Pressemitteilung vor der 121. Travemünder Woche (23. Juli bis 1. August)
24. Juli 2010
Wind und Welle für manchen TW-Starter zu viel
TRAVEMÜNDE. Rechtzeitig zum Start in die 121. Travemünder Woche hat die
Sommerflaute eine Pause eingelegt. Bei besten Wetter- und Windbedingungen,
wolkig, aber trocken mit einer frischen Brise um fünf Beaufort – in Böen
auch darüber hinaus, sowie einer kappeligen Welle schickte der oberste
Wettfahrtleiter Walter Mielke am Sonnabend (24. Juli) Athleten in 18
Disziplinen aufs Wasser. Es wurde ein arbeitsreicher Tag für die Seglerinnen
und Segler, denn bis zu drei Wettfahrten standen auf den acht Regatta-Bahnen
auf dem Plan. Herausragender Akteur aus deutscher Sicht war der Wismarer Jan
Kurfeld im olympischen Finn-Dinghy mit zwei Siegen und einem zweiten Rang.
Bei den Multi Europeans der Hobie Cats wurden von zehn Wettbewerben bereits
sieben Disziplinen ins Rennen geschickt, wobei gleich mehrere Einheimische
vorne mitmischten. Und am Abend starteten dann auch noch erstmals in der
Geschichte der Travemünder Woche die Tornados zu Showrennen direkt vor den
Augen des zahlreichen Publikums in der Segel Arena Trave – mit einem
würdigen Sieger. Denn bei dieser Premiere triumphierte der dreimalige
Weltmeister Roland Gäbler mit seiner Ehefrau Nahid.
Einen fast perfekten Tag erlebte Jan Kurfeld: „Das war super heute: Nach
Wochen mit Flaute endlich mal wieder Wind. Es war zwar anstrengend, hat aber
richtig Spaß gemacht.“ Und schnell unterwegs war der Wismarer zudem. „Etwas
ärgerlich war nur, dass ich im ersten Lauf den Sieg kurz vor der letzten
Tonne, als der Pole Piotr Kula an mir vorbei gezogen ist, noch aus der Hand
gegeben habe“, sagte Kurfeld, der bei gleichbleibenden Windbedingungen bis
Dienstag einen Zweikampf mit Kula um den TW-Sieg erwartet. In der zweiten
olympischen Disziplin, den 470ern, müssen sich die deutschen
Nachwuchs-Akteure Jan-Philipp Hofmann/Felix Brockerhoff
(Duisburg/Düsseldorf) trotz einer starken Serie mit zwei zweiten Rängen und
einem Tagessieg hinter den zweimal siegreichen Weißrussen Daniil
Adzintsov/Kiryl Meyer einreihen.
Im Kampf um europäische Titelehren bei den Hobies haben mehrere deutsche
Crews ihre Anwartschaft auf eine Medaille angemeldet. Bei den Hobie Wildcats
liegen Jörg Gosche/Hannes Pegel (Bremen) mit drei zweiten Plätzen in
Lauerposition hinter den Italienern Vottorio Bissario/Lamberto Cesari, die
vom Gardasee her Starkwind-Bedingungen gewohnt sind. Auf Rang drei hat der
europäische Klassenboss Fritz-Rüdiger Klocke (Flensburg) mit Maren Odefey
eine starke Ausgangsposition. „Die Bedingungen waren heute sicherlich an der
Grenze des Machbaren. Einige Crews hatten Bruch. Daher hat sich das Feld
etwas reduziert. Wir selbst sind sehr zufrieden, hatten auf eine gute
Platzierung gehofft, aber Rang drei übertrifft die Erwartungen“, berichtete
Klocke.
