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17.08.2009
Tornado Segelsport Spektakel auf der Hamburger Außenalster
Spannender und spektakulärer kann der Segelsport kaum präsentiert werden.
Bei traumhaften Segelbedingungen wurden auf der Hamburger Außenalster die
German Open, die Internationalen Deutschen Meisterschaften der
Tornado-Klasse mit 14 Rennen ausgesegelt.
Im Vorfeld gab es einige skeptische Stimmen, ob das Segeln mit den schnellen
Multihulls im Zentrum von Hamburg überhaupt funktioniert. Am Ende der
Regatta waren alle mehr als begeistert. Die 22 Segelteams. Die vielen
Zuschauern am Ufer der Alster. Und die zahlreich akkreditierten
Journalisten, die ausführlich über die Rennen berichteten.
Wenn woanders noch über medienfreundliche und zuschauernahe Segelformate
diskutiert wird, lieferten die Tornados wieder mal die besten Beispiele wie
der moderne Segelsport auszusehen hat.
Die Volvo Champions Race Serie von 2003 bis 2005 hat es ja auch schon
bewiesen, wie unser Sport optimal präsentiert wird. Doch mit den schnellen
Tornados im Zentrum von Hamburg zu segeln, da traute sich so recht keiner
ran.
Jetzt hat der Norddeutsche Regattaverein diese Vision professionell
umgesetzt. Der Regattakurs wurde perfekt auf das enge Segelrevier
abgestimmt. Die Startlinie, die Luvmarke und das Leegate waren nur wenige
Meter vom Ufer entfernt ausgelegt. Das war Segeln zum Anfassen. Die
Zuschauer honorierten es mit Standing Ovations wenn die Tornados unter
Gennacker angeflogen kamen.
Der böige und ruppige Wind sorgte für viele Kenterungen und Überschläge. Man
konnte froh sein, das man heil ins Ziel kam. Besonders wenn wieder eine
Hammerböe alle Boote zusammen schob und diese unter voller Geschwindigkeit
ins Leegate drückte. Die vielen Fotografen und Kamerateams bekamen da die
spektakulärste Bilderwelt präsentiert, die Segeln zu bieten hat.
Der NDR, RTL, Sat.1 und Alster TV zeigten die spannendsten Renn-Szenen der
Tornados zur besten Sendezeit in Ihren Magazinen und Journalen. Dass diese
Tornado Rennen eine solche Euphorie bei den Hamburger Medien und Zuschauern
auslöste, damit hätte keiner gerechnet. Die interessieren sich gar nicht ob
der Tornado Olympisch ist oder nicht. Allein der Anblick eines über die
Wellen fliegenden Tornados begeisterte alle Betrachter.
Immer wieder kam es im Rennen zu Situationen, wo einem der Atem still stand.
Die Ausweichmanöver hatten das Format einer Segel-Stuntshow. Aber das ist ja
auch die Parade-Disziplin der Tornados.
Am Freitag wurden sogar 5 Rennen mit jeweils 5 Runden ausgesegelt. Für alle
Segler eine neue extreme Erfahrung, die jeden Teilnehmer an die körperlichen
Grenzen führte. Kaum einer hätte beim Anblick der Alster gedacht, dass das
Segeln auf diesem innerstädtischen Segelrevier so anstrengend ist. Doch es
hat allen Teams unheimlich viel Spaß gemacht.
Natürlich besonders uns, da wir am Ende diese Int. Deutsche Meisterschaft
vor dem Team Christina Loweg/Florian Loweg und Youngsters Veit
Hemmeter/Dominik Halbing gewinnen konnten.
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