(Helgoland, 24.05.2010) Nach dem am gestrigen Sonntag (23.05.2010)
alle Wettfahrten der Nordseewoche wegen zu dichten Seenebels
ausfielen, wurde heute der INDUCON Cup Helgoländer Acht ausgesegelt.
Um 09:00 Uhr fiel vor Helgoland der Startschuss. Es starteten neben
den nur 6,50 Meter langen aber sehr seetüchtigen Mini 6.50 Booten,
zuerst die Teilnehmer der Family-Cruiser-Cup Wertung der
Nordseewoche. In dieser Wertung können z.B. Familien ohne offizielle
Vermessung für ihr Boot, die sonst für die Teilnahme an Regatten
nötig ist, starten. Leider kam es an der Startlinie, die zwischen
Helgoland und der Insel Düne lag, zu einem Massenfrühstart. Die
Wettfahrtleitung der Nordseewoche rief daraufhin alle Teilnehmer
hinter die Startlinie zurück. Beim zweiten Startversuch klappte alles
und es gab keine Frühstarts. Bei westlichen 2-3 Windstärken segelten
die Teilnehmer kreuzend über die Linie und begaben sich auf die
traditionsreiche Wettfahrt. Der Wettfahrtleiter der Nordseewoche Dr.
Stefan Lehnert erklärte, der Massenfrühstart habe auch viel mit der
starken Strömung zwischen den Inseln zu tun, die für viele Skipper
nicht so genau vorher zu sehen war.
Während auf der zweiten Regattabahn vor Helgoland, ausgelegt für die
Deutsche Meisterschaft im Seesegeln, kaum Wind herrschte, konnte der
INDUCON Cup Helgoländer Acht bei guter Sicht und zunehmendem Wind
gesegelt werden. Lehnert freute sich über die zwischen den Inseln
wohl minimal höheren Temperaturen, die diese Regattastrecke zunächst
nebelfrei bleiben liessen. Im Laufe der Wettfahrt, die in Form einer
Acht um Helgoland und die Nachbarinsel Düne gesegelt wird, entschied
sich die Wettfahrtleitung um Lehnert dennoch für eine Bahnverkürzung
und zeitete die Yachten nach der Umrundung der Insel Helgoland. Damit
betrug die Regattastrecke rund 12 Seemeilen. Grund für die Verkürzung
war der wieder aufkommende Nebel und die dadurch entstehende
Zeitverzögerung. Bereits um 15:00 Uhr mussten alle Teilnehmer wieder
im Hafen zur Preisverleihung sein. Ab 16:00 Uhr wurden die
Rückregatten in die Orte Cuxhaven und Wilhelmshaven gestartet. Viele
Segler wollten noch bis Hamburg die Elbe hoch segeln oder an der um
18:00 Uhr startenden Regatta Rund Skagen teilnehmen.
Heiko Päsler, Bauingenieur aus Cuxhaven, der bereits zum 43. Mal an
der Nordseewoche teilnahm, konnte mit dem Sieg in der Gruppe der
kleineren Yachten ORCi2 am heutigen Tag erneut Punkten. Päsler, der
eine Yacht vom Typ X 36s steuert, gewann bereits am Samstag
(22.05.2010) den Cuxport Cup von Cuxhaven nach Helgoland. Nach
berechneter Zeit wurde er und seine Crew Gesamtsieger des
Nordseewoche, an den der Nordsee-Cup vergeben wird. Päsler hatte den
Nordsee-Cup schon vor einigen Jahren einmal gewonnen und gab an den
"Sieg schon ins Auge gefasst zu haben". Die Mannschaft seiner Yacht
mit Namen "Static Electric" habe am Samstag beim Cuxport Cup eine
gute Ansteuerung nach Helgoland und damit beste Voraussetzungen für
den Sieg gehabt, so Päsler, der für die Seglervereinigung Cuxhaven
startete.
Sieger in der Family-Cruiser-Wertung, die ohne Spinnacker und
Regattastress bei der Nordseewoche segelt, wurde der für den
Hamburger Club Seglervereinigung Altona Oevelgönne (SVAOe) startende
Berend Beilken mit seiner Henze 31 Yacht "Ballerina II".
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