Im Feld der Hobie Tiger sind die Hohwachter Kai Wippersteg/René Bertheau auf
Rang drei als beste Deutsche geführt. Gar auf Titelkurs liegen bei den Hobie
Masters Knud Jansen/Anke Delius (Kiel) sowie FX-One-Akteur Michael Pallowitz
(Dersau), während in den anderen Hobie-Disziplinen die ausländischen Gäste
das Geschehen bestimmen. So auch bei den Hobie-Youth, wo die Franzosen
Benjamin Deguine/Benjamin Roulant vorne weg segeln. Diese Überlegenheit
musste auch der Lübecker Lokalmatador Malte Ebbecke anerkennen, der mit
Felicitas Franke auf Platz 14 liegt. „Die Konkurrenz ist wirklich super
stark, wir haben leider ein paar Dreher falsch erwischt, daher ist das
Ergebnis noch ausbaufähig. Nach drei Rennen sind wir jetzt aber erst einmal
ziemlich kaputt“, sagte Ebbecke.
Als Erste am TW-Starttag waren die kippeligen Gleitjollen der Int.
Canoe-Klassen auf Bahn Beach mit ihrem Tagesprogramm durch. Bei mäßigen bis
frischen Nordwestwinden in den Böen bis Stärke sechs hatten sich eh nur die
Mutigsten aufs Wasser getraut. Mehrere hundert Zuschauer beobachteten auf
der Nordermole deren spektakuläre Ab- und Anlegemanöver. Der Schwede Johann
Elfström übernahm nach zwei Euro-Cup-Rennen die Führung im One Design,
Martin Droll (Berlin) und Niklas Steimann (Klein Rönnau) teilen sich die
Spitze im Taifun. „Nach zwei harten Rennen habe ich Schluss gemacht, damit
die Fehlenden nicht gleich zu viel an Boden verlieren“, erklärte
Wettfahrtleiter Hans-Herbert Hoffmann vom Norddeutschen Regatta Verein, der
für Thorsten Rocksien eingesprungen war.
Zu hart waren die Bedingungen auch für viele Akteure in den Jollen, so dass
hier nur wenige Crews auf die Bahn gingen und sich schon einmal ein
Punktepolster für die kommenden Wettfahrttage anlegten. Herausragend aus
deutscher Sicht waren die Klassen Contender, 505er und Korsar. Während der
Potsdamer Andreas Voigt mit drei Siegen in drei Rennen eine makellose Serie
bei den Contendern hinlegte, führen Helen Fischer/Lars Dehne (Berlin) ebenso
souverän die 505er-Klasse an – vor dem deutschen Klassenboss Jürgen Waldheim
(Berlin) mit Thomas Jung an der Vorschot. Und auch die Korsare Axel
Oberemm/Gerd Linnemann (Berlin) durften sich als Dreifachsieger feiern
lassen.
Auch die Dickschiffsegler auf der Seebahn absolvierten zum TW-Start drei
Rennen auf Up-and-Down-Kursen (Am-Wind/Vorwind). Bei den großen Yachten der
Klasse ORC I liegt die „ADAMAS“ von Jan Peters (Heiligenhafen) in Führung.
In der ORC II bewies Lokalmatador Jürgen Klinghardt mit seiner Crew auf der
„patent3“ beste Revierkenntnisse und führt das Feld an.
Segeln in Zahlen
Ergebnisse vom ersten Wettfahrttag der 121. Travemünder Woche (Sonnabend,
24. Juli)
Olympische Klassen
470er
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. Daniil Adzintsov/Kiryl Meyer
(Russland) 4 Punkte; 2. Jan-Philipp Hofmann/Felix Brockerhoff (Langenfeld)
5; 3. Martin und Simon Fruergaard (Dänemark) 11; 4. Johanna Claus/Anna Bach
(Wittenförden) 17; 5. Viktoriya Shuvalova/Liliya Zakhryamina (Russland) 18;
6. Patrik Drees/Max Schümann (Berlin) 21.
Finn Dinghy
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. Jan Kurfeld (Warnemünde) 4 Punkte; 2.
Piotr Kula (Polen) 7; 3. Christoph Froh (Schwerin) 11; 4. Julian Massler
(Kiel) 14; 5. Ulli Kurfeld (Rostock) 15; 6. Lennart Luttkus (Tönisvorst) 15.
Internationale und nationale Klassen
Hobie Multi Europeans
Hobie 16 Open Spi
Gesamtstand nach zwei Wettfahrten: 1. Adrian Orain/Olivier Kersuzan
(Frankreich) 4 Punkte; 2. Joep Wijnand/Mathijs Pauli (Niederlande) 7; 3.
