5. Baltic Sprint 2009 - Warnemünde ab 17. Juli 2009
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05.08.2009
GEBÜHRENDER ABSCHLUSS DES 5. BALTIC SPRINT CUPS – CREWS GABEN SABINE EIN EHRENDES ANDENKEN

Der vom Eventpartner SE Spezial Electronic AG unterstützte und den aktuellen Ereignissen angepasste „Final Show Down“ beendete in angemessenem Rahmen den 5. Baltic Sprint Cup, welcher am 18. Juli in Warnemünde gestartet war und sich mittlerweile zu einer internationalen Klassiker Serie entwickelt hat. In Anwesenheit des Schirmherren, Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe, und dem Vorsitzenden des Lübecker Yacht Clubs (LYC), Rolf Erwert, wurde die Abschlussveranstaltung am Samstag vor dem LYC gefeiert.

Nach dem Start in Warnemünde lief der 930 Seemeilen lange Kurs über Rønne (Dänemark/Bornholm) nach Västervik (Schweden), weiter nach Liepaja (Liebau/Lettland) und Swinoujscie (Swinemünde/Polen) und endete zur großen Preisverleihung am 1. August 2009 in Travemünde zum Ende der 120. Travemünder Woche.

Der Baltic Sprint Cup wurde im zweiten Abschnitt (Rønne – Västervik) von einem tragischen Unfall überschattet, als die Skipperin der Frauencrew der DHH Cross Match, Sabine Jüttner-Storp, während eines schwierigen Manövers bewusstlos aus dem Mast über Bord stürzte und trotz sofortiger Hilfeleistung vor den Augen der Crew in der Ostsee versank. Die Hälfte der Flotte beteiligte sich umgebens an einer großangelegten Suchaktion – traurigerweise vergebens. Ein Gedenkgottesdienst in der St. Petrikirche zu Västervik wurde 3 Tage später von Probst Clas Göran Thorell gehalten. Sowohl Göran Petersson, Präsident der International Sailing Federation (ISAF), als auch Henning Rocholl, Event Director, hielten eine emotionale Gedenkrede für Sabine. Die zweite Etappe wurde von der Regattaleitung abgebrochen. Auf Wunsch von Sabines Familie und Freunden wurde die Serie am folgenden Tag wieder aufgenommen und die Flaggen wieder gesetzt. In Gegenwart von Sabines Witwer und den Crewmitgliedern ihres Schiffes sowie allen Baltic Sprint Cup Teilnehmern wurde vor der Preisverleihung in Travemünde eine Gedenkrede und eine Schweigeminute als Homage für Sabine eingelegt. Champion in der IRC-Division auf der letzten 155 sm langen Regatta von Swinemünde nach Travemünde wurde die Daikin Airco von dem Niederländer Frans van der Heijden und in der ORC-Club Division die Imagine von Holger Streckenbach. Beide unterstrichen hiermit ihre konstant guten Resultate und sicherten sich so die jeweiligen Gesamtsiege in ihrer Division. Herzlichen Glückwunsch! Details der Ergebnisse .

Das Segeln war sehr variierend, nie langweilig und meistens bei moderaten bis frischen westlichen Winden, welches schnelle Etappen aber auch härtere Kreuzschläge mit sich brachte insbesondere in den letzten beiden Abschnitten. Die letzte Regatta von Swinemünde nach Travemünde bescherte nahezu Alles: Harte Kreuz bis 32 Knoten, Blitze und anschließendem schnellen Wetterwechsel, welcher nahezu in Windstille endete. Dieses Wetterextrem hat die Flotte sehr weit auseinander gezogen: Es war Samstagmorgen um 2:14, als die Oline als letztes Boot über die Ziellinie ging – nahezu 13 Stunden nach der Scho-Ka-Kola von Dr. Uwe Lebens, der sich ein drittes Mal die „Fastest Yacht Flag“ holte und somit auch den „Speed Award“ gewann, eine im vergangenen Jahr von Catharina Baronin von Toll als Wanderpreis gestiftete Silberschale. Der sogenannte „Youth Award“, der Jugendpreis, gestiftet von der Stiftung Hochseesegeln Hamburg wurde sich von der Luv (Daniel Rüter und Crew) in der ORC-Club Division und der Utsider (Jan Brügge und Crew in der IRC Division) geteilt. Der letztjährige Zweite über Alles in der IRC-Division David Aisher (RORC) und Felix Scheder-Bieschin (RORC und NRV) haben ihren im Jahr 1998 gewonnenen Team-Preis, den „Faxe-Skagen-Cup“ neu an den Baltic Sprint Cup als „IRC-Team Award“ gestiftet. Dieser wurde dieses Jahr vom Team „C’n’C“, der Scho-Ka-Kola und Daikin Airco gewonnen. Der Team Award in der ORC-Club Division sicherte sich das Team „East/West“ mit König & Xie und Imagine.

Den Baltic Sprint Cup Award, gestiftet vom Gründungscommittee aus 2006, Alan Green • Sven Herlyn • Henning Rocholl • Michael Steen Jensen, für die beste Yacht nach IRC im Jahr 2008 und 2009, ging ebenfalls an die Scho-Ka-Kola. 'Line Honour Winner' Dr. Uwe Lebens: „Seemannschaftsmäßig war dies die beste Regattaserie und das engste Ergebnis seit Beginn des Cups. Diese Veranstaltung hat sich in 5 Jahren zu einem Klassiker etabliert. In Bezug auf das Segeln und die Organisation hat der Event einen hohen und professionellen Standard gesetzt. Die Kombination aus Langstrecke, Up and Down, Wettertaktik und intensiver Navigation machen den Baltic Sprint Cup zu einer echten Herausforderung. Persönlich zähle ich den Event für diese Art von Yachten zu den Top Events in der Ostsee und hoffe, dass die Veranstalter schnell einen neuen Partner finden, der dem Event den notwendigen finanziellen Rückhalt gibt. Es gibt noch ein großes Förderungspotential für einen Partner – insbesondere im Medienbereich, egal ob in Deutschland, den Ostseeanrainerstaaten oder auf internationaler Ebene – oder der immer wieder gerne gesehene „Warm Welcome“ in der Mitte der Nacht bei Ankunft der Yachten, und – nun schätze ich aber nur – ein stärkeres und größeres Team von Helfern. Ich habe großen Respekt vor dem Team um Alan und Henning zu deren professionellen Durchführung und bewundere wie sie es machen, immer als letzte den Starthafen zu verlassen und als erste im Zielhafen zu sein. Es sieht so aus, dass sie in der Schule gut beim Buch „Hase und Igel“ () aufgepasst haben“, endet Uwe Lebens sein Resümee.

Zum Ende der Preisverleihung dankte Henning Rocholl seinem Team, Alan Green, Pat Healy, Peter Cockayne, Deike Schütt und Andreas Laub und überreichte allen die Helfermedaille. Er endete mit dem Dank an alle Eventpartner, welche da waren, SE Spezial Electronic, LIROS, Ernst Kabel Druck, HanseNautic, Henri Lloyd, Exinit, Färber Gas, MaxSea, Pantaenius, Container Ships, Riga Universal Terminals, Witt & Sohn und WetterWelt.
end

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