donnerstag durch einen Mastbruch beide Rennen verloren, und die
Kanadierinnen Jen Provan/Carol Luttmer.
Soviel Rechnerei passt Steffi Rothweiler zwar „gar nicht in den Kram“, aber
„wir können uns davon natürlich auch nicht freimachen.“ In einem Feld von 22
Booten werde zwangsläufig auf die direkte Konkurrenz geachtet werden, wobei
es aufgrund der Leistungsdichte schwierig bis sinnlos sei, sich von
vornherein auf eine Gegnerin zu konzentrieren, um diese eventuell zu decken
und nach hinten zu segeln. „Wir müssen das aus der Situation heraus
entscheiden“, so die Steuerfrau, „wichtig ist erstmal, dass wir selbst wir
gut aus den Startlöchern kommen.“
Das Erfolgsrezept am vorletzten Tag war ein erhöhtes taktisches Risiko. „Wir
haben einfach riskanter gesegelt und wurden dafür belohnt“, erklärte die
Vorschoterin, „wir mussten ja auch etwas tun, um den großen Rückstand wett
zu machen. Am Mittwochabend schienen die Deutschen noch fast aussichtslos
weit weg von den Spielen 2008.
Das entscheidende Rennen soll am Freitag, dem 13. Juli, um 14.20 Uhr
Ortszeit (15.20 Uhr deutscher Zeit) gestartet werden. „Mit Startnummer 13
werden wir an dem Tag doch mindestens den 13. Startplatz schaffen“, so
Rothweiler und Kussatz, „der vorbelastete Tag kann doch auch mal Glück
bringen.“
WM-Zwischenstand der 470er-Frauen nach neun Wettfahrten:
1. De Koning/Berkhout (Niederlande) 11
2. Petitjean/Douroux (Frankreich) 22
3. Kondo/Kamata (Japan) 38
4. Bassadone/Clark (Groß Britannien) 40
5. Torgersson/Zachreisson (Schweden) 41
6. Conti/Micol (Italien) 57
7. Oliveira/Swan (Brasilien) 62
8. Lecointre/Lemaitre (Frankreich) 69
9. Kornecki/Bouskila (Israel) 80
10. Maxwell/Kinsolving (USA) 82
(qualifiziert für das Medalrace)
11. Dekleva Paoli/Maucec (Slowenien) 82
...
16. Shen/Huang (China) 100 (qualifiziert als Gastgeber)
17. Henshaw/Powrie (Neuseeland) 102
18. Rothweiler/Kussatz (München/Berlin) 103
19. Rechichi/Parkinson (Australien) 104
20. Provan/Luttmer (Kanada) 104
…
26. Blaschkewitz/Genrich (Lübeck) 128
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