Klemens Kitzmüller/Gundi Wech (Österreich) 7; 4. David Krief /Magali Hughes
(Frankreich) 8; 5. Daniel Tippelt/Valerie Sindelar (Österreich) 11; 6.
Christian Mørk/Mark Landry (Dänemark) 12.
Hobie 16 Spi Women
Gesamtstand nach zwei Wettfahrten: 1. Anneloek Rauwerdink/Ingrid Bakker
(Niederlande) 3 Punkte; 2. Kerstin Wichardt/Sarah Schütte (Hohwacht) 6; 3.
Marielle Zonneveld/Celine van Dooren (Niederlande) 6; 4. Yvonne
Winspear/Josephine Moss (Großbritannien) 9; 5. Annouck Philippron/Julie
Wijnand (Belgien) 12; 6. Silvia und Lara Sicouri (Italien) 16.
Hobie 16 Spi Youth
Gesamtstand nach zwei Wettfahrten: 1. Bellet Roindex/Bellet Valentin
(Frankreich) 2 Punkte; 2. Benjamin Deguine/Roulant Benjamin (Frankreich) 4;
3. Vincent Domand/Titouan Fafournoux (Frankreich) 7; 4. Francesco Porro/Luca
Marsaglia (Italien) 9; 5. Huet de Froberville Barthélémy/Salomon Matthieu
(Frankreich) 9; 6. Antoine Tiffon-Terrade/Aliot Guillame (Frankreich) 14.
Hobie FX-One
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. Michael Pallowitz (Hamburg) 5 Punkte;
2. Harald Busch (Lüdenscheid) 5; 3. Marc Verdacver (Spanien) 11; 4. David
van Aart (Niederlande) 11; 5. Jörn Knop (Wunstorf) 24; 6. Jean Lue Bochatow
(Frankreich) 29.
Hobie Wildcat/Tiger
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. Vittorio Bissaro/Lamberto Cesari
(Italien) 3 Punkte; 2. Jörg Gosche/Hannes Pegel (Bremen) 6; 3. Fritz-Rüdiger
Klocke/Maren Odefey (Flensburg) 12; 4. Horst Fock/Nathan Wolf (Hamburg) 14;
5. Daniel Paysen/Nico Heinrich (Hamburg) 15; 6. Robert Schütz/Sebastian
Klaerner (Krefeld) 15.
Hobie 16 Masters
Gesamtstand nach zwei Wettfahrten: 1. Knud Jansen/Anke Delius (Kiel) 4
Punkte; 2. Tom Schreyack/Stephan Schubert (Hoisdorf) 5; 3. Ingo
Delius/Sabine Wenig (Bielefeld) 7; 4. Michael Kuhles/Doreen Schütt (Eldena)
8; 5. Ute Espelmann/Christoph Diebels (Mülheim) 13; 6. Frens und Jente
Hoving (Niederlande) 14.
Euro Cup Int. Canoe One Design
Gesamtstand nach zwei Wettfahrten: 1. Johan Elfström (Schweden) 3 Punkte; 2.
Christopher Hampe (Großbritannien) 3; 3. Axel Bierwagen (Minden) 6; 4. Arne
Stahl (Braunschweig) 19; 5. Marei Junge (Schellhorn) 30; 5. Jan Gillen
(Lintig) 30.
Euro Cup Int. Canoe Taifun
Gesamtstand nach zwei Wettfahrten: 1. Martin Droll (Berlin) 3 Punkte; 2.
Niklas Steimann (Klein Rönnau) 3; 3. Andreas Steimann (Klein Rönnau) 6; 4.
Hendrik Kohrs (Wilhelmshaven) 10; 5. Niklas Junge/Anton Grigull (Schellhorn)
11; 6. Benedikt Plaumann (Hamburg) 14.
