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121. Travemünder Woche 2010 - 23. Juli bis zum 1. August
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Pressemitteilung vom Festival der 121. Travemünder Woche (23. Juli bis 1.
August)
28. Juli 2010
Viertes Tornado-WM-Gold für Gäbler
Travemünde. Roland Gäbler ist zurück an der Weltspitze der Tornados. Bei der
121. Travemünder Woche fuhr der 45-Jährige am Mittwoch (28. Juli) mit seiner
dänischen Ehefrau und Vorschoterin Nahid zu seinem vierten WM-Titel und
setzte sich damit zu seiner eigenen Überraschung gegen die griechischen
Olympia-Zehnten von 2008, Iordanis Paschalidis/Konstantine Trigonis, durch.
Auf dem Bronzerang komplettierten die Zarnekauer Brüder Helge und Christian
Sach den deutschen Erfolg.
In einem mitreißenden Finaltag der manroland Tornado-WM, der mit schwachen
Winden begann und in kräftigen Schauerböen endete, zog Altmeister Roland
Gäbler alle Register seines Könnens. Und am Abend durfte er mit seiner
Ehefrau dafür den verdienten Lohn einfahren.
Vor laufenden TV-Kameras unter dem langanhaltenden Beifall der zahlreichen Zuschauer nahm das Ehepaar die
WM-Trophäen entgegen und lauschte schließlich der zu ihren Ehren abgespielten Nationalhymne.
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Foto: www.travemuender-woche.de
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„Wir sind völlig überwältigt, damit haben wir im Traum nicht gerechnet. Das
ist die Krönung meiner Segelkarriere. Das müssen wir jetzt erst einmal
verdauen“, jubilierte der Olympiadritte von 2000, der mit einer
beeindruckenden Serie in acht Wettfahrten zum Erfolg fuhr. Drei erste, drei
zweite und einen dritten Rang brachte das Ehepaar Gäbler in die Wertung ein,
stand so schon vor dem Abschlussrennen als Sieger fest. Damit konnten sie
sich zum Abschluss mit Platz sechs auch einen Ausrutscher leisten, ohne von
den Griechen noch von der Spitze verdrängt werden zu können.
Paschalidis/Trigonis, seit über zehn Jahren Trainingspartner von Roland
Gäbler und aktuelle Europameister, mussten sich trotz dreier Siege am
Mittwoch mit Gesamtrang zwei begnügen. „Wir sind stolz, dass es so gut
gelaufen ist und wir als Mixed-Team ganz vorn gelandet sind, obwohl wir erst
seit einem Jahr zusammen segeln. Die Griechen waren die eigentlichen
Favoriten. Aber meine Frau hat einen Super-Job gemacht, selbst heute in den
Hammer-Böen, als die Rennen teilweise zu einem Rodeo-Ritt wurden. Ich bin
beeindruckt, wie sie das hinbekommen hat, denn wir segeln erst seit einem
Jahr zusammen“, berichtete Gäbler.
Ebenso überraschend wie das Gold für Ehepaar Gäbler war Bronze für die
Sach-Brüder, die vor Jahren auf den etwas kleineren Formula-18-Kat
umgestiegen sind und nun den Tornado ohne vorheriges Training direkt aus dem
Lager ins Wasser schoben. Auf ihrem Hausrevier mussten sie sich erst wieder
auf das ehemalige Olympia-Boot einstellen. „Außerdem hatten wir noch einige
kleine Arbeiten an dem Boot zu erledigen. Wir bekamen die Kiste im Laufe der
Tage zwar immer besser in den Griff, aber es war eben noch nicht gut genug.
Roland ist stark gesegelt, und wir haben ein paar Fehler gemacht“,
berichtete Steuermann Helge Sach. Ein Patzer mit Platz zehn zum Start in den
letzten Regattatag brachte die Zarnekauer Brüder um alle Titelchancen, die
Australier Brett Burvill/Ryan Duffield hielten sie im Kampf um die
Bronzemedaille aber deutlich auf Distanz.
Neben den Tornados beendeten am Mittwoch auch die Musto Performance Skiffs
ihre Travemünder Woche. Hier gab es einen schleswig-holsteinischen
Doppel-Erfolg. Iver Ahlmann aus Büdelsdorf siegte vor Julian Ramm (Kiel).
