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118. Travemünde Woche beendet: Schirm, Charme und Optimismus
TRAVEMÜNDE. Mit einem spektakulären Höhenfeuerwerk auf der Nordermole und
einem Stimmungshoch bei den Teilnehmern wie Veranstaltern ging am
Sonntagabend (29. Juli) die 118. Travemünder Woche zu Ende. Das wechselhafte
Wetter der vergangenen zehn Tage drückte zwar die Besucherzahl auf unter
900.000, jedoch nicht die gute Laune, denn Verweildauer und Zufriedenheit
der Gäste stiegen. Auch die Crews der rund 650 Boote kamen seglerisch auf
ihre Kosten. Trotz Flauten und Sturmböen ging fast das gesamte
Wettfahrtprogramm mit weit mehr als 300 Einzelrennen über die Bühne.
„Die Mischung zwischen Jugendjollen und traditionellen Kielbooten stimmte,
aber nicht alle Meldezahlen“, zogen Karin Böge und Claus-Dieter Stolze aus
der Chefetage der Travemünder Woche eine selbstkritische Bilanz. Die
deutschen Meisterschaften der Laser-Junioren und der Europe-Jugend sowie 52
Folkeboote, die in der 119. Travemünder Woche 2008 ihre deutschen
Meisterschaft segeln werden, waren in diesem Jahr qualitative und
quantitative Höhepunkte. Auch der Schwerpunkt der Gleitjollen mit dem German
Grand Prix der 18-Footer direkt vor dem Strand und den Eurocups der
RS-Klassen setzte einen positiven Akzent. Kleinstfelder mit teils unter zehn
Booten pro Klasse soll es aber in Zukunft nicht mehr geben.
Dabei müssen eine verbesserte Infrastruktur, die finanzielle Ausstattung und
die Gesamtrahmenbedingungen der Veranstaltung vor Ort helfen. Konkret
notwendige Maßnahmen, die bereits 2008 sichtbar und 2009 zur 120.
Travemünder Woche abgeschlossen sein sollen, wird der Lübecker Yacht-Club
als Hauptveranstalter mit der Hansestadt Lübeck in einer neuen Arbeitsgruppe
„Zukunft TW“ in Kürze festlegen. Darauf einigte sich TW-Führung mit Lübecks
Bürgermeister Saxe, um eine breitere Unterstützung für „unsere Veranstaltung
Nummer eins“ (Saxe) zu erreichen und die Position Travemündes im
internationalen Regattakalender als Meisterschaftsrevier zu festigen.
Eine wichtige Säule der schönsten Segelregatta der Welt bleibt das Festival
an Land. „Das Eventprogramm ist genau wie unsere ideale Lage an der
Travemündung eine der wichtigsten Säulen des Sports. Die Aktiven genießen
sie nicht nur, die bunte Meile finanziert das Regattaprogramm auch mit“,
erklärten Böge und Stolze unisono. Besucher aus ganz Norddeutschland und
darüber hinaus honorierten weitere punktuelle Verbesserungen des bereits im
Vorjahr angehobenen Gesamtniveaus des Landspektakels.
Besonderes Lob erhielten nicht nur der CITTI-Park mit kostenloser Kinderanimation und die
neu inszenierte Laser- und Pyroperformance als Tagesabschluss, sondern
generell die Mischung des kulinarischen und kulturellen Angebots auf rund
80.000 Quadratmetern Eventgelände.
Bei mäßigen bis frischen Winden wurden am Finaltag in 14 Bootsklassen die
Travemünder Woche-Sieger gekürt. Dabei machte die Kieler Crew von Kai Mares
durch zwei Tagessiege in der deutschen Bestenermittlung der Bénéteau 25
alles klar. Ebenfalls mit zwei ersten Plätzen entzauberten die Zarnekauer
Brüder Helge und Christian Sach am Schlusstag die Formula 18-Konkurrenz und
feierten ihren 13. Travemünder Woche-Sieg. Damit blieben sie seit Bestehen
der Klasse im Jahr 2000 in Deutschland ungeschlagen. „Nachdem wir am Vortag
so langsam waren, haben wir über Nacht noch mal in unserem eigenen Lehrbuch
geblättert und den Capricorn umgetrimmt“, berichtete das Duo, „aber trotz
der Deutlichkeit im Ziel wurde uns der Sieg nicht geschenkt.“
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Die Segler-Village und Passatmeile

Folkeboote in Sturmböen
Fotos: Travemünder Woche

Leckere Paella auf der Travepromenade

Lightshow zur Halbzeit
Fotos: www.Travemuender-Woche.de
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