420er
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. Julia Rokosz/Joanna Szopinska (Polen)
6 Punkte; 2. Ewa Szczesna/Irmina Gliszczynska (Polen) 10; 3. Olga
Jedrzejewska/Jagoda Reszka (Polen) 10; 4. Oscar Berndt/Mathias Dachs
(Volksdorf) 10; 5. Tanguy Lamay/Hannes Marten (Kiel) 15; 6. Filip
Florek/Jedrzej Klepin (Polen) 18.
Int. 14
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. Georg Borkenstein/Eike Dietrich
(Frauendamm) 3 Punkte; 2. Peter Roocks/Jens Holscher (Lübeck) 9; 3. Bettina
Möller/Jens Kulenkampff (Kiel) 18; 4. Eike Ehrig/Jan-Martin Lührs
(Schwarzenbek) 24; 5. Dirk Rother/Kai Lassen (Lübeck) 25; 6. Gregor
Ruschemeier/Jan Müggenburg (Kiel) 33.
Contender
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. Andreas Voigt (Potsdam) 3 Punkte; 2.
Jörg Dannemann (Schenefeld) 6; 3. Christian Krupp (Hamburg) 11; 4. Klaus
Jünemann (Hamburg) 12; 5. Ralf Strzelecki (Berlin) 17; 6. Michael Sprink
(Geseke) 22.
Korsar
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. Axel Oberemm/Gerd Linnemann (Berlin) 3
Punkte; 2. Stephan Arlt/Thorsten Hedfeld (Berlin) 6; 3. Oliver
Schaber/Christine Escher (Krefeld) 13; 4. Ralf Mahnke/Gabriele Geyer
(Verden) 15; 5. Markus Gluch/Hans Lawitzke (Köln) 18; 6. Egon und Thorsten
Guse (Hoisdorf) 21.
Seebahn
OSC I
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. Picaro (Georg Westphal/Lübeck) 3
Punkte; 2. Noodles (Ulrich Martens/Grevesmühlen) 6; 3. Tabaluga (Uwe
Wulf/Lübeck) 9; 4. GUMBOOTs (Martin Sulanke/Bad Schwartau) 12; 5. Cassiopeia
(Walther Suhr/Wentorf) 16; 6 Mascalzone (Dieter Schorling/Timmendorfer
Strand) 17.
OSC II
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. SISQUA (Armin Balser/Frankfurt am
index) 4 Punkte; 2. boomerang (Carsten Schultz/Norderstedt) 5; 3. na und
(Stefan Meining/Lübeck) 9; 4. Idefix (André Zander/Haan) 15; 5. NiC3
(Clemens Reichert/Neustadt) 15; 6 per4mens (Dirk Meiburg/Lübeck) 19.
OSC III
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. Scylla (Harald Schöppener/Triwalk) 3
Punkte; 2. MAKATEA (Gerd Schneider/Lübeck) 7; 3. Celestine (Andreas
Peschlow/Berlin) 10; 4. Seebrise (Hardy Maaß/Techau) 12.
OSC IV
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. NOMIS (Helmut Simon/Berlin) 3 Punkte;
2. Snabelskoen (Björn Carstensen/Pönitz am See) 6; 3 JoJo (Fritz Schuett/Bad
Schwartau) 9.
ORC I
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. ADAMAS (Jan Peters/Bad Malente) 6
Punkte; 2. Westwind (Peter Süselbeck/Oberhausen) 7; 3. Conte Louhi (Falko
Knabe/Hamburg) 8; 4. Silva Hispaniola (Dennis Gehrlein/Rheinhausen) 11; 5.
nightfever (Jan Gröpper/Lübeck) 13; 6. Zephyr (Steffen Müller/Wrist) 18.
ORC II
1. patent3 (Jürgen Klinghardt/Bremen) 3 Punkte; 2. KÜHNEZUG Goldkatze
(Manfred Böttcher/Weddelbrook) 14; 3. Elfe of New York (Jan
Heinritz/Heiligenhafen) 15; 4. Havoc (Peter Thyen/Lübeck) 17; 5. Blue Note
(Andreas Raben/Flintbek) 18; 6. Varuna Xpress (Kai Haupthoff/Fahrdorf) 19.
Weitere Informationen und Fotos:
Andreas Kling
PR Manager
www.travemuender-woche.de
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