America's Cup 2010

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09.02.2010
*Rennen 1 verschoben -- Neuer Termin: Mittwoch *
Das erste Rennen des 33.America?s Cup steht nach wie vor auf dem Regattaplan, nachdem die launische Brise vor Valencia das lang ersehnte Duell zwischen den beiden gigantischen Mehrrümpfern 'Alinghi 5' und 'USA' heute nicht zuliess.

Rennleiter Harold Bennett (NZL) und das Rennkomitee gaben sich alle Mühe eine solide und zuverlässige Brise zu lokalisieren, die auch über die 20 Meilen des ersten Bahnschenkels Bestand hat, jedoch ohne Erfolg.

Eine Brise auf See war zunächst vielversprechend, konnte sich aber nicht genug aufbauen, um von der Startlinie bis zur Wendemarke annähernd verlässliche Bedingungen zu bieten. Die Messwerte reichten von 2 Knoten bis zu 13 Knoten Wind zwischen Komiteeboot und Wendemarke. Und auch die Unterschiede der Windrichtungen über den 20 Meilen-Kurs, bis zu 100 Grad Differenz, waren zu groß, um ein faires Rennen zu ermöglichen. Um 13:46 sagte die Rennleitung das Match konsequenterweise ab.
Oracle wartet auf günstigen Wind

Wo sind die Grenzen?
Fotos Gilles Martin-Raget
Dabei hatte der Tag voller Enthusiasmus und Zuversicht begonnen.

Um 06.30 hatte die 14-köpfige Mannschaft des Verteidigers auf 'Alinghi 5' vom Dock noch in stockfinsterer Nacht abgelegt, lautstark begleitet von einem Konzert schweizer Kuhglocken und Alphörnern.

Der Herausforderer BMW ORACLE Racing folgte um kurz vor 07.00, auf dem Trimaran 'USA' mit 10 Mann besetzt. Auch die 'USA' wurde mit einer hollywoodreifen Inszenierung vom Team, Fans und Medien ins Rennen geschickt.

Alles war bereit für den geplanten Start um 10.06, Live-TV, virtual Eye, Medien-, Photo- und Zuschauerboote waren in Position und fieberten dem Warnsignal des ersten Rennens des DoG-Matches des 33.America?s Cup entgegen. Vergeblich. Denn der Wind spielte heute nicht das richtige Spiel und entliess die enttäuschten Fans ohne neue Erkenntnisse über die fantastischen technologischen Neuerungen der Rennyachten dieses Cups.

Einen kleinen Vorgeschmack auf das zu Erwartende bot die Rückfahrt nach der Rennabsage, bei der die beiden Multihulls ungefähr 15 Knoten bei nur 5 Knoten Wind liefen.

Das erste Rennen des 33.America?s Cup ist jetzt auf Mittwoch, den 10.Februar um 10.00 Uhr angesetzt.

*Zitate: *
Harold Bennett (NZL)* Rennleiter:
/"Es ist schon sehr enttäuschend, wenn die Bedingungen, die man morgens beim Auslaufen erwartet, nicht eintreffen. An unserer Startlinie hatten wir zeitweise 0 Wind. Es ist wirklich schade./
/Die Teams hatten kein Problem mit unserer Entscheidung. Ich habe mit beiden Wetterteams und den Seglern der beiden Kontrahenten gesprochen, bevor wir uns entschieden haben. Und beide Seiten waren froh über diese richtige Entscheidung. Es gab keine andere Option, das hat auch der restliche Tag gezeigt./
/Wir wussten immer, dass es so kommen kann. Aber so sind die Verhältnisse hier. Jetzt warten wir auf die nächste Chance."/

*Ernesto Bertarelli (SUI), *Präsident und Steuermann *Alinghi (SUI)*:/ /
/"Es war das erste Mal, dass wir nachts zu einer Rennstrecke ausgelaufen sind. Zwei Stunden war es noch dunkel, das war schon etwas besonderes. Ich war zuversichtlich, dass wir eine Regatta haben würden, aber ab 10.00 Uhr sagten unsere Meteorologisten, dass die Chancen schwinden. Durch den späteren Regen, der jede thermische Entwicklung verhindert, war klar, dass der Wind einschlafen würde. Aber es war trotzdem gut, die Boote einmal nebeneinander zu sehen."/

