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Extreme 40 Sailing Series 2011 - Cowes
www.extremesailingseries.com/ - Übersicht Cowes

Tagesberichte siehe Menu unten
13.08.2011
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Act 5: Großes Finale einer großartigen Woche. Gaebler enttäuscht
August 12th 2011. Es war eine Woche des Stark-Winds und des Adrenalins: Act 5
der Extreme Sailing Series, der im Rahmen der Aberdeen Asset Management
Cowes Week ausgetragen wurde, brachte einige der engsten und intensivsten
„Stadion-Rennen“, die diese Wettfahrtserie jemals erlebt hat. Und das
vor dem größten Publikum in der Geschichte dieses Events. Sieger wurde
schließlich The Wave, Muscat, geskippert von Leigh McMillan, einem
Einheimischen von der Isle of Man, der 2008 den britischen Tornado bei den
olympischen Spielen in China steuerte. Das Team aus dem Oman hatte im
vergangenen Jahr die Gesamtwertung gewonnen, in dieser Saison war es jedoch
sein erster Sieg bei einem Act.
Während am Freitag Abend die erfolgreichen Teams feierten, war Roland
Gaebler, der deutsche Skipper des Team Extreme, sichtlich angefressen.
„Seit dem Crash mit Alinghi in Istanbul ist der Faden bei uns gerissen“,
ärgerte sich der vielfache Tornado-Weltmeister: „Wir hatten in Cowes ein
paar gute Ergebnisse, aber auch ein paar totale Aussetzer“. Das
Ersatzboot, mit dem Gaebler seit Istanbul unterwegs ist, scheint einfach
nicht richtig in Fahrt zu kommen. Zum fehlenden Boot-Speed kam am Freitag
eine aus Gaeblers Sicht fragwürdige Schiedsrichterentscheidung zum Nachteil
von Team Extreme. „Irgendwie hatten wir hier wirklich eine schwarze
Serie“, lautete Gaeblers frustriertes Fazit.
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Leigh McMillan and crew onboard The Wave Muscat celebrating after winning
Act 5 in Cowes
© Lloyd Images

