ACHTUNG: Neuer Zwischenstand bei der F-18 Formula 18 Internationale Deutsche Meisterschaft
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. Vittorio Bissaro/Lamberto Cesari
(Italien) 3 Punkte; 2. Helge Sach/Christian Sach (Zarnekau) 11; 3. Brett
Burvill/Ryan Duffield (Australien) 12; 4. Thijs Visser/Marja van Helden
(Niederlande) 16; 5. Adam Beattie/Jamie Leitner (Australien) 18; 6. Frank
Ruebling/Martin Bach (Oststeinbek) 19.
Pressemitteilung von der 121. Travemünder Woche (23. Juli bis 1. August
2010)
Traumstart für Simon Grotelüschen
TRAVEMÜNDE. Der sechste Wettfahrttag der 121. Travemünder Woche sorgte bei
Akteuren und Zuschauern einmal mehr für Begeisterung. Eine beständige Brise
zwischen vier und fünf Beaufort, in Böen auch darüber, sorgte am Donnerstag
(29. Juli) für ideale Segelbedingungen. Zwölf Bootsklassen absolvierten auf
sechs Bahnen ein umfangreiches Programm mit bis zu vier Wettfahrten. Dabei
schalteten sich die olympischen Laser in das Geschehen ein – mit dem
überragenden Auftritt des Lokalmatadors Simon Grotelüschen, der in allen
drei Rennen mit klarem Abstand die Ziellinie als Erster kreuzte.
Der Athlet des Lübecker Yacht-Clubs zeigte der nationalen Konkurrenz
beständig das Heck, darunter Tobias Schadewaldt und Hannes Baumann, die
gemeinsam im 49er eine Olympia-Teilnahme für 2016 anstreben, sich im Laser
aber Meriten verdient haben und nun ihrer alten Klasse einen Besuch
abstatten. Schadewaldt rangiert hinter dem Berliner Marco Grasse auf Rang
drei, ihm am Heck klebt Hannes Baumann. Vorn aber dreht Grotelüschen einsam
seine Runden.
„Es war extrem böig und drehend und umso erfreulicher, dass es so gut
geklappt hat“, freute sich der 23-Jährige, der sich mit den Stationen
Travemünder Woche und dem anschließenden Weltcup in Weymouth auf die
Weltmeisterschaft Ende August auf Hayling Island (Großbritannien)
vorbereitet. „Die Form stimmt. Schon mit Platz sieben bei der
Europameisterschaft und dem fünften Rang bei der Kieler Woche war ich gut
unterwegs.“
In der gemischten Wertung des für die Frauen olympischen Laser Radial muss
die Kielerin Martje Uecker derzeit nur einem Mann den Vortritt lassen. Der
Berliner Tobias Graf rangiert nach zwei Tagessiegen und einem vierten Platz
an der Spitze des Feldes.
Ihren Travemünder Woche-Auftritt beendet haben am Donnerstag die Akteure der
Kielboot-Trapezklasse Asso 99. Hier durfte sich der Ungar Szabolcs Detre mit
seinen fünf Crew-Mitgliedern über den Erfolg im Euro Cup freuen. „Es hat
unglaublich Spaß gemacht heute. Mit vier Rennen war es aber auch ein
anstrengender Tag“, erklärte der Olympia-Dritte von 1980 im Flying Dutchman.
Seit zehn Jahren segelt der Ungar vom Plattensee die Asso-Klasse und ist
begeistert: „Ein tolles Boot, bei allen Bedingungen schnell, dabei aber auch
stabil zu segeln. Es fliegt fast über die Wellen.“
Fluggefühle durften auch die Hobie Cats bei ihren Multi Europeans erleben.
Denn im Trapez stehend und mit einem Rumpf aus dem Wasser fegten sie über
die Wellen hinweg. Dicht an dicht an der Startlinie boten die Hobie 16 dabei
einen einzigartigen Anblick. Ausgestattet mit einheitlichen Segeln zog die
Flotte in Regenbogenfarben über das Wasser. Am schnellsten unterwegs waren
die Franzosen Jerome le Gal/Marco Iazzetta. Nach einem mäßigen ersten Tag
schoben sich die Deutschen in eine bessere Position. Der zwölfmalige
Europameister Detlef Moh aus Reinfeld hat mit Karen Wichardt an der Vorschot
als Zweitplatzierter eine Medaille fest im Blick. „Wir geben auch den Kampf
um den Titel nicht auf. Die Franzosen sind zwar die Favoriten, kochen aber
auch nur mit Wasser. Am nächsten Tag kann alles anders aussehen. Wir hatten
heute ein bisschen Pech bei den Starts, haben uns dann nach vorn gearbeitet
und waren insgesamt schnell unterwegs“, sagte Mohr.
Eine gleiche Konstellation an der Spitze weist auch die aktuelle
Ergebnisliste der Hobie 14 aus: Ganz vorn dominieren die Buchstaben FRA im
Segel das Geschehen, dahinter folgt GER. Arnaud Thieme führt vor Broder
Diedrichsen. Und auch bei den Nachwuchs-Kats ist mit Jolan Neiras/Jaques
Rochefort ein französischen Team vorn.
Bei der internationalen deutschen Meisterschaft der Formula-18-Katamarane
liegen die Brüder Helge und Christian Sach (Zarnekau) nach Rang drei bei der
Tornado-WM nun auf dem zweiten Platz. Bislang nur durch eine Kollision zu
stoppen waren die Italiener Vittorio Bissario/Lamberto Cesari. Nach zwei
Siegen lagen sie auch im dritten Rennen weit in Führung, als die Schweden
Fredrik Karlsson/Karl Blomgren unter Gennaker ohne Wegerecht direkt in den
rechten Rumpf der Italiener jagte und ihnen den Bug abfuhr. „Wir waren kurz
vorm Sinken, so etwas habe ich noch nie erlebt“, berichtete Vorschoter
Cesari, dem im Anschluss eine arbeitsreiche Nacht bevorstand, denn ein
Ersatzrumpf musste angebaut werden.
Cesari war aber hoffnungsvoll: „Am Freitag sind wir wieder auf dem Wasser.“
Mit anderen Problemen hatten derweil die Sach-Brüder zu kämpfen: „Es war
heute schwierig zu segeln bei den böigen Winden, und wir hatten nicht immer
den richtigen Durchblick, haben zunächst weiter hinten angefangen, uns dann
aber weiter nach vorn gesegelt“, berichtete Helge Sach, der mit seinem
Bruder bereits 16 Travemünder Woche-Siege auf dem Konto hat.
Zum Auftakt der Trias gab die Crew um Roderich Uerlichs (Simmerath) mit
einem zweiten Platz und zwei Siegen den Ton an. Und die deutsche
Bestenermittlung der Laser SB3 führt Klassenboss Reinhard Schröder (Grabow)
an.
(Ende)
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Andreas Kling
PR Manager
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