*Matteo Plazzi (ITA) *Navigator* BMW ORACLE Racing (USA):*/ "Wir wussten, dass es morgens nur eine leichte Brise geben würde und ein Rennen schwierig wäre, aber wir dachten am nachmittag besteht eine gute Chance auf ein Rennen./
/Ich glaube nicht, dass irgendjemand der Meinung ist, wir hätten starten sollen./
/Das Wetter war kompliziert, weil mehrere Windsysteme und -strömungen durchgezogen sind. Es gab einige Parzellen mit geringem Luftdruck, die sich über der Rennstrecke entwickelt haben und wir notierten Unterschiede der Windrichtung von 100 Grad von der einen zur anderen Seite über die 20 Meilen-Strecke. Ein Bahnschenkel zur Luvtonne wäre unmöglich gewesen. Es war eine gute Entscheidung. Ein Rennen heute wäre ein Pokerspiel gewesen, aber wenn es nur zwei Punkte zum Gewinnen oder Verlieren gibt, willst du nicht pokern."/

*Jack Katzfey (AUS/USA), *Meteo Spezialist, *Alinghi (SUI):* /"Unsere Vorhersage lag für heute bei 6-9 Knoten, aber letztendlich war der Wind zu schwach, um zu regattieren. Es war richtig vom Rennkomitee das Rennen nicht zu starten. An der Startlinie hatten wir 2 Knoten, und das ist einfach zu wenig, damit die Brise sich stabilisieren kann. Mit 5 Knoten sind die Chancen erheblich besser, dass sich eine kontinuierliche Brise entwickelt."/

*Chris Bedford (USA) *Meteo Spezialist*, BMW ORACLE Racing (USA):* /"Ein gutes Stück vor der Küste hatten wir eine südliche Brise, die gelegentlich bis in die Startzone reichte, aber weiter unter Land, war den größten Teil des Tages eine westliche Brise dominant. Zeitweise hatten wir sogar bis zu 4 Knoten an der Luvtonne./
/Druck und Wind auf der Regattastrecke waren schon da, aber wegen der zweierlei Windkonstellationen, hatten wir nie eine Brise, die einen Bahnschenkel von 20 Meilen getragen hätte./
/Ich denke, das Rennkomitee hat heute einen guten Job gemacht."/

*Segelcrew 08.02.2010: Verteidiger - Alinghi 5 (Alinghi (SUI))*
Bowman: Piet van Nieuwenhuijzen (NED) Midbow: Curtis Blewett (CAN) Pitman: Rodney Ardern (NZL) Trimmer upwind: Simon Daubney (NZL) Trimmer downwind: Nils Frei (SUI) indexsail trimmer: Warwick Fleury (NZL) Traveller: Pierre-Yves Jorand (SUI) Helmsman: Ernesto Bertarelli (SUI) Tactician: Brad Butterworth (NZL) Runner: Murray Jones (NZL) Navigator: Juan Vila (ESP) Floater: Jan Dekker (RSA/FRA) Floater: Loïck Peyron (FRA) Pre-start: Peter Evans (NZL)

*Segelcrew 08.02.2010: Herausforderer - USA (BMW ORACLE Racing (USA)):*
Bowman: Brad Webb (NZL) Pitman: Simone de Mari (ITA) Jib Trimmer: Ross Halcrow (NZL) Wing Sail Trimmer: Dirk de Ridder (NED) Wing Sail Caddy: Joey Newton (AUS) Tactician: John Kostecki (USA) Skipper/Helmsman: James Spithill (AUS) Navigator: Matteo Plazzi (ITA) Aft Pit: Thierry Fouchier (FRA) Mast: Matthew Mason (NZL)

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