Pressemitteilung von der 121. Travemünder Woche (23. Juli bis 1. August)
26. Juli 2010
Zwei Tagessiege für die Gäblers
TRAVEMÜNDE. Geduld war gefragt am dritten Wettfahrttag der 121. Travemünder
Woche. Nach stundenlanger Startverschiebung wegen flauer Winde, setzte sich
am Montagnachmittag (26. Juli) eine schwache Brise durch, so dass
Regattaleiter Walter Mielke die Segler der 15 Klassen erst um 16 Uhr noch
starten ließ. Bis in die Abendstunden gelangen so in allen Disziplinen
zwischen zwei und drei Wettfahrten.
Zu einem Millimeter-Entscheid entwickelt sich das Geschehen in der
olympischen Finn-Klasse, in der sich der Wismarer Jan Kurfeld und der Pole
Piotr Kula in den beiden Wettfahrten die Tagessiege aufteilten und weiterhin
punktgleich an der Spitze der 30 Teilnehmer starken Konkurrenz rangieren.
„Auch bei den im Gegensatz zu den Vortagen veränderten Windbedingungen sind
keinerlei Unterschiede zu erkennen“, sagte Jan Kurfeld, der darauf hofft,
dass am Abschlusstag der Finn-Konkurrenz vernünftige Bedingungen herrschen,
damit nicht das Glück über den TW-Sieg entscheidet. „Ich segele am Dienstag
voll auf Angriff, denn so ein Sieg bei der Travemünder Woche ist auch
wichtig für das eigene Ego, schließlich segeln Piotr und ich in der
erweiterten Weltspitze mit. Es wird auf jeden Fall ein richtiger Showdown“,
so der 22-jährige Titelverteidiger.
In der 470er-Klasse geben weiterhin die Weißrussen Daniil Adzintsov/Kiryl
Meyer den Ton an. In den acht bisherigen Wettfahrten kreuzten sie sechsmal
als Sieger die Ziellinie und dürften vom Kurs TW-Sieg kaum mehr abzubringen
sein. Die bisher stärksten Verfolger, Jan-Philipp Hofmann/Felix Brockerhoff
(Duisburg/Düsseldorf), leisteten sich dagegen am Montag einen Ausrutscher
und müssen sich Platz zwei nun mit den punktgleichen Henrik Simon/David
Heitzig (Heppenheim/Hamburg) teilen.
Bei der manroland Weltmeisterschaft der Tornados zeigt der dreimalige
Titelträger Roland Gäbler, dass er als Präsident der internationalen
Klassenvereinigung nicht nur organisatorisch an der Spitze der ehemaligen
Olympia-Katamarane steht, sondern aktuell auch sportlich. Der Deutsche mit
Wahlheimat im dänischen Tinglev setzte sich mit seiner Ehefrau Nahid an der
Vorschot in den beiden Montagsrennen durch, musste sich dabei aber kräftiger
Gegenwehr der Zarnekauer Brüder Helge und Christian Sach erwehren, die sich
im ersten Rennen des Tages nur um Haaresbreite mit einem Abstand von zwei
Zehntelsekunden geschlagen geben mussten.
„Das Rennen hätten wir gewinnen können. Vor dem Wind sind wir an Roland
vorbeigezogen, dann habe ich ihm an der Tonne aber zu viel Platz gelassen“,
berichtete Helge Sach, der trotz des derzeit dritten Gesamtranges bekannte,
noch nicht wie gewünscht „in der Kiste“ drin zu stecken. Denn eigentlich
segeln die Sach-Brüder inzwischen den kleineren Formula-18-Kat und haben zur
WM einen Tornado erst wieder aus dem Lager holen müssen.
Rundum glücklich war der Regatta-Führende Roland Gäbler: „Damit haben wir
überhaupt nicht gerechnet. Das ist der schönste Segeltag, den wir als Paar
erlebt haben. Es ist ein tolles Gefühl, dass wir auch als Mixed-Mannschaft
mit aktuellen Spitzencrews wie den zweimaligen Europameistern aus
Griechenland mithalten können“, berichtete Gäbler von zwei perfekten Rennen,
die ihn nach fünf Wettfahrten im Gesamt-Ranking deutlich vor den Griechen
Iordanis Paschalidis/Konstantine Trigonis rangieren lassen. Das Wort
„Titelgewinn“ nimmt er aber noch nicht in den Mund. „Ich schätze die
Griechen topp ein. Wir sind schon stolz mit dem, wie es bisher gelaufen ist,
und warten nun ab, was kommt.“
Bei den für Dienstag anstehenden EM-Entscheidungen in den Hobie-Disziplinen
müssen sich die deutschen Gastgeber mit den Verfolger-Positionen zufrieden
geben. Mit einer makellosen Serie führen die Italiener Vittorio
Bissaro/Lamberto Cesari nach zehn Rennen bei den Wildcats vor Jörg Gosche
und Hannes Pegel (Bremen), während bei den Tiger die Niederländer Gerard
Loos/Pieter van Ruitenburg auf Goldkurs liegen. Auf Rang drei sind hier Kai
Wippersteg/René Bertheau aus Bremen positioniert. Derzeit auf den Bronzerang
ist auch der Lüdenscheider Harald Busch bei den FX-One zurückgefallen. Hier
hat sich der Spanier Marc Verdaguer in die beste Position für das Finale
geschoben. Und in der Jugend-Klasse machen die Süd-Europäer das Rennen unter
sich aus, mit den Franzosen Benjamin Deguine/Benjamin Roulant an der Spitze.
(Ende)
Segeln in Zahlen
Ergebnisse vom dritten Wettfahrttag der 121. Travemünder Woche (Montag, 26.
Juli)
Olympische Klassen
470er
Gesamtstand nach acht Wettfahrten: 1. Daniil Adzintsov/Kiryl Meyer
(Russische Föderation) 8 Punkte; 2. Jan-Philipp Hofmann/Felix Brockerhoff
(Langenfeld) 16; 3. Henrik Simon/David Heitzig (Bensheim) 16; 4. Martin und
Simon Fruergaard (Dänemark) 34; 5. Johanna Claus/Anna Bach (Wittenförden)
37; 6. Patrik Drees/Max Schümann (Berlin) 41.
Finn Dinghy
Gesamtstand nach acht Wettfahrten: 1. Jan Kurfeld (Warnemünde) 10 Punkte; 2.
Piotr Kula (Polen) 10; 3. Christoph Froh (Schwerin) 30; 4. Lennart Luttkus
(Tönisvorst) 32; 5. Julian Massler (Kiel) 37; 6. Ulli Kurfeld (Rostock) 39
Internationale und nationale Klassen
Hobie Multi Europeans
Hobie FX-One
Gesamtstand nach zehn Wettfahrten: 1. Marc Verdaguer (Spanien) 18 Punkte; 2.
David van Aart (Niederlande) 19; 3. Harald Busch (Lüdenscheid) 21; 4.
Michael Pallowitz (Hamburg) 25; 5. Jörn Knop (Wunstorf) 30; 6. Jean Lue
Bochatow (Frankreich) 49.
Hobie Tiger
Gesamtstand nach zehn Wettfahrten: 1. Gerard Loos/Pieter v Ruitenburg
(Niederlande) 10 Punkte; 2. Simon Rombaut/Lucas Beckers (Belgien) 18; 3. Kai
Wippersteg/René Bertheau (Bremen) 31; 4. Frank Rübling/Martin Bach
(Oststeinbek) 32; 5. Olli und Felix Jakobitz (Hamburg) 36; 6. Marcus
Wendt/Johann Heitsch (Berlin) 42.
Hobie Wildcat
Gesamtstand nach zehn Wettfahrten: 1. Vittorio Bissaro/Lamberto Cesari
(Italien) 8 Punkte; 2. Jörg Gosche/Hannes Pegel (Bremen) 16; 3. Daniel
Paysen/Nico Heinrich (Hamburg) 30; 4. Fritz-Rüdiger Klocke/Maren Odefey
(Flensburg) 34; 5. Robert Schütz/Sebastian Klaerner (Krefeld) 40; 6.
Christoph Bock/Stephan Stüven (Bad Schwartau) 41.
manroland Tornado-Weltmeisterschaft
Gesamtstand nach fünf Wettfahrten: 1. Roland und Nahid Gäbler (Tinglev) 5
Punkte; 2. Iordanis Paschalidis/Konstantin Trigonis (Griechenland) 10; 3.
Helge und Christian Sach (Zarnekau) 10; 4. Brett Burvill/Ryan Duffield
(Australien) 14; 5. Nikolaos Mavros/Alaexander Tagaropoulos (Griechenland)
22; 6. Christina und Florian Loweg (Hamburg) 24.
Euro Cup Int. Canoe One Design
Gesamtstand nach acht Wettfahrten: 1. Johan Elfström (Schweden) 8 Punkte; 2.
Christopher Hampe (Großbritannien) 17; 3. Axel Bierwagen (Minden) 22; 4.
Frederik Steimann (Klein Rönnau) 46; 5. Arne Stahl (Braunschweig) 50; 6. Jan
Gillen (Lintig) 53.
Euro Cup Int. Canoe Taifun
Gesamtstand nach acht Wettfahrten: 1. Martin Droll (Berlin) 12 Punkte; 2.
Niklas Steimann (Klein Rönnau) 14; 3. Andreas Steimann (Klein Rönnau) 23; 4.
Christopher Ossenkopp (Neustadt) 30; 5. Johannes Meyer (Bremen) 44; 6.
Moritz Kruse (Oldenburg) 45.
18-Footer Grand Prix
Gesamtstand nach acht Wettfahrten: 1. Mears/Ramus/Mears (Großbritannien) 24
Punkte; 2. Claußen/Ebler/Broendum (Dänemark) 29; 3.
Renner/Meissner/Eggersdorfer (München) 51; 4.
Ujhelyi-Gaspar/Majthenyi/Szepfy (Ungarn) 52; 5. Hagenmeyer/Höfle/Mannes
(Utting) 52; 6. Nocke/Adomiet/Wilfahrt (Berlin) 60.
Asso 99 German Open
Gesamtstand nach sechs Wettfahrten: 1. Tamás Vadnai (Ungarn) 5 Punkte; 2.
Kevin Koch (München) 12; 3. Szabolcs Detre (Ungarn) 16; 4. Henning K.
Neumann (Travemünde) 19; 5. Luitpold von Bayern (Kaltenberg) 31; 6. Ivano
Brighenti (Italien) 40.
420er
Gesamtstand nach acht Wettfahrten: 1. Julia Rokosz/Joanna Szopinska (Polen)
12 Punkte; 2. Ewa Szczesna/Irmina Gliszczynska (Polen) 18; 3. Filip
Florek/Jedrzej Klepin (Polen) 20; 4. Oscar Berndt/Mathias Dachs (Volksdorf)
23; 5. Olga Jedrzejewska/Jagoda Reszka (Polen) 24; 6. Tanguy Lamay/Hannes
Marten (Kiel) 40.
Contender
Gesamtstand nach sieben Wettfahrten: 1. Andreas Voigt (Potsdam) 10 Punkte;
2. Christian Krupp (Hamburg) 11; 3. Jörg Dannemann (Schenefeld) 13; 4.
Michael Koch (Falkensee) 30; 5. Klaus Jünemann (Hamburg) 30; 6. Ralf
Strzelecki (Berlin) 32.
INT. 14
Gesamtstand nach acht Wettfahrten: 1. Georg Borkenstein/Eike Dietrich
(Frauendamm) 7 Punkte; 2. Dirk Rother/Kai Lassen (Lübeck) 25; 3. Bettina
Möller/Jens Kulenkampff (Kiel) 27; 4. Eike Ehrig/Jan-Martin Lührs
(Schwarzenbek) 37; 5. Peter Roocks/Jens Holscher (Lübeck) 46; 6. Daniel
Theess/Hannes Voigt (Schweiz) 51.
Musto Skiff
Gesamtstand nach sechs Wettfahrten: 1. Iver Ahlmann (Büdelsdorf) 7 Punkte;
2. Julian Ramm (Kiel) 8; 3. Paul Dijkstra (Niederlande) 16; 4. Thomas Kübler
(Weil am Rhein) 18; 5. Erik Loeff (Niederlande) 21; 6. Thomas Buntin
(Ohlstadt) 32.
Korsar
Gesamtstand nach sieben Wettfahrten: 1. Axel Oberemm/Gerd Linnemann (Berlin)
6 Punkte; 2. Stephan Arlt/Thorsten Hedfeld (Berlin) 13; 3. Oliver
Schaber/Christine Escher (Krefeld) 26; 4. Ralf Mahnke/Gabriele Geyer
(Verden) 30; 5. Susanne Krüger/Kicki Krüger (Berlin) 31; 6. Beate
Wahrendorf-Kruck/Jürgen Kruck (Rheinberg) 34.
Weitere Informationen und Fotos:
Andreas Kling
PR Manager
www.travemuender-woche.de
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