Pressemitteilung vom ersten Tag der Formula-18-Europameisterschaft vor Gran
Canaria
7. Dezember 2011
Leichter Calima zum EM-Auftakt vor Las Palmas
LAS PALMAS. Der für die Kanarischen Inseln typische Calima, ein zumeist
östlicher Sandwind aus Afrika, kann zeitraubend sein. Das jedenfalls mussten
viele der 84 gestarteten Katamarancrews am Mittwoch (7. Dezember) zum
Auftakt der Formula-18-Europameisterschaft feststellen. Bei leichter Brise
vor Las Palmas auf Gran Canaria kamen viele nicht innerhalb des Zeitlimits
ins Ziel. Außerdem hagelte es reihenweise Frühstartdisqualifikationen, so
dass nach dem ersten Tag froh war, wer noch wenige Punkte auf dem Konto hat.
Das gelang Javier Padrón und Miguel Pérez vom gastgebenden Real Club Náutico
de Gran Canaria (RCNGC) mit einem vierten und sechsten Rang und zehn Punkten
am besten. Sie führen drei Zähler vor den Topfavoriten Olivier Backes und
Arnaud Jarlegan aus Frankreich, die nach einem Tagessieg Zwölfte wurden.
Direkt vor ihnen waren die Zarnekauer Brüder Helge und Christian Sach vom
Lübecker Yacht-Club im Ziel. Nach Rang acht zuvor sind sie mit 19 Punkten
als beste Deutsche Gesamtsiebte.
Nur eine Viertelstunde blieb den Platzierten nach dem Zieldurchgang der
Sieger, um es selbst noch in die Wertung der Wettfahrt zu schaffen. „Das ist
bei dem großen Feld, einem relativ langen Kurs über zwei Runden und
Leichtwind sehr knapp bemessen“, gab Helge Sach zu bedenken. Im ersten
Rennen erwischte es auch Andreas John und Sven Lindstädt
(Hamburg/Norderstedt), die danach mit einem fünften Platz für das beste
deutsche Einzelresultat sorgten. Im Zwischenklassement sind sie jedoch
vorerst nur 21., drei Ränge hinter Jörg und Arne Gosche aus Bremen
(34./21.). Ab Donnerstag soll das Zeitlimit auf 20 Minuten verlängert
werden.
Wehte der Calima anfangs noch mit Stärke drei und erlaubte den Mannschaften
Trapezsegeln, schwächte er sich im Tagesverlauf immer weiter ab. Die Aktiven
saßen nur noch auf der Kante und suchten ihr taktisches Heil in kleinen
Winddrehern, mit denen Boden gut zu machen war. Die Sachs hatten nach hinten
raus kein Problem und waren mit ihrem Abschneiden soweit zufrieden. „Wir
haben uns am Start zurückgehalten und das Risiko einer Disqualifikation
bewusst vermieden“, so der Steuermann, „das hat sich am Ende ausgezahlt.“
Mit den Plätzen acht und elf blieben sie im Soll – Regattaziel sind die Top
Ten.
Die Wettfahrtleitung des RCNGC musste sich zum Auftakt Respekt verschaffen,
so vorschnell waren etliche Teams an der Startlinie. Trotz „schwarzer
Flagge“, der schärfsten aller Startregeln, hielten sich viele nicht im Zaum.
Das Risiko wurde selten belohnt. Zwar gelang den Schweden Tim Shuwalon und
Olf Detlefsen nach einer Disqualifikation der Tagessieg in der zweiten
Wettfahrt. Aber andere bekamen gleich zweimal die rote Karte. Und dazu
gehörte auch die Prominenz: Tornado-Weltmeister Iordanis Paschalidis aus
Griechenland mit Vorschoter Gustaf Dyrssen flog genauso zweimal raus, wie
Mischa Heemskerk und Bastian Tentij aus den Niederlanden, die sich damit
frühzeitig praktisch aller Titelchancen beraubt haben.
Die F-18-Europameisterschaft wird am Donnerstag (8. Dezember) um 11 Uhr
fortgesetzt, zwei Stunden früher als zum Auftakt. Pro Tag sind bis zu vier
Rennen möglich. Allerdings wurde weiterhin ein leichter, mittags höchstens
mäßiger Calima vorhergesagt. Die Entscheidung vor Gran Canaria fällt am
Sonntag (11. Dezember).
(Ende)
Die vollständige Ergebnisliste, während der Rennen Live-Tracking, Fotos und
zusätzliche Hintergrundinformationen gibt es im Internet unter
www.rcngc.com.
Weitere Informationen, Fotos und mehr:
Andreas Kling
Journalist + PR Consultant
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