Pressemitteilung vom pinta racing team
30. Januar 2008
WM-Abschied als 13. am Ende ohne jeden Gram
MELBOURNE. Mit einem dritten Platz im letzten Rennen und Gesamtrang 13
schlossen Steffi Rothweiler aus München und die Berlinerin Vivien Kussatz am
Mittwoch (30. Januar) die Segelweltmeisterschaft der 470er-Klasse ab. Damit
blieb das pinta racing team im australischen Melbourne zwar hinter den
eigenen Erwartungen zurück, schöpfte aber aus einem versönlichen Ende
Hoffung für die weitere Olympiavorbereitung. Neue Weltmeisterinnen wurden
die US-Amerikanerinnen Erin Maxwell und Isabelle Kinsolving.
„Schon zur WM-Halbzeit haben wir gespürt, dass wir hier keinen Blumentopf
gewinnen können“, resümierten Rothweiler und Kussatz ihren Wettkampf, „da
war einfach der Wurm drin.“ Bei unerwartet stark drehenden Winden, für die
Segelhochburg im australischen Sommer eher ungewöhnlich, fehlte den
amtierenden Europameisterinnen oft der taktisch richtige Ansatz und das
nötige Quäntchen Glück. „Immerhin waren unsere Geschwindigkeitsprobleme nur
vorübergehender Natur“, zog die 28-Jährige Steuerfrau vom Württembergischen
Yacht-Club aus Friedrichshafen auch etwas Positives aus der WM.
Und ein genauer Blick auf die Ergebnisliste reichte, um etwaige
Selbstzweifel gar nicht erst aufkommen zu lassen. Denn: Die neuen
Titelträgerinnen Maxwell/Kinsolving hatten die nationale Olympiaausscheidung
der USA verloren. Nach Qingdao/China fahren Amanda Clark und Sarah
Mergenthaler, die in Melbourne als Gesamtelfte genauso das Medalrace der
besten Zehn verpassten wie die japanischen Vizeweltmeisterinnen Kondo Ai und
Kamata Naoko (12.), die zudem bei den PreOlympics Silber holten und zu den
Topfavoritinnen bei Olympia zählen.
„Die Olympischen Spiele sind ein völlig anderes Paar Schuhe“, sagt Vivien
Kussatz (35) vom Spandauer Yacht-Club aus Berlin, „die dortigen Bedingungen
haben mit dem WM-Wind wenig gemeinsam.“ Zu gerne hätte das pinta racing team
nach zweimal EM-Gold in Folge auch bei der Weltmeisterschaft aufs Treppchen
gewollt, „aber im Hinblick auf die Spiele ist das nicht relevant.“
Rothweiler/Kussatz haben die Qualifikationskriterien für eine Nominierung
bereits erfüllt und müssen im Frühjahr nur noch einen so genannten
Leistungsnachweis bei einer internationalen Regatta erbringen; ein Platz
unter den ersten zehn bis zwölf sollte reichen.
Nach der Heimkehr aus Downunder legt das pinta racing team der 470er-Frauen
eine einwöchige Segelpause ein. Danach geht es am 11. Februar zum Training
nach Palma de Mallorca (Spanien). „Dort werden wir zum ersten Mal unser
neues Boot ausprobieren, das wir auch im August bei den Spielen einsetzen
wollen“, so Rothweiler und Kussatz voller Vorfreude, „damit stehen noch
einige Material- und Trimmtests auf dem Programm.“
Segeln in Zahlen
Endstand der 470er-Weltmeisterschaft in Melbourne/Australien
1. Erin Maxwell/Isabelle Kinsolving (USA) 54 Punkte
2. Gulia Conti/Giovanna Micol (Italien) 64
3. Elise Rechichi/Tessa Parkinson (Australien) 80
4. Marcelien de Koning/Lobke Berkhout (Niederlande) 87
5. Ingrid Petitjean/Nadege Douroux (Frankreich) 89
6. Sylvia Vogl/Carolina Flatscher (Österreich) 100
...
10. Kathrin Kadelbach/Frederike Zieglmayer (Berlin/Hamburg) 125
...
13. Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) 136
Weitere Informationen und Fotos:
Andreas Kling
PR Manager
pinta racing team
M: +49/172/257-8817
T: +49/4822/360-900; F: -901
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