129. Kieler Woche 2011

- 18.-26.Juni 2011
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Pressemitteilung 4, 23. Juni 2011
Christiansen führt beim X-99-Goldcup, Strandberg bei der Farr 30-EM

Dunkle Wolken über der Bahn Alpha bescherten den Yacht-Seglern bei der Europameisterschaft der Farr30 und dem Gold-Cup der X99 einen spannenden Einstieg in die Titelkämpfe. Die heftigen Schauerböen mit über 30 Knoten machten zwar einen Bogen um die Championats-Felder, pendelnde Winde verlangten von den Crews aber ein gutes Auge für die Dreher. Der Schwede Martin Strandberg bewies das bei den Farr30 mit dem Auftaktsieg, während sich bei den X99 Martin Christiansen (Strande) auf der "Xive" durch zwei zweite Ränge in die Führungsposition brachte.

Trotz der Windschwankungen schaffte es Wettfahrtleiter Stefan Kunstmann, für die Yachten zwei saubere Läufe über die Bahn zu bringen. "Mit dem ersten Start mussten wir aber zunächst etwas warten, denn die Windbedingungen waren am Startschiff und an der Luvtonne völlig unterschiedlich", berichtete Kunstmann. "Später setzte sich ein vorherrschender Gradient durch, um den der Wind in den Wolkensystemen stark pendelte. Es entwickelte sich damit ein großer Kampf auf der Bahn." Den gewann in der ersten Wettfahrt der 36 X99 die "ImmacX" des viermaligen Weltmeisters Christian Soyka (Itzehoe) in überlegener Manier. "Wir haben den perfekten Weg durch die Dreher gefunden", sagte Soyka, der aber eingestehen musste, dass es im zweiten Rennen nicht nach Wunsch lief: Nach einem mäßigen Start war die "ImmacX" nach der ersten Runde zwar fast wieder mit der "Xive" gleichauf, musste sich dann aber entscheiden, auf welche Seite der Bahn sie gehen wollte. "Mein Taktiker und ich waren da unterschiedlicher Meinung, ob der Wind weiter nach links drehen oder zurückpendeln würde. Wir haben uns dann für die rechte Seite entschieden. Es war die falsche Entscheidung", sagte Soyka. Wer sich in der Entscheidungsfindung durchgesetzt hatte, wollte er zwar offen lassen, konnte die "Schuld" aber kaum von sich abwälzen.

So setzte sich Christiansen insgesamt an die Spitze des Feldes vor dem im zweiten Rennen siegreichen Johnny Jensen. Der Däne war in den vergangenen Jahren vor allem im Starboot aktiv, hat aber eine intensive X99-Vergangenheit.

Sehr zufrieden mit dem Geschehen ist die treibende Kraft in der X99-Klasse, Olaf Bohl aus Strande: "Wir haben viel rumtelefoniert und ein starkes Feld zusammen bekommen. Es fehlt wirklich niemand, der Rang und Namen hat. Wir sollten angesichts dieses Feldes mal mit der ISAF über die Wiederanerkennung des Status als internationale Klasse reden."

Spärtlicher ist das Feld der Farr30 besetzt. Lediglich acht Schiffe sind bei der EM am Start. "Die Klasse ist im Umbruch, sonst waren zu den Meisterschaften 20 bis 30 Boote am Start. In Italien und Frankreich sind aber andere Klassen ins Blickfeld der Eigner gerückt. Viele Schiffe sind nach Skandinavien gegangen, wo sich jetzt eine Szene mit jungen, talentierten Seglern entwickelt. Aber einige Crews waren zur Kieler Woche verhindert", sagte der Kieler Harald Brüning, der mit seiner "Topas"-Crew mit einem zweiten Platz in die Serie startete, im zweiten Rennen aber in eine Wegerechtsituation verwickelt wurde und am Abend noch in die Protestverhandlung musste.

Während die Segler der internationalen Titelkämpfe bereits wieder an Land waren, ging es für die Anwärter auf die deutschen Offshore-Titel erst wieder auf den Kurs. Am späten Nachmittag wurde das "Silberne Band" gestartet, deren Kurs die Crews über Nacht in die dänische Inselwelt führen sollte.

X-99 Gold Cup nach zwei Wettfahrten: 1. Martin Christiansen / X / Henrike Rolf / Andreas Hengstmann / Ullrich Tesch / Torsten Writh / Cord Runne (Buxtehude) 2,2, Punkte 4; 2. Johnny Jensen / Jens Haldager / Kaare Rasmussen / Kim Haugaard / Svend Jörgensen / Jacob Groth / X (DEN) 4,1,5; 3. Christian Soyka / X / Martin Jannsen / Sören Petersen / Martin Großkopf / Stefan Schimkowski / Peter Bolvig Hansen (Hohenlockstedt) 1,4,5; 4. Per Jungersen / none none / Mads Christensen / Jacob Holmelin / Rasmus Rozentals / Henrik Glahn / Henrik Andersen (DEN) 3,6,9; 5. Kim Rasmussen / X / Sysser Davidsen / Carsten Madsen / Asger Larsen / Mikkel Oldrup / Jens Christophersen (X) 7,3,10; 6. Tommy Andersen / Michael Djuroe / Allan Hansen / Kim Hansen / X / Dan Andersen / Morten Langner (DEN) 10,7,17;

Hermann Hell
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