Kieler Woche 2007

16. - 24. Juni 2007
www.kieler-woche.de - Übersicht
20.06.2007
Weltmeister "Froschkönig" makellos

Schwieriges Finale beim Kiel-Cup: Bei leichten und drehenden Winden quälten sich die Dickschiffe gestern zum Abschluss ihres ersten Kieler-Woche-Teils über die Bahn. Doch obwohl die Wettfahrtleitung im Laufe der Rennen mehrfach die Bahn korrigieren musste, standen am Ende des Tages zwei weitere Wettfahrten in der Liste und damit insgesamt fünf Rennen für das Gesamtklassement fest. Bestes Boot über alle Klassen war die "Froschkönig" von Detlef Amlong (Kiel).

Spannend wurde es noch einmal durch die Schwachwind-Bedingungen in der Klasse IMS-1. Das Team der "Beluga" von Christian Plump (Kiel), das bisher das Geschehen bei den großen Schiffen diktiert hatte, fuhr lediglich einen fünften und einen vierten Platz ein. Dadurch zog die "Unique" (Bernd Kriegel, Kiel) noch nach Punkten gleich, musste aber aufgrund der Majorität der ersten Plätze der "Beluga" den Vortritt lassen. "Unter zehn Knoten Wind sind einfach nicht die Bedingungen für unser Schiff, und wir hatten heute lediglich sechs bis sieben Knoten", berichtete Plump. Er war insgesamt mit der Leistung seiner Crew sehr zufrieden: "Über die ganze Serie haben wir gezeigt, dass wir das beste IMS-1-Schiff waren. Dass es noch so eng wurde, war einfach Pech. Insgesamt war der Sieg verdient."

Gestern stieg der America's Cup erfahrene Matti Paschen aus Hamburg mit an Bord der "Beluga". "Das lief sehr gut. Es macht einfach Spaß, mit Leuten wie Matti und Markus Wieser zu segeln", so Plump, für den jetzt die konkrete Vorbereitung auf die IMS-Weltmeisterschaft in Norwegen beginnt: "Da peilen wir dann ein Platz auf dem Treppchen an."

Den WM-Einsatz streichen muss dagegen wohl die "Froschkönig", obwohl die IMS-4-Yacht den Titel zu verteidigen hätte und mit einer makellosen Kiel-Cup-Serie ihre große Klasse bewies. Fünf Starts, fünf Siege - das gelang keiner anderen Yacht in den acht Seebahn-Klassen. "Wir haben im Frühjahr ein paar neue Crewmitglieder eingebaut und einen großen Schritt nach vorn gemacht", so Detlef Amlong. "Dass wir bei der WM nicht dabei sein können, schmerzt uns sehr. Aber wir hatten einen Sponsor, der unerwartet abgesprungen ist. Da wir mit vielen jungen Leuten segeln, können wir uns die Reise nach Norwegen nicht leisten." Zumal auch die Segelgarderobe einer intensiven Überholung bedürfte. "Am liebsten würde ich meinen Ärger laut heraus schreien. Es ist einfach grob, wenn einem so der Boden unter den Füßen weggezogen wird." Jetzt konzentriert sich Detlef Amlong auf die Deutsche Meisterschaft und die Fortsetzung der Kieler Woche ab Freitag: "Der Gewinn des Kaiser-Pokals, der Kieler-Woche-Sieg über alles, das wäre ein Traum."

Größter Konkurrent dafür scheint die "CG Mer" von Oliver Leu (Heiligenhafen) zu sein, die sich in der IMS-2 mit Platz zwei im ersten Kiel-Cup-Rennen lediglich einen Ausrutscher leistete und ansonsten nur in der Top-Position zu finden war.

Unterstützt werden die Kieler Woche-Regatten 2007 vom Partner und Presenter BMW AG, den Partnern HSH Nordbank, freenet und boot Düsseldorf sowie den Sponsoren b+m Informatik AG, B+ S Card Service, Canon, Fürst Bismarck Quelle, Helly Hansen, Hugo Hamann mit Konica Minolta, International Farbenwerke, Jever, Kapsch CarrierCom, Kielnet, Lankhorst/Hohorst, Nexus, SVG Service Verlag/Segler-Zeitung, Tutima (Offizieller Zeitnehmer).

Weitere Informationen unter www.kieler-woche.de
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