Crowds line the shoreline for Act 5 in Cowes
© Lloyd Images

Act 5, Cowes Prizegiving - 1st The Wave, Muscat, 2nd Luna Rossa, 3rd Alinghi
© Lloyd Images
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Es waren sechs dramatische Tage in Cowes: Schon am zweiten kollidierte
Artemis Racing mit Groupe Edmond de Rothschild. Für das schwedische Team
war Act 5 damit leider frühzeitig beendet. Das Boot des olympischen
49er-Seglers John Pink, die Aberdeen Asset Management, überschlug sich am
dritten Tag auf spektakuläre Weise im Training. Extra Action lieferten die
49er des „Teams EC“, von Benji Borg und Seb Ripard aus Malta sowie der
Briten Simon Marks und Nick Murray. Spannung brachte auch das Duell einer
Extreme 40 gegen den Weltklasse-Windsurfer Guy Cribb. Erstmals in der
fünfjährigen Geschichte dieser Wettfahrtserie musste ein ganzer Renntag
wegen zu starken Windes und zu rauer See abgesagt werden.
Für die 48 Segler aus 15 Nationen ging der Freitag mit 10 bis 15 Knoten
deutlich freundlicher zu Ende. Die drei bis vier Knoten starke Strömung
stellte die Besatzungen der elf Extreme 40s allerdings vor große taktische
Herausforderungen. Um den starken Gezeiten-Strömungen auszuweichen,
segelten viele der Boote extrem nah am Ufer, direkt vor den Augen der Fans,
die sich in großer Zahl vor dem Egypt Point eingefunden hatten.
Angesichts der vielen Wettfahrten war es einigermaßen erstaunlich, dass die
Entscheidung wieder einmal erst im letzen Rennen fallen sollte. The Wave,
Muscat durfte maximal sechs Plätze hinter der zweitplatzierten Luna Rossa
durch das Ziel gehen, um Gesamtsieger von Act 5 zu werden. Luna Rossa
erwischte einen Traumstart und ging uneinholbar in Führung, während The
Wave, Muscat von Leigh McMillan nur als achtes Boot aus den Blöcken kam.
Das bedeutete Hochspannung für die Fans. Doch das ehemalige Tornado-Ass
arbeitete sich beständig nach vorn. Und obwohl Luna Rossa beim
Zieldurchgang weit vorne lag, reichte The Wave, Muscat der vierte Platz zum
Gesamtsieg. Skipper Leigh McMillan durfte sich freuen: „Das ist ein super
Resultat für uns. Es ist einfach klasse, ganz oben auf dem Treppchen zu
stehen. Das war immer unser Ziel!“
Rund 72.500 Zuschauer besuchten während des Events das Extreme Sailing
Series Race Village beim Egypt Point. Strände und Ufer waren so weit das
Auge blicken konnte gut gefüllt. Erstmals wurde die Extreme Sailing Series
an allen Wettfahrtagen live zu den Fans in aller Welt gestreamt. Dazu wurden
zwei unterschiedliche Technologien eingesetzt: Drei Tage lang gab es
Live-TV-Bilder von mehreren Kameras mit Grafiken und Live-Kommentierung. An
den anderen Tagen kam eine abgespeckte Version mit einer einzelnen WEBcam
zum Einsatz. Dies erlaubte den Veranstaltern eine kontinuierliche
Online-Berichterstattung im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten.
In der Mitte der 2011er-Saison hat Act 5 noch einmal eindrucksvoll
demonstriert, warum die Extreme Sailing Series zu den Hauptattraktionen der
Cowes Week zählt. Die Haupttribüne im Extreme 40 Race Village zieht Jahr
für Jahr die Massen an. Dort stieg am Freitag Abend auch die Extreme
Fireworks Party mit BBC Radio One DJ Rob da Bank.
Die nächste Station der Extreme 40s ist jetzt Act 6 in Trapani, Sizilien.
Die Zuschauer-Tage sind der 16. bis 18. September, davor wird am 14. Und 15.
September auf dem offenen Meer gesegelt.
Extreme Sailing Series Act 5 im Rahmen der Aberdeen Asset Management Cowes
Week
Gesamtwertung nach 30 Wettfahrten (12.8.11)
Rang / Team / Punkte
1. The Wave, Muscat (OMA), Leigh McMillan / Kyle Langford / Nick Hutton /
Khamis Al Anbouri 236 Punkte
2. Luna Rossa (ITA), Max Sirena / Paul Campbell-James / Alister Richardson /
Manuel Modena 228.8 Punkte
3. Alinghi (SUI), Tanguy Cariou / Yann Guichard / Nils Frei / Yves Detrey
214 Punkte
4. Red Bull Extreme Sailing (AUT), Roman Hagara / Hans Peter Steinacher /
Will Howden / Luke Cross 188 Punkte
5. Oman Air (OMA), Sidney Gavignet / Kinley Fowler / David Carr / Nasser Al
Mashari 179 Punkte
6. Team GAC Pindar (GBR), Ian Williams / Mischa Heemskerk / Andrew Walsh /
Jono Macbeth 160 Punkte
7. Emirates Team New Zealand (NZL), Adam Beashel / Richard Meacham / Andrew
McLean / Chris Ward 139 Punkte
8. Groupe Edmond de Rothschild (FRA), Pierre Pennec / Christophe Espagnon /
Thierry Fouchier / Hervé Cunningham 135 Punkte
9. Niceforyou (ITA), Alberto Barovier / Stefano Rizzi / Daniele de Luca /
Simone de Mari 132 Punkte
10. Aberdeen Asset Management (GBR), John Pink / Rick Peacock / Greg Homann
/ John Gimson 126 Punkte
11. Team Extreme (EUR), Roland Gaebler / Nahid Gaebler / Benedikt Wenk / Dan
Morris 71 Punkte
12. Artemis Racing (SWE), Santiago Lange / Andy Fethers / Michele Ivaldi /
Phil Jameson 23 Punkte
Extreme Sailing Series 2011
Gesamtwertung nach 5 Acts
Rang / Team / Punkte
1. Emirates Team New Zealand 44 Punkte
2. Luna Rossa 43 Punkte
3. Groupe Edmond de Rothschild 40 Punkte
4. Artemis Racing 38 Punkte
5. The Wave, Muscat 38 Punkte
6. Red Bull Extreme Sailing 36 Punkte
7. Alinghi 33 Punkte
8. Oman Air 22 Punkte
9. Team GAC Pindar 13 Punkte
10. Niceforyou 12 Punkte
11. Team Extreme 11 Punkte
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