12. Match Race Germany 2009
27. Mai bis 1. Juni 2009
World Match Racing Tour Veranstaltung
30.05.2009
Vorrunde im 12. Match Race Germany abgeschlossen:
Richard und Gilmour katapultieren sich ins Halbfinale,
Ben Ainslie nach furiosem Comeback im Viertelfinale
Langenargen (30. Mai 2009). Das Traumwetter am Bodensee hält an,
die dreitägige Vorrunde im 12. Match Race Germany ist abgeschlossen. Der viermalige Matchrace-Weltmeister Peter Gilmour (Australien) und der Weltranglisten-Zweite Mathieu Richard (Frankreich) haben sich mit jeweils acht von elf möglichen Siegen direkt für die Halbfinalläufe am Sonntag qualifiziert. Vier weitere Mannschaften kämpfen seit Samstag Nachmittag um die verbleibenden Plätze im Semifinale.
Zwölf Teams aus sieben Nationen waren am Donnerstag in Deutschlands einzigen Matchrace Grand Prix gestartet. Sechs kamen durch die erste Runde, sechs schieden nach den ersten 66 Duellen am Samstag bei Winden bis zu fünf Beaufort aus. Darunter auch der einzige deutsche Steuermann Carsten Kemmling aus Hamburg. Der zog nach elf Niederlagen ohne einen einzigen Sieg nüchtern Bilanz: "Wir haben uns ordentlich präsentiert, mussten aber erkennen, dass wir in diesem Feld chancenlos sind. Deutschland kann im Matchrace schon seit einigen Jahren nicht mehr vorne mitspielen." Kemmling zollte auch dem hohen Niveau der Veranstaltung Respekt: "Was Harald Thierer und Eberhard Magg an Land sowie Rudi Magg auf dem Wasser aufgebaut haben, hat Weltklasseformat. Deswegen kommen die internationalen Profis auch gerne hierher. Kein Event der World Match Racing Tour ist so gut organisiert wie dieser. Die Segelbedingungen waren manchmal anderswo besser, doch auch das gilt in diesem Jahr nicht: Das Wetter war 2009 der Hammer!"
Auch der einzige Schweizer Steuermann Eric Monnin musste mit zwei Siegen und neun Niederlagen als Elfter der Vorrunde die Segel streichen und sagte: "Wir hatten heute einen guten Lauf, sind aber mit unseren Leistungen insgesamt nicht ganz zufrieden. Das Niveau im internationalen Matchracing ist enorm gestiegen. Früher durften wir nicht davon träumen, einen Mann wie den vierfachen Matchrace-Weltmeister Peter Gilmour zu schlagen. Wir kamen trotzdem weit nach vorne. Heute gewinnen wir sogar ein Match gegen ihn, haben aber keine Chance auf den Einzug in die nächste Runde. Viele Teams haben sich radikal professionalisiert, reisen mit Trainer an..." Ausgeschieden sind auch die jungen Mannschaften um Adam Minoprio (Neuseeland), Torvar Mirsky (Australien) und Routinier Björn Hansen aus Schweden. Der erfahrene Skandinavier sagte: "Wir haben zwei Rennen auf der Ziellinie verloren, zwei auf der Ziellinie gewonnen. Es war alles sehr knapp." Für die größte Überraschung sorgte am Samstag das frühe Aus des Weltranglisten-Ersten Seb Col aus Frankreich, dem als Achter der Vorrunde ein Drittelpunkt zum Überstehen des Cuts fehlte.
In der Viertelfinalrunde treffen seit dem späten Samstag Nachmittag der Italiener Francesco Bruni und Titelverteidiger Damien Iehl aus Frankreich aufeinander. Die zweite Begegnung ist rein britisch: Der amtierende Matchrace-Weltmeister Ian Williams fordert den dreimaligen Olympiasieger Ben Ainslie zum Prestige-Duell. Ainslie und sein America´s Cup-Team Origin standen nach mäßigem Auftakt noch am Freitag vor dem Aus, überstanden jedoch den Cut am Samstag nach furiosem Comeback und drei Siegen in Serie.
Während die Profis ihrem Publikum auf dem Wasser spektakulären Segelsport boten, strömten an Land so viele Gäste wie noch nie in der Geschichte des Match Race Germany in die kleine Zeltstadt im Langenargener Gondelhafen. Für Begeisterung und schöne Fotomotive sorgte zum Wochenend-Auftakt auch das erste Optimisten Team Race mit Segelnachwuchs aus der Bodensee-Region direkt vor den Zuschauertribünen im Hafen. Die Veranstalter rechnen bis zur Siegerehrung am frühen Pfingstmontag Nachmittag mit einem neuen Besucherrekord von bis zu 50.000 Fans und Urlaubern.
ZWISCHENSTAND NACH VORRUNDE
Direkt für das Halbfinale ab Sonntag qualifiziert:
1. Mathieu Richard (French Match Racing Team/FRA); 8 Punkte
2. Peter Gilmour (YANMAR Racing/AUS); 7.66 Punkte
Viertelfinalpaarungen (laufen seit Samstag, 16.30 Uhr):
3. Francesco Bruni (Joe Fly/ITA), 7.5 Punkte
gegen
6. Damien Iehl (French Match Racing Team/FRA), 5.33 Punkte
und
4. Ian Williams (Bahrain Team Pindar/GBR); 7 Punkte
gegen
5. Ben Ainslie (TeamOringin/GBR); 6 Punkte
Ausgeschieden:
7. Adam Minoprio (BlackMacth Racing); 5 Punkte
8. Seb Col (K-Challenge, French Match Racing Team/FRA); 5 Punkte
9. Björn Hansen (SWE); 5 Punkte
10. Torvar Mirsky (Mirsky Racing Team/AUS); 4 Punkte
11. Eric Monnin (SUI); 4 Punkte
12. Carsten Kemmling (Hamburg, GER); 0 Punkte
ENDE
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