Pressemitteilung vom zweiten Tag der Formula-18-Europameisterschaft vor Gran Canaria
8. Dezember 2011
EM-Tagessieg für Helge und Christian Sach
Platz vier im Zwischenklassement der F-18-Euro in Las Palmas
LAS PALMAS. Mit einem Tagessieg in der dritten Wettfahrt verbesserten sich
Helge und Christian Sach aus dem schleswig-holsteinischen Zarnekau am
Donnerstag (8. Dezember) auf den vierten Platz der
Formula-18-Europameisterschaft in Las Palmas auf Gran Canaria/Spanien. Trotz
eines 17. Rangs im anschließenden Rennen liegen die Brüder nur einen Punkt
hinter den Medaillenrängen zwei mit Tim Shuwalon/Olf Detlefsen (Schweden)
und den Weltmeistern von 2010, Olivier Backes/Arnaud Jarlegan aus Frankreich
auf „Bronze“ zurück. Mit elf Zählern Vorsprung übernahmen die einheimischen
Toni Rivas und Alberto Torner die Gesamtführung. Die EM beim Real Club
Náutico de Gran Canaria (RCNGC) dauert noch bis Sonntag (11. Dezember).
„Das war ein Rennen mit Nervenkitzel und Sekundenentscheidungen“, berichtete
Helge Sach vom Siegeszug, „die Vorentscheidung fiel bereits nach der halben
Startkreuz.“ Die Sachs hatten offensiv, aber nicht als Allererste in der
Mitte der Startlinie begonnen und die Konkurrenz links und rechts genau
beobachtet. Zum goldrichtigen Zeitpunkt wendeten sie auf die rechte Seite
der Regattabahn und übernahmen die Spitze. „20 oder 30 Meter weiter wäre es
wahrscheinlich schon zu spät gewesen“, freute sich auch der Vorschoter über
die perfekte Taktik.
Erst einmal in Front verteidigte das Sach-Duo die Führung von der ersten
Luvtonne über anderthalb Runden bis ins Ziel überlegen. Mehr noch, sie
bauten den Vorsprung sogar aus. „Wer vorne liegt, kann frei segeln und hält
alle Trümpfe in der Hand“, erklärt der Steuermann“, „das geht sicher nicht
von allein, aber verteidigen ist leichter, als aufzuholen und zu überholen.“
Ein wenig waren die 53- und 54-jährigen Ex-Weltmeister jedoch von sich
selbst überrascht: „Das hatten wir vorher nicht für möglich gehalten, hier
so gut mithalten zu können.“ Die Masterwertung führen sie vor dem
55-jährigen Briten William Sunnucks, der allerdings mit einem jungen
Vorschoter Oli Egan (23) segelt, auf Platz 17 klar an.
Im zweiten Tagesrennen brillierte ebenfalls ein „Altmeister“ der Katszene.
Zwar erst 48 Jahre jung holte sich der geborene Australier Mitch Booth mit
dem Finnen Janne Riihela einen souveränen Tagessieg und war nach Rang fünf
zuvor das tagesbeste Team. Die Frühstartdisqualifikation vom Auftakt ist nun
aus der Wertung gestrichen, die Crew ist sechs Punkte hinter den Sachs
Siebte. „Es geht ja doch noch ganz gut“, strahlte der in Spanien lebende
Booth mit einem Augenzwinkern.
Die weiteren deutschen Teams kamen am Donnerstag nicht über mittlere
Platzierungen hinaus. Andreas John und Sven Lindstädt (Hamburg/Norderstedt)
wurden 36. und 26., was Gesamtrang 24 bedeutet. Ein wenig besser waren die
29. Sönke Kühl und Rea Nies (35. und 24.), während die Bremer Jörg und Arne
Gosche als 33. und 41. etwas Boden verloren und 32. von 84 Teilnehmern sind.
Eine geplante dritte Tageswettfahrt musste die Regattaleitung des RCNGC
wegen des immer schwächer werdenden Ostsüdostwinds abblasen. Allerdings soll
die Brise am Wochenende auf den Kanarischen Inseln auffrischen und den
entscheidenden Rennen die für das Revier bekannten idealen Segelbedingungen
liefern. Der Start der fünften Wettfahrt ist für Freitag (9. Dezember) um 11
Uhr Ortszeit (12 Uhr deutscher Zeit) angesetzt.
(Ende)
Die vollständige Ergebnisliste, während der Rennen Live-Tracking, Fotos und
zusätzliche Hintergrundinformationen gibt es im Internet unter
www.rcngc.com.
Weitere Informationen, Fotos und mehr:
Andreas Kling
Journalist + PR Consultant
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