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iShares Cup Extreme 40 Sailing Series - Kiel - 28.-30.August 2009
www.isharescup.com - Überrsicht

30.08.2009
Mann über Bord, Schwert kaputt - trotz Leichtwind ein bewegter iShares Cup-Tag
Kiel - Blitz, Donner und ein heftiger Schauer waren die Vorboten des zweiten Wettfahrttages beim iShares Cup 2009 in Kiel. Das Wetter besserte sich, die Aufregung blieb jedoch erhalten. Immer wieder drehende, leichte Winde um 6 Knoten und gelegentlich auftretende Böen sorgten dafür, dass die Konzentration an Bord der neun Extreme 40 keine Sekunde nachließ. Ganz im Gegenteil: Während die Masirah des Oman Sail Teams nach kleinen Auftaktschwierigkeiten allen anderen davon segelte, bestand das deutsche Wirsol Team Germany Kiel. Sailing City allerlei Abenteuer.....
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Foto: Roland Gäbler
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Erst in letzter Sekunde konnte das Boot via Kran ins Wasser gehievt werden, nachdem A-Kat-Segler Nils Bunkenburg aus Kiel und das Service-Team eine lange Nachtschicht für die Reparatur des lädierten linken Hecks investierten. Unmittelbar vor der ersten Tageswettfahrt hatten Roland Gäbler, Gunnar Struckmann, Steuermann Tino Mittelmeier und Niko Mittelmeier noch alle Hände voll zu tun mit Schoten, Leinen und Segeln. Gleichwohl fuhren die Newcomer mit Rang vier im vierten Rennen das beste Resultat bisher ein. Und wäre nicht das sechste und letzte Rennen gewesen.... Ausgerechnet Skipper Roland Gäbler ging über Bord. "Ich habe ins Leere gegriffen," erzählte der Olympia-Dritte von 2000 wenig später schmunzelnd. War auf den Leinen tags zuvor mächtig Druck, ging das am Samstag daneben. Kurz zuvor war die niederländische Holmatro auf Grund gelaufen, als sie von einer Böe Richtung Ufer gedrückt wurde und demolierte dabei das eigene Schwert. Da war die schnelle Reaktion von Andreas Hagara (Österreich) - selbst Weltklasse-Tornadosegler - wertvoll. Der Trainer raste los, um Ersatz zu besorgen, so dass die Holmatro nur die fünfte Wettfahrt ausfallen lassen musste.
Den größten Eindruck hinterließen die vielen Zuschauer. Wann immer die Teams vor dem Hindenburgufer eine Tonne rundeten, brandete Beifall auf und insbesondere das deutsche Team wurde mächtig unterstützt. Gunnar Struckmann: "Jedes Mal, wenn wir eine Marke dort ansteuern, feuern uns die Zuschauer lautstark an - es ist unglaublich anstrengend an Bord, aber diese Begeisterung treibt einen an, da vergisst man auch die Anstrengung."
Sportlich setzte erneut die Masirah des Oman Sail Teams die Bestmarken. Die dritte Wettfahrt gewann das Team von Skipper Pete Cumming, wurde gleich danach Zweite und hat als "schlechtestes" Resultat einen sechsten Platz vorzuweisen. Mit 104 Punkten hat das Team 17 Punkte Vorsprung vor der zweitplatzierten Gitana Extreme - Groupe LCF Rothschildt (87) des Franzosen Yann Giuchard. Nur einen Punkt dahinter rangiert die Groupama mit Skipper Franck Cammas (Frankreich). Ausgefallen ist der zweite Wettfahrttag für die Ecover, die am Freitag kenterte und mit gebrochenem Mast ans Hindenburgufer geschleppt wurde. Am Sonntag aber will Skipper Mike Golding wieder angreifen....
Der letzte Tag des iShares Cup Extreme 40 Sailing Series beginnt mit der Parade der Segler um 14.00 Uhr, die Wettfahrten sollen planmäßig um 14.30 Uhr beginnen. Die große Siegerehrung ist für ca. 17.30 Uhr vorgesehen.
Zwischenstand nach zwei Wettfahrttagen:
1. Masirah (Oman), Skipper Peter Cumming, 104 Punkte
2. Gitana Extreme - Groupe LCF Rothschild (Frankreich) mit Yann Guichard, 87
3. Groupama (Frankreich, Franck Cammas, 86
4. Renaissance (Oman) mit Loick Peyron, 85
5. LUNA (Frankreich) mit Eric Maris, 75
6. iShares (Großbritannien) mit Shirley Robertson, 65
Für zusätzliche Informationen: www.iSharesCup.com und www.kiel-sialing-city.de
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