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121. Travemünder Woche 2010 - 23. Juli bis zum 1. August
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Pressemitteilung von der 121. Travemünder Woche (23. Juli bis 1. August
2010)
31. Juli 2010
Seesegler mit Bruch, Bier und Brezeln in Boltenhagen
TRAVEMÜNDE. Taktisches Geschick, technische Fertigkeiten und Seemannschaft
auf höchstem Niveau waren bei der Mittelstrecken-Regatta der 121.
Travemünder Woche gefordert. Denn am Freitag (30. Juli) wurden die Crews auf
dem Kurs von Travemünde nach Boltenhagen, der für die großen Yachten auf 42
Seemeilen und für die kleinen auf 32 Seemeilen ausgelegt worden war, bei
Böen mit zu 30 Knoten kräftig durchgeschüttelt.
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Foto: www.travemuender-woche.de
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Nicht alle Crews überstanden die Herausforderung ohne Schäden, ernsthafte Blessuren blieben aber aus.
Erste Yacht im Ziel war die Dehler 34 „Sisqua“ von Armin Balser aus
Frankfurt am index. Auf der Rückregatta am Sonnabend wurden die Mannschaften
dann mit schönstem Sonnenschein belohnt. Hier schaffte es die Swan 60 „Black
Jack“ von John Welding aus Flensburg den Vorsprung der kleineren Yachten,
die sieben Seemeilen weniger zu bewältigen hatten, aufzuholen und als Erste
die Ziellinie direkt an der Nordermole zu kreuzen.
Seebahn-Chef Jens Kath war mit der erstmals nach Boltenhagen führenden
Mittelstrecken-Regatta der Travemünder Woche sehr glücklich: „Es waren
hervorragende Segelbedingungen, und wir konnten einen abwechslungsreichen
Kurs mit schönen Kreuzen und langen Spi-Gängen auslegen. Auf der Rückregatta
hatte ich bei den zunächst südlichen Winden etwas Sorge, dass das Kreuzen zu
kurz kommen würde, aber dann hat der Wind auf West gedreht, und die Crews
hatten noch einen anspruchsvollen Kurs bis ins Ziel“, freute sich Kath.
Das Anlege-Bier und die Willkommens-Brezel in Boltenhagen von
Yacht-Versicherer Firmenich konnten indes nicht alle Crews genießen. So
musste nach dem Bruch des Spinnaker-Baums auf der „Concetta“ von Stefan
Heitmann aus Bremen ein Crew-Mitglied eine Handverletzung ambulant im
Krankenhaus behandeln lassen, so dass die Yacht die Rückregatta nicht mehr
mit segelte. Ein gebrochenes Want auf einer Yacht vom Typ Speakhugger
veranlasste zudem die Mannschaft der Mosquito 104 „NiC3“ nach dem eigenen
Zieldurchgang noch zu einem Berge-Einsatz. Die Crew um Clemens Reichert
(Neustadt) schleppte die Konkurrenz in den Hafen. „Insgesamt hatten wir vier
Yachten, die aufgegeben haben“, berichtete Kath. Dennoch hatten die
Mannschaften einen sehr geselligen Abend, so dass einige Segler am Sonnabend
mit etwas kleineren Augen an den Start gingen.
Das Startverfahren war dann etwas für die Zuschauer-Galerie in Boltenhagen,
denn die Yachten wurden direkt vor dem Hafen auf den navigatorisch
anspruchsvollen Kurs durch die Untiefen der Wismarer Bucht geschickt. Das
weitere Rennen zurück zur Travemündung wurde ein enger Kampf der
„Kartenspieler“, denn neben der Swan 60 „Black Jack“ kämpfte der
namensgleiche Trimaran Corsair Dash um den Titel als First Ship Home.
Schließlich hatte die große Swan nach 4:45 Stunden den Bug um neun Minuten
vor dem Tri im Ziel.
Nach der Berechnung der Handicap-Wertung durften sich schließlich folgende
Crews über die Mittelstrecken-Siege freuen: „Picaro“ in der Gruppe OSC I
(Georg Westphal), „Sisqua“ (Armin Basler, OSC II), „Scylla“ (Harald
Schöppener, OSC III), „Nomis“ (Helmut Simon, OSV IV), „patent³“ (Jürgen
Klinghardt, OSC V und ORC II), „Westwind“ (Peter Süselbeck, ORC I) und die
„Black Jack“ (Thomas Reinke) bei den Corsair. Den Super-Cup der Stadtwerke
Lübeck, die Wertung aller Seeregatten vom ersten und zweiten TW-Wochenende,
gewannen die „Picaro“, „Sisqua“, „Scylla“, „Nomis“ und „patent³“.
(Ende)
Ergebnisse von der Mittelstrecke Travemünde – Boltenhagen und zurück
OSC I
Endstand: 1. Picaro (Georg Westphal/Lübeck) 2 Punkte; 2. Tabaluga (Uwe
Wulf/Lübeck) 5; 3.Mascalzone (Dieter Schorling/Timmendorfer Strand) 6.
OSC II
Endstand: 1. Sisqua (Armin Balser/Frankfurt am index) 3 Punkte; 2. na und
(Stefan Meining/Lübeck) 3; 3. Bannerouge (Hauke Haberlandt/Geesthacht) 7.
OSC III
Endstand: 1. Scylla (Harald Schöppener/Triwalk) 2 Punkte; 2. Makatea (Gerd
Schneider/Lübeck) 4; 3. Ohlala (Katja Schmütsch/Heiligenhafen) 6.
OSC IV
Endstand: 1. Nomis (Helmut Simon/Berlin) 2 Punkte; 2. Fira (Maximilian
Riedl/Hamburg) 4;3. jolågo (Ingo Gorodiski/Schweden) 7.
OSC V
Endstand: 1. Patent³ (Jürgen Klinghardt/Bremen) 2 Punkte; 2. Westwind (Peter
Süselbeck/Oberhausen) 4; 3. Adamas (Jan Peters/Bad Malente) 7.
ORC I
Endstand: 1. Westwind (Peter Süselbeck/Oberhausen) 2 Punkte; 2. Adamas (Jan
Peters/Bad Malente) 4; 3. sherry-time (Udo von Ahnen/Hamburg) 6.
ORC II
Endstand: 1. Patent³ (Jürgen Klinghardt/Bremen) 2 Punkte; 2. Elfe of New
York (Jan Heinritz/Heiligenhafen) 4; 3. Va Bene (Christian Rönsch/Hamburg)
6.
Corsair
Endstand: 1. Black Jack (Thomas Reinke/Beusloe) 3 Punkte; 2. Kahuna (Stefan
Gerke/Wakendorf) 3; 3. Pas de Trois (Hans-Walter Frieling/Stockelsdorf) 6.
Weitere Informationen und Fotos:
Andreas Kling
PR Manager
www.travemuender-woche.de
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