Währenddessen starteten die Hobies in die zweite Hälfte ihrer Multi
Europeans. Nachdem am Dienstagabend die Sieger und Medaillengewinner in
sieben Disziplinen während einer rauschenden Party an Travemündes Grünstrand
feierlich geehrt wurden, begannen am Mittwoch die Nachwuchs-Kat-Segler auf
dem Dragoon mit ihrer Meisterschaft. Daneben gingen auch noch die
Einhand-Segler auf dem Hobie 14 und die mit mehr als 100.000 Booten größte
Kat-Klasse der Welt, die Hobie 16 in der offenen Wertung, ins Rennen. Nach
zwei Wettfahrten führen bei den Dragoon die Niederländer Thomas
Schouten/Esther Hillebrand.
Das Feld der Hobie 14 sieht nach drei Läufen Arnaud Thieme (Frankreich) an
der Spitze. Und den Auftakt der Hobie-16-Konkurrenz gewannen Vincent
Domand/Titovan Fafournoux (Frankreich). Die Athleten hatten trotz
wiederholter Schauer einen langen Tag zu absolvieren und segelten bis in die
Abendstunden. Ihre EM wird am Donnerstag fortgesetzt, wenn die Asso 99 ihren
Euro Cup beenden. Acht Klassen werden ihre Travemünder Woche um 13 Uhr
beginnen.
(Ende)
Segeln in Zahlen
Ergebnisse vom fünften Wettfahrttag der 121. Travemünder Woche (Mittwoch,
28. Juli)
Internationale und nationale Klassen
manroland Tornado-Weltmeisterschaft
Endstand nach acht Wettfahrten: 1. Roland und Nahid Gäbler (Tinglev) 12
Punkte; 2. Iordanis Paschalidis/Konstantine Trigonis (Griechenland) 13; 3.
Helge und Christian Sach (Zarnekau) 22; 4. Brett Burvill/Ryan Duffield
(Australien) 36; 5. Veit Hemmeter/Moritz Rieger (Lindau) 39; 6. Nikolaos
Mavros/Alexander Tagaropoulos (Griechenland) 45.
Musto Skiff
Endstand nach neun Wettfahrten: 1. Iver Ahlmann (Büdelsdorf) 13 Punkte; 2.
Julian Ramm (Kiel) 14; 3. Paul Dijkstra (Niederlande) 28; 4. Thomas Kübler
(Weil am Rhein) 29; 5. Erik Loeff (Niederlande) 39; 6. Martin Sattelkau
(Berlin) 51.
Hobie Multi Europeans
Hobie 14
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. Arnaud Thieme (Frankreich) 5 Punkte;
2. Broder Diedrichsen (Drochtersen) 8; 3. Jörg Stoltenberg (Hamburg) 8; 4.
Niklas Martens (Trittau) 12; 5. Tanja Rindt (Hamburg) 14; 6. Martin Löpertz
(Essen) 19.
Hobie Dragoon
Gesamtstand nach zwei Wettfahrten: 1. Thomas Schouten/Esther Hillebrand
(Niederlande) 4 Punkte; 2. Jolann Neiras/Jaquues Rochefort (Frankreich) 5;
3. August Maene/Emilie Victor (Belgien) 8; 4. Teuntje van Es/Lotte van
Ouwerkerk (Niederlande) 9; 5. Denise Hillebrand/Koen Dedel (Niederlande) 10;
6. Jordi Booth/Pau Dengra (Spanien) 13.
Hobie 16 Open
Gold-Flotte
1. Wettfahrt: 1. Vincent Domand/Titovan Fafournoux (Frankreich); 2. Adrian
Orain/Olivier Kersuzan (Frankreich); 3. Francesco Porro/Luca Marsaglia
(Italien); 4. Jerome le Gal/Marco Lazzetta (Frankreich); 5 Knud Jansen/Anke
Delius (Kiel); 6. Cédric Bader/Nathalie Souquet (Frankreich).
Silber-Flotte
1. Wettfahrt: 1. Maxime Hillen/Cas van Oort (Niederlande) 1; 2. Mischa de
Munck/Sanne van Hek (Niederlande); 3. Daniel Müller/Christian Winkel
(Marpingen); 4. Silvia/Concutelli/Viola Monaci (Italien); 5. Bartek
Janiszewski/Mariusz Kusmierski (Polen); 6. Philip Hendrickx/Gaétan Bols
(Belgien).
Asso 99 Euro Cup
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. Szabolcs Detre (Ungarn) 4 Punkte; 2.
Tamás Vadnai (Ungarn) 5; 3. Luitpold von Bayern (Kaltenberg) 10; 4. Kevin
Koch (München) 11; 5. Henning K. Neumann (Travemünde) 15; 6. Ivano Brighenti
(Italien) 24.
Weitere Informationen und Fotos:
Andreas Kling
PR Manager
www.travemuender-woche.de
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