Pressemitteilung zur 121. Travemünder Woche vom 23. Juli bis zum 1. August
„Heißt Flagge!“ – Los geht die 121. TW
Ab Sonnabend erstmals Showrennen vor dem Publikum auf der Trave
TRAVEMÜNDE. Lübecks schönste Tochter hat sich herausgeputzt, und die fünfte
Jahreszeit kann beginnen. Mit dem schon legendären, weil sprachlich immer
wieder umstrittenen „Heißt Flagge!“ eröffnete Bernd Saxe am Freitag (23.
Juli) um kurz nach 18 Uhr die 121. Travemünder Woche. Und dabei war sich der
Bürgermeister der Hansestadt auch mit dem Schirmherrn und
Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein Peter Harry Carstensen
einig: „Es wird wieder ein großartiges Segelfest, bei dem die Wettkämpfe auf
dem Wasser und das Festival an Land eng miteinander verknüpft sind.“ So
werden rund 1.500 Aktive aus 20 Nationen auf 750 Booten und bis zu einer
Million erwarteter Besucher gleichermaßen ihr Vergnügen an der schönsten
Segelregatta der Welt haben, die bis zum kommenden Sonntag (1. August)
dauert.
Die große Sommerhitze hatte sich verzogen, an der Travemündung wehte ein
laues Lüftchen, und die N’Awlins Brassband der boot Düsseldorf spielte mit
jazzigen Rhythmen auf. Die Athleten, die ab Sonnabend (24. Juli) zu den
offiziellen Wettfahrten (Start: 13 Uhr) auslaufen werden, hatten ihre
letzten Trainingsschläge beendet, und die Zuschauer flanierten an diesem
Sommerabend bereits in Scharen entlang der Travepromenade. Da schritten
Landesvater Peter Harry Carstensen, Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe sowie
der Vorsitzende des TW-Hauptveranstalters Lübecker Yacht-Club (LYC) Andreas
Stülcken und das Tornado segelnde Ehepaar Roland und Nahid Gäbler zur
feierlichen Eröffnungszeremonie auf die Überseebrücke 1.
Auf Geheiß des Lübecker Bürgermeisters Bernd Saxe hin wurden die Flaggen der
drei ausrichtenden Vereine, Lübecker Yacht-Club, Norddeutscher Regatta
Verein (NRV) und Hamburger Segelclub (HSC), sowie die blau-weiß-rote
Landesflagge und der schwarz-rot-goldene Bundesadler am Flaggenmast des
LYC-Clubhaus gehisst. Das war der offizielle Startschuss für das zehntägige
Spektakel. Für Bernd Saxe ist es bereits die elfte Travemünder Woche in
seiner Amtszeit, aber immer noch vermag die Traditionsveranstaltung auch in
ihrer 121. Auflage den Lübecker Verwaltungschef zu beeindrucken.
In diesem Jahr werden es neben der manroland Weltmeisterschaft der Tornados,
den Multi Europeans der Hobie Cats, der deutschen Bestenermittlung der
Formula 18 sowie weiterer europäischer und nationaler Titelkämpfe in elf
Bootsklassen die allabendlichen Showrennen vor der Trave-Promenade sein, die
für Nervenkitzel bei allen Besuchern sorgen werden. Segeln in der Trave
Arena direkt vor den Augen des Publikums war auf jeden Fall Thema Nummer
eins bei der Eröffnungsfeier vor dem mit 325 geladenen Gästen voll besetzten
Clubhaus des Lübecker Yacht-Club, vor dem der Aufstieg mehrerer hundert
roter und weißer Helium-Ballons pünktlich zur Eröffnung für ein
stimmungsvolles Bild sorgten.
„Die vielen Gäste der Travemünder Woche werden die heiß umkämpften Rennen
auf engstem Raum begeistert aufnehmen“, war sich auch Peter Harry Carstensen
in Vorfreude auf die Rennen in der Trave-Arena sicher. Fernab der akuten
politischen Turbulenzen fühlte sich der Ministerpräsident an der
Travemündung rundum wohl. „Die Fachwelt ist begeistert, die Zuschauer sind
begeistert, und auch ich bin jedes Mal wieder begeistert. Die Travemünder
Woche zählt für mich zu den echten Stärken unseres Landes. Travemünde hat
alles, was jung und alt begeistert“, so Carstensen, der die Lübecker Bucht
als eines der besten Segelreviere der Welt pries und der Travemünder Woche
zusprach, dem Land Schleswig-Holstein alle Ehre zu machen.
Der LYC-Vorsitzende Andreas Stülcken hörte es gern, denn ohne diese
Anerkennung von höchster politischer Ebene und ohne die konkrete
Unterstützung der Hansestadt Lübeck, die die benötigten Flächen für
Liegeplätze und Landprogramm zur Verfügung stellt, sei die zweitgrößte
Segelveranstaltung der Welt kaum durchführbar. Aber besonders die
langjährige Freundschaft und finanzielle Unterstützung der Partner stellen
die Großveranstaltung auf ein solides Fundament. Ihnen allen sprach Stülcken
seinen Dank aus. „Und auch ohne unsere über 300 engagierten ehrenamtlichen
Helfer, die jedes Jahr wieder dabei sind, würde die Travemünder Woche nicht
stattfinden“, sagte Stülcken, der neben den deutschen Aktiven auch
Teilnehmer aus Australien, Österreich, Weißrussland, Tschechien, Dänemark,
Frankreich, Großbritannien, Griechenland, Ungarn, Italien, den Niederlanden,
Polen, Russland, der Schweiz, Schweden, Belgien, Spanien, Singapur und sogar
aus dem Oman begrüßte.
Stellvertretend für all diese Sportler sprachen der dreimalige
Tornado-Weltmeister Roland Gäbler und seine Ehefrau Nahid den sportlichen
Eid und schwörten damit, die Regeln zu achten und ihr Bestes zu tun, um zu
siegen. Für den Olympiadritten von Sydney 2000 ist diese Travemünder Woche
ein ganz besonderes Ereignis. Denn seit vergangenem Herbst ist Roland Gäbler
der Präsident der Internationalen Tornado-Klassenvereinigung und will als
solcher nun die Travemündung als perfekte Werbefläche für seine Klasse
nutzen. Nicht nur die manroland Weltmeisterschaft, die am Sonntag (25. Juli)
startet, soll dazu dienen, sondern auch das Show-Spektakel in der Trave
Arena.
Weitere Informationen und Fotos:
Andreas Kling
www.travemuender-woche.de
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