01.08.2010
Presseinformation Extreme Sailing Series
Vor KIEL.SAILING CITY ist Cowes - spannende Regatten auf dem Solent
Kiel - Die legendäre Cowes Week - das britische Segel-Mekka - ist die zweite Station der Extreme Sailing Series und die beste Gelegenheit für die neun teilnehmenden Teams, sich an Applaus, Anfeuerungsrufe und eine große Kulisse zu gewöhnen, denn die erwartet die Segler auf ihren über zwölf Meter langen und pfeilschnellen Katamaranen auch vom 26. bis 29. August in der Kieler Innenförde. Segeln wie vor Tribünen mit zehntausenden Zuschauern - das bietet die dritte und einzige deutsche Etappe der internationalen Segelserie.
Insgesamt sechs Segeltage stehen vor der britischen Insel Cowes auf dem Programm und spektakuläre Segelbedingungen mit bis zu 22 Knoten Windgeschwindigkeit sorgten für Athletik pur auf den Booten und atemberaubende Ausblicke für die Zuschauer.
Heftig ging es im elften Rennen zur Sache: Das Team Edmond de Rothschild mit Skipper Yann Guichard rauschte an der Bahnmarke der Groupama 40 rein und beschädigte das Ruder der französischen Kampagne, die daraufhin geradewegs auf das Ufer zu rauschte. Die Groupama-Crew flüchtete ins Wasser, um dem Aufprall zu entgehen. Guichard und Groupama-Skipper Franck Cammas haben nun einiges auf französisch zu besprechen...
Nach zwei Wettfahrttagen der Extreme Sailing Series ist das Oman-Segelprojekt The Wave, Muscat mit Skipper Paul Campbell James (Großbritannien) in Führung (85 Punkte) gegangen. In sechs Tageswettfahrten gelangen Campbell James je zwei Siege, zwei zweite und zwei dritte Plätze. Landsmann Mike Golding hat sich mit der britischen Ecover auf Platz zwei (80) gehalten. "Mr.. Multihull" - Frankreichs Loick Peyron - fiel mit der Oman Sail Masirah auf den dritten Rang (74) zurück, nachdem er den Auftakt in sechs Rennen gewann. Die Strategie des 49-jährigen: "Wir arbeiten konsequent daran, konstant zu segeln - nur darauf kommt es hier an. Unser Plan ist es, in jedem Rennen unter die besten vier Teams zu kommen." Leichter gesagt als getan - am zweiten Tag schlichen sich drei siebte Plätze in die Bilanz....
Schon der erste Wettfahrttag hatte es in sich mit einem Offshore-Race von Cowes nach Calshot, bevor am Nachmittag fünf Kurzwettfahrten Segler, Zuschauer und Organisatoren in Atem hielten. Den zweimaligen Tornado-Olympiasieger Roman Hagara aus Österreich und sein Red Bull Extreme Sailing Team traf es bitter: "Wir sind in der ersten Wettfahrt auf einen Felsen gekracht, haben die zweite Wettfahrt gewonnen und den Rest des Tages - Frühstart, Strafkringel, einige Fehler - vergessen wir besser. Wir wissen, dass wir es eigentlich besser können."
Größer war der Frust nur noch bei den Newcomern der Serie, dem Team Veolia Environment. Kurz nach dem ersten Start kollidierte der Extreme 40-Katamaran von Skipper Roland Jourdain (Frankreich) mit einer Vertäuboje. Die Wucht des Aufpralls riss Jourdain das Ruder aus der Hand und brachte es zum bersten. Stundenlang wurde fieberhaft gerichtet, geklebt und gespachtelt, um den Schaden so schnell wie möglich zu reparieren, von den sechs Wettfahrten des zweiten Tages mussten Jourdain und Co. trotzdem zwei ausfallen lassen.
Am Montag übrigens geht es für die neun Teams ab 10.00 Uhr Ortszeit wieder auf eine Langstrecke, jedenfalls für jene, deren Boot unversehrt ist....
Zwischenstand 2. Etappe Extreme Sailing Series Cowes nach 12 Wettfahrten:
1. The Wave, Muscat (Paul Campbell James, GB/ Oman) 85 Punkte, 2. Ecover Sailing Team (Mike Golding, GB) 80 Punkte, 3. Oman Sail Masirah (Loick Peyron FRA/ Oman) 74 Punkte, 4. Groupe Edmond de Rothschild (Yann Guichard, FRA) 67 Punkte, 5. The Ocean Racing Club (Mitch Booth, NL/ Slovenien) 61 Punkte, 6. Red Bull Extreme Sailing (Roman Hagara, AUT) 56 Punkte
Für zusätzliche Informationen: www.kiel-sailing-city.de und www.extremesailingseries.com
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Fotos: Paul Weyth/OC Events





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