Pressemitteilung vom Festival der 121. Travemünder Woche (23. Juli bis 1.
August)
27. Juli 2010
TW-Hattrick für Jan Kurfeld im Finn
Kein Wind und keine Wettfahrten am Dienstag / Hobies begeistert
TRAVEMÜNDE. Für 13 Bootsklassen nahm die 121. Travemünder Woche am Dienstag
(28. Juli) ein abruptes Ende. Mangels Wind erklärte Walter Mielke als
oberster Wettfahrtleiter schon mittags den Abschluss der Regatta. Im
olympischen Finn-Dinghy durfte sich der Warnemünder Jan Kurfeld als
glücklicher Sieger über den punktgleichen Polen Piotr Kula feiern lassen.
Bei den ebenfalls olympischen 470ern dominierten die Weißrussen Daniil
Adzintsov/Kiryl Meyer und siegten vor Jan-Philipp Hofmann/Felix Brockerhoff
aus Langenfeld. Und in den weiteren sieben Klassen, die am Dienstag (27.
Juli) um 13 Uhr zur Siegerehrung gerufen wurden, durften vier weitere
deutsche Crews die größten Pokale abholen. Für die Hobie-Katamarane gab es
in sieben Disziplinen EM-Trophäen.
Für Jan Kurfeld war die Absage weiterer Wettfahrten angesichts der glatten
See die richtige Entscheidung: „Ich wäre gern noch weiter gesegelt, aber für
die Flaute kann keiner was. Und die Wettfahrtleitung hat mit ihren
Einschätzungen in diesen Tagen stets richtig gelegen“, sagte der 22-Jährige,
der sich nach den Erfolgen in 2008 und 2009 über den TW-Hattrick freuen
durfte: „Das war das Ziel. Jetzt kann ich zuversichtlich in die WM Ende
August gehen. Ich habe hier ein neues Segel getestet und war sehr zufrieden
mit dem Speed. Das WM-Ziel ist jetzt eine Top-16-Platzierung, um das
B-Kader-Kriterium des Deutschen Segler-Verbands zu erfüllen“, sagte Kurfeld,
der ebenso wie Piotr Kula vier Tagessiege und drei zweite Plätze in die
Wertung einbrachte, im Streichresultat aber besser war als der Pole.
Komplett einverstanden mit der frühen Entscheidung über das Regatta-Ende
waren auch die 470er. „Es sah nicht nach Wind aus, und am Abschlusstag ist
immer mehr Zeitdruck“, sagte Jan-Philipp Hofmann, der sich mit Vorschoter
Felix Brockerhoff trotz eines mäßigen dritten Wettkampftages noch auf Platz
zwei hinter den Weißrussen rettete. „Am Montag haben wir einen Start
verpatzt und im zweiten Rennen auch noch einen Penalty kassiert, dadurch
wurde es mit Platz zwei noch einmal eng“, erklärte Hofmann.
Ein begeistertes Zwischen-Resümee der Multi Europeans zog der europäische
Klassenpräsident der Hobie Cats, Fritz-Rüdiger Klocke (Flensburg). Während
am Dienstag die Titel in vier Disziplinen (drei waren schon Sonntag
entschieden) vergeben wurden, gehen die Hobie 14, Hobie Dragoon und Hobie 16
ab Mittwoch (28. Juli) in ihre Titelrennen. „Wir sind rundum glücklich.
Insgesamt haben wir in diesen Tagen 259 Meldungen. Das ist neuer Rekord. Und
der Event läuft perfekt – angefangen vom Gelände an Land bis zu den
Wettfahrten auf dem Wasser. An drei Tagen hatten wir perfekte
Segelbedingungen mit fairen Rennen, auch wenn es am Anfang für einige
Athleten etwas hart war“, erklärte Klocke, der in den Klassen Tiger,
Wildcat, FX-One und Hobie 16 Youth weitgehend die erwarteten Ergebnisse
registrierte.
So setzten sich bei der neuen Hobie-Klasse, den Wildcats, die Italiener
Vittorio Bissario/Lamberto Cesari überlegen gegen Jörg Gosche/Hannes Pegel
(Bremen) und Daniel Paysen/Nico Heinrich (Hamburg) durch. Bei den Tigern
hatten die favorisierten Niederländer Gerard Loos/Pieter van Ruitenburg die
Rümpfe vorn. Hier sicherten Kai Wippersteg/René Bertheau (Bremen) den
Bronzerang hinter den Belgiern Simon Rombaut/Lucas Becker. Eng wurde es bei
den Einhand-Kats FX-One, bei denen der Spanier Marc Verdauger gegenüber
David van Aart (Niederlande) und dem Lüdenscheider Harald Busch das bessere
Ende für sich hatte. Und die Jugend-Klasse dominierten die Franzosen
Benjamin Deguine/Benjamin Roulant mit ausschließlich ersten und zweiten
Plätzen in der Wertung nach acht Rennen.
Für deutsche Siege in den internationalen Klassen sorgten Andreas Voigt
(Potsdam) bei den Contendern, Niklas Steimann (Klein Rönnau) beim Euro-Cup
der Int. Canoe Taifun, Georg Borkenstein/Eike Dietrich (Frauendamm) bei den
INT. 14 sowie die Berliner Axel Oberemm/Gerd Linnemann in der Korsar-Klasse.
Vergeblich auf Wind warteten auch die Tornados, die ihre manroland
Weltmeisterschaft am Mittwoch beenden, sowie die Asso 99 mit ihrem bis
Donnerstag andauernden Euro-Cup sowie die Musto Skiffs, die am Mittwoch
ihren German-Open-Sieger proklamieren. Die Wettfahrten der 121. Travemünder
Woche werden am Mittwoch um 11 Uhr fortgesetzt. Die Windvorhersage der
WetterWelt Kiel verspricht eine mäßige West-Südwest-Brise.
Weitere Informationen und Fotos:
Andreas Kling
PR Manager
www.travemuender-